Archiv der Kategorie: Kalender

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz – MODERN TIMES 3


Sa, 23.September 2017, 19:30 Uhr

Wo: Capitol, Mannheim
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

MODERN TIMES 3 – „Hot“

Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Daniel Gauthier Saxophon
  • Cornelia Froboess Erzähler/in

Programm

  • Igor Strawinsky Pulcinella-Suite (rev. 1949) revidiert von Giambattista Pergolesi
  • Erwin Schulhoff Jazz Concerto für Alt-Saxophon und Kammerensemble orch. von Richard Rodney Bennett (2002/04) orig.: Hot Sonate für Alt-Saxophon und Klavier
  • Igor Strawinsky Die Geschichte vom Soldaten (Histoire du soldat)

Beschreibung

Cornelia Froboess, die Schauspielerin, der die Worte wundersam gehorchen, gibt dem Publikum der MODERN TIMES 3 die Ehre: mit Igor Strawinskys 1917 vollendeter Geschichte vom Soldaten. Was wie ein – gelegentlich gar komisches – Märchen wirkt, muss uns eigentlich ins Mark treffen. Denn es geht in dem epochalen Werk nicht um weniger als die Frage, wie wir unser Dasein sinnvoll gestalten wollen. Sind wir bereit, wegen einiger Euros, das uns Liebste, unsern Kern, aufzugeben? Wie der Soldat seine Geige? Strawinskys nüchterne Musik entlastet uns nicht, im Gegenteil, sie verschärft die Frage. Eine gewisse Tristesse durchwirkt auch die 1930 komponierte Hot-Sonate für Altsaxofon und Klavier von Erwin Schulhoff. Ja, ihr dritter Satz, lamentoso untertitelt, ist eine Art Klagegesang, bei dem sich das Saxofon der menschlichen Stimme annähern muss – für einen Musiker vom Rang eines Daniel Gauthier ein leichtes Unterfangen. Tanzrhythmen am Schluss der Sonate, Märsche und Tänze in der Geschichte vom Soldaten – von körperhaften Bewegungsmustern lebt auch das dritte Werk des Konzerts: Strawinskys Pulcinella Suite, die zu Beginn der 1920er Jahre aus der Taufe gehoben wurde. Seinerzeit empfand man diese Adaption barocker Tänze als Sensation, wegen der Kürze der einzelnen Nummern, aber auch wegen des antiromantischen Klangbildes.

 

42. Schwetzinger Mozartfest: Quatuor Hermès


Samstag, 23. September 2017 19:30 Uhr

Wie viele: 5 Karten
Wo: Jagdsaal Schwetzingen

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zu drei Tagen vor der Veranstaltung und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Schloss Schwetzingen abholen.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Streichquartett No 22 B-Dur KV 589
Anton Webern (1883-1945)
Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9
Franz Schubert (1797-1828)
Streichquintett C-Dur D 956, op. posth. 163

Reife, Ernsthaftigkeit, Finesse und Sensibilität sind die Begriffe, die das Quatuor Hermès wohl am besten charakterisieren. Die vier jungen Musiker bilden eine schon fast verschworene Gemeinschaft. 2009, gerade ein Jahr nach Ihrer Gründung, erhielten sie bereits den ersten Preis des internationalen Kammermusikwettbewerbs von Lyon. Ein weiterer erster Preis folgte 2011 im prestigeträchtigen Concours International de Genève. 2012 ging das Quatuor Hermès von 300 Kandidaten als Erster Preisträger aus den „Young Concert Artist Auditions“ in New York hervor, was ihm Tür und Tor zu den großen amerikanischen Konzertpodien öffnete.
Ein ebenbürtiger Partner ist der Cellist Tristan Cornut, der seinen ersten Cellounterricht bereits im Alter von 5 Jahren erhielt. Er studierte an den Konservatorien von Paris und Stuttgart und zuletzt bei Jean-Guihen Queyras in Freiburg. Tristan Cornut wurde bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, so z.B. 2010 beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München.

Mozarts vorletztes Streichquartett, sein 2. Preußisches Quartett, und Anton von Weberns Bagatellen für Streicher, von denen der Komponist sagt „Man bedenke, welche Enthaltsamkeit dazu gehört, sich so kurz zu fassen. …“, legen quasi den roten Teppich aus für Schuberts ultimatives Streichquintett, einem Meilenstein der Streichquintettliteratur, das Schubert zwei Monate vor seinem Tod komponiert hat. Es ist das reifste Kammermusikwerk des Wiener Komponisten, sein kammermusikalischer Schwanengesang. Mit seiner entrückten Klangschönheit entführt es seine Zuhörer in fast metaphysische Welten. Erst 22 Jahre nach Schuberts Tod wurde das Werk in Wien uraufgeführt. Bei den Verlegern der Schubert-Zeit stieß dieses extreme Werk auf völliges Unverständnis.

Omer Bouchez (Violine)
Elise Liu (Violine)
Yung-Hsin Lou Chang (Viola)
Antony Kondo (Violoncello)
und
Tristan Cornut (Violoncello)

 

Kulturtage Waldhof – Dr. Markus Weber „Iwwerleje se mol“


Sa, 23. September 2017, 19:30 Uhr

Wo: Kulturtage Waldhof, Speckweg 6, Mannheim (Franziskussaal)
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis 18. September und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse abholen.

Reservierungen ab: jeweils (frühestens) ein Monat vor der Veranstaltung.

Wie sein erstes Programm „Hiwwe un Driwwe“ ist sein neues Programm „ Iwwerleije se mol“ eine weitere kabarettistische Heimatkunde für Eingeborene und Roigeplaggde.

Mit Geschichtlichem, Linguistischem, Literarischem, Wahrem und Übertriebenem zeigt der Kurpfälzer, in welch bedeutender Gegend wir zu Hause sind, und zwar Hiwwe wie Driwwe.
Er gibt Einblicke in die noch nicht geschriebene Grammatik unserer Sproch, in die Pfälzer Lautverschiebung, die unsere Sproch deutlich von der deutschen Hochsprache unterscheidet, und in die besondere Art zu konjugieren und zu deklinieren. Außerdem erklärt er die hyperkorrekten und halbkorrekten Formen, die beim Rückübersetzen in die Hochsprache entstehen. Ein köstliches Sprachvergnügen! Dr. Weber beleuchtet die Pfälzer Revoluzzerseele und die globale Achse der Demokratie. Anhand der antiken Temperamentenlehre erklärt er die Charaktere der Pfälzer, beleuchtet ihre Krankheiten und erläutert ihr legendäres Verhältnis zum Alkohol. Eben Heimatkunde der besonderen Art. Und hinterher weiß jeder, was die Bibs von der Kränk unterscheidet, und welche Pfälzer Organe in keinem Anatomielehrbuch zu finden sind.

Oststadt Theater – De kläne Unnerschied


Sa, 23. September 2017, 20.00 Uhr

Wo: Oststadt Theater Mannheim, Stadthaus N1, 1, 68161 Mannheim
Wie viele: 4 x 2 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Kartenreservierung bitte direkt beim Oststadt Theater telefonisch unter 0621-1 60 60 oder per Mail an vorverkauf@oststadt-theater.de Gerne können Sie auch spontan an unsere Abendkasse kommen und schauen, ob noch Karten nicht abgeholt wurden, diese stehen dann wieder zur Verfügung.

De kläne Unnerschied

von David Tristram

Regie: Uwe von Grumbkow

Yuppi Mark kommt angetrunken nach Hause. Seine Frau Vicky ist natürlich sauer und knallt ihm das Abendessen vor die Füße – Ehekrach! Und wie! Dann klingelt die Avon-Beraterin, wie sich herausstellt eine alte Flamme von Mark. Um das Verhältnis wieder zu beleben, lädt er sie zu einer Dinnerparty ein. Und sie kommt! Mit ihrem Mann…
Erleben Sie, warum es Männer beim Fremdgehen möglicherweise schwerer haben als Frauen.
Darsteller

Erik
Knut Frank
Judith
Susanne von Grumbkow
Mark
Wolfgang Kerbs
Vicky
Wencke Matthai

Kurpfälzisches Kammerorchester – 1. Abonnement-Konzert


23. September 2017 · 20:00 Uhr

Wo: Schloss Mannheim, Rittersaal
Wie viele: 12 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte im Kulturparkett-Laden in S 3,12 abholen.

Reservierungen ab: jeweils (frühestens)  ein Monat vor dem Konzert
Abholung der Karte: jeweils (frühestens) zwei Wochen vor dem Konzert.

Konzerteinführung um 19:15 Uhr im Rittersaal

Programm
Georg Joseph Vogler: Klavierkonzert C-Dur
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur (Kammerfassung)

Interpreten:
Rudolf Meister, Klavier
Trine Wilsberg Lund, Sopran
Johannes Schlaefli, Dirigent

 

Festival „Wunder der Prärie“


Do, 14.-24.09.2017, ganztägig

Wo: Verschiedene Spielorte in Jungbusch und Neckarstadt
Wie viele: Eintritt frei für viele Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, sonst 3 € Eintritt

Festival „Wunder der Prärie“

Die zehnte Ausgabe des internationalen Festivals für Performancekunst und Vernetzung findet vom 14. – 24. September 2017 statt. An 11 Tagen lädt Wunder der Prärie dazu ein, die soziale Fitness zu trainieren mit internationalen Performances, politischen Debatten und schweißtreibenden Partys bis zur Bundestagswahl. Unter dem Titel Social Body Building widmet sich das Programm dem Verhältnis zwischen Publikum und Kunstwerk und der Aufführung als gemeinschaftsstiftendem Moment. Mit dabei: David Weber-Krebs (B), Andreas Liebmann (CH/DK), Anna Mendelssohn (A), Ant Hampton (UK), Tanja Krone (D), Julian Hetzel (NL) sowie Raul Zelik (D), Leonidas Martin (E) und viele mehr. In der Konferenz „Art, Politics and the Institution – A European Summit“ treffen Kulturschaffende aus Barcelona, Belgrad, Budapest, Athen, Antwerpen und Zagreb zusammen und diskutieren über die politische Rolle von Kultureinrichtungen in Europa. Und beim „Konvent“ werden gemeinsam mit dem Festivalpublikum und allen Interessierten die Regeln der Kunst neu bestimmt. Zum Abschluss des Festivals gründet Zeitraumexit unter dem Titel „Artfremde Einrichtung“ die Kultureinrichtung als Allmende: Für ein halbes Jahr öffnet das Haus seine Räume für alle, die sich in einem demokratischen Verfahren darum bewerben, einen Monat lang den Ort zu bespielen.

Ein Festival von zeitraumexit.
Kuration: Gabriele Oßwald & Jan-Philipp Possmann

Heidelberger Kunstverein – Ausstellung: ›Widerständige Bilder‹ bis 05.11.2017


Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wo: Heidelberger Kunstverein, Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Öffnungszeiten:
Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar.

Sie können Ihre Karte im Heidelberger Kulturparkettbüro, mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen des Heidelberger Selbsthilfebüros, Alte Eppelheimer Str. 38 (Hinterhof links, 1.OG, Raum 1.10) abholen sowie in der Mannheimer Sprechstunde Mo-Fr zwischen 17:00-19:00 Uhr.

Widerständige Bilder

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie findet die Ausstellung– im Heidelberger Kunstverein statt.

›Widerständige Bilder‹ untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder.

Weitere Informationen zum Heidelberger Kunstverein und zur Ausstellung unter http://hdkv.de/

Biennale für aktuelle Fotografie 2017 (9.9.-5.11.)


9. September - 5. November

Eintritt frei („pay what you want“)

Wo:

    • Wilhelm Hack Museum

Bienale 2017 (9. September – 9. November)

8 Kapitel in 7 Häusern

Mit ihren unterschiedlichen Perspektiven fragen die sechs Kuratorinnen und Kuratoren von Farewell Photography in sieben Themenfeldern nach der Materialität und den Gebrauchsweisen, ebenso wie nach dem gesellschaftspolitischen Potenzial der Fotografie.

1 × 1 der Kamera
Was verspricht und was verfehlt das Material?

  • Peter Miller, Selfportrait (with Headlamp), 2009, Silbergelatineabzug, 20 × 25 cm, © Peter Miller

    Mit der Digitalisierung hat sich nicht nur die chemische Basis der Fotografie geändert. Auch die traditionellen Produktionsbedingungen der Bilder haben sich gewandelt. Der Ausstellungsparcours ist einem fotografischen Handbuch nachempfunden. Er führt den Besucher durch verschiedene Etappen des fotografischen Produktionsprozesses und kehrt darin den Blick durch den Sucher um: Nicht die Außenwelt, sondern das Innere der Kamera, die Logik der Fotografie selbst wird in den gezeigten künstlerischen Arbeiten zum Thema. Ergänzend zu aktuellen Werken u.a. von F & D Cartier, Peter Miller und Adrian Sauer werden illustrierte und mit fotografischen Originalen versehene Anleitungsbücher und Manuale des 19. Jahrhunderts zu sehen sein. (kuratiert von Kathrin Schönegg)

    Das stille Bild verlassen
    Wie hoch, breit, tief und wie flexibel ist ein Bild?

    Pétrel I Roumagnac (duo), Reset/Résidus #3, 2015, Direktdruck auf Plexiglas (Installationsansicht, Galerie Escougnou-Cetraro, Paris), © Pétrel I Roumagnac (duo), courtesy die Künstler und Galerie Escougnou-Cetraro

    Die Fotografie ist heute mehr denn je ein hybrides Medium, das uns in vielerlei Gestalt begegnet. Als Gegenpart zur Ausstellung 1 x 1 der Kamera am selben Ort, untersucht dieses Kapitel der Biennale die Öffnung und Erweiterung des Mediums – weg vom klassischen Papierabzug. Die Künstlerinnen und Künstler, die hier vorgestellt werden, experimentieren mit Bildsprachen, Perspektiven, Installationsweisen und damit einhergehend auch den Erzählstrategien von Fotografie. Im Fokus stehen insbesondere die zeitliche Dimension von Fotografie wie auch ihr performatives Potenzial. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Kein Bild ist eine Insel
    Wie prägt das Teilen unseren Umgang mit Bildern?

    Natalie Bookchin, My Meds, 2009/2016, aus: Testament, Mehrkanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, © Natalie Bookchin

    Mit dem Shift von einer analogen zu einer digitalen Bildkultur ist die Verfügbarkeit fotografischer Bilder explodiert. Im Sekundentakt werden sie auf sozialen Plattformen geteilt. Als geschlossene, singuläre Einheit hat das Bild ausgedient. Sharing ist die fotografische Gebrauchsweise der Stunde. Die Ausstellung fragt nach den heutigen Verbreitungswegen von Bildern. Was wird da überhaupt in Umlauf gebracht und mit welcher Motivation? Gleichzeitig werden Strategien in den Blick genommen, die auf die anarchische Beweglichkeit der Bilder antworten und versuchen, diese einzuhegen und handhabbar zu machen. Wie das Teilen, so bekommt auch das Regulieren und Sammeln rituellen Charakter. (kuratiert von Fabian Knierim)

    Wer bist du? Das bist du!
    Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten?

    Andrzej Steinbach, Ohne Titel, 2015, aus: Figur I, Figur II, Inkjet-Print, 90 × 60 cm, © Andrzej Steinbach, courtesy Andrzej Steinbach und Galerie Conradi

    Das Portrait ist ein klassisches Einsatzfeld der Fotografie, bei dem Selbst- und Fremdbild zwischen Fotografen und Bildprotagonist ausgehandelt werden. Wie viel lässt sich über die Abbildung über die Identität und Charakter einer Person sagen? Als technisches Medium scheint die Fotografie geeignet zu sein, ein analytisches und objektives Bild zu erzeugen und wurde in der Psychiatrie ebenso genutzt wie in der Kriminalistik, Anthropologie und Ethnographie, um Menschen zu registrieren und in Typen einzuteilen. Ausgangspunkt dieser Ausstellung sind historische Patientenfotografien aus Akten der Sammlung Prinzhorn und Lehrbüchern der psychologischen Forschung. Demgegenüber stehen Bilder, die die Manipulierbarkeit und Instabilität der fotografischen Beschreibung aufdecken. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Widerständige Bilder
    Wie behauptet sich Widerstand – mit Bildern und gegen sie?

    Merle Kröger und Philip Scheffner, Havarie, 2016, Projektion, 93 min, Farbe, Ton, © pong film GmbH

    Widerständige Bilder untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder. (kuratiert von Boaz Levin)

    Global Players
    Wie lassen sich Fotografie, Ökonomie und Migration zusammen denken?

    Serafettin Keskin, Karneval in Ulm, 1963, © Familie Keskin

    Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen thematisiert den Zusammenhang von Fotografie, Globalität und Ökonomie. Sie lenkt den Blick auf Arbeit und Migration und befragt die mit diesen Begriffen verbundenen Vorstellungen. Dafür werden Fotografien aus privaten und öffentlichen Archiven mit künstlerischen Positionen zusammengebracht. Gezeigt werden u.a. private Bilder aus Fotoalben ehemaliger „Gastarbeiterinnen“ und „Gastarbeiter“, die insbesondere in die Region um die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gekommen waren und ihr neues Lebensumfeld mit der Kamera dokumentiert haben. (kuratiert von Kerstin Meincke)

    Andere Zeugenschaften
    Was sagt die Einstellung über die Einstellung?

    Arwed Messmer Stammheim #12, Zelle 720 (Ensslin), 1977/2016 [AM_RAF_STH_STA_LB_EL_51/3_679_FILM_EN_01_NEG_10] aus: RAF – NO EVIDENCE / KEIN BEWEIS

    Wenn gesellschaftliche Umbrüche, politische Ereignisse und traumatische Momente auf einige wenige öffentliche Bilder reduziert werden, lohnt es sich, diese genauer anzuschauen und andere hinzuzuziehen. So stellt diese Ausstellung die Frage nach dem Zusammenhang von fotografischer und inhaltlicher Perspektive, nach der Ausrichtung der Kamera und der Haltung hinter der Kamera. Was verrät das Nebeneinander von Bildern über ein Ereignis, welche anderen Wirklichkeiten werden sichtbar, welche Funktionen der Aufnahmen und welche Kontexte bestimmen unsere Leseweise dieser Bilder? Was ist die „Einstellung hinter der Einstellung“? (kuratiert von Florian Ebner)

    In Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen
    Das Projekt „Lampedusa – Bildgeschichten vom Rande Europas“ wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes

    Gespenstergeschichten
    Ein Bilderstreit im Mannheimer Wasserturm

    Der fotografische Bestand der Kunsthalle Mannheim ist Ausgangspunkt für eine neue Arbeit von Arno Gisinger im Mannheimer Wasserturm. Das über 7000 Bilder umfassende Glasplatten-Archiv – in erster Linie Kunstreproduktionen, Ausstellungsdokumentationen und Architekturfotografie von der Museumsgründung 1907 bis in die frühen 1960er Jahre – ist das bisher für Besucher unzugängliche visuelle Gedächtnis der Institution. Es bildet die von politischen Umbrüchen gezeichnete Ausstellungspolitik ebenso wie die außergewöhnliche Geschichte des Museums ab, die Arno Gisinger in den öffentlichen Raum und so in einen zeitgenössischen Wahrnehmungskontext übertragen wird.

Mehr zu Anfahrt und Öffnungszeiten hier

OFF//FOTO 2017 – Fotofestival an Rhein und Neckar (3.9.-5.11.)


3. September - 5. November

Eintritt frei!

OFF//FOTO 2017

In diesem Jahr findet zum dritten Mal das Fotofestival OFF//FOTO an Rhein und Neckar statt. Freuen Sie sich mit uns auf rund 70 Ausstellungen, die in diesem Jahr gezeigt werden! Noch nie waren so viele Fotografien in einem Zeitraum in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, aber auch in anderen Städten der Metropolregion Rhein-Neckar wie Dannstadt-Schauernheim, Ladenburg, Speyer, Viernheim und Frankenthal zu sehen. Zusammen mit der gleichzeitig stattfindenden Biennale für aktuelle Fotografie wird das Medium Fotografie im Herbst groß gefeiert.

OFF//SPACES

Neben bekannten Galerien sind auch eine Reihe ungewöhnlicher Ausstellungsorte dabei. So z.B. das Haardter Schloss in Neustadt an der Weinstraße, wo preisgekrönte Siegerarbeiten des Wettbewerbs „gute aussichten“ zu sehen sein werden. Im barocken Schloss Kleinniedesheim präsentiert die Fotokünstlerin Andrea Esswein ihre Werke und im ehemaligen Wohnhaus des Hasselblad Award-Preisträgers Robert Häusser stellt Peter Schlör aus. In einem leerstehenden Ladenlokal in der Ludwigshafener Bismarckstraße gestaltet eine Gruppe Fotografen eine Schau zum Thema Eden und im Europäischen Zentrum für junge Fotografie Viernheim stellen die jüngsten Fotokünstler aus. Renommierte Hotels, wie das Radisson Blue und das Design-Hotel Staytion werden sich ebenso wie Engelhorn Mode im Quadrat beteiligen und ihre Türen für Fotointeressierte öffnen. Die komplette Liste aller Ausstellungsorte werden wir demnächst veröffentlichen.

OFF//OPENING

Die Eröffnung von OFF//FOTO 2017 findet am 2. September 2017 um 19 Uhr im Kulturzentrum dasHaus in Ludwigshafen statt.

OFF//NIGHT

Höhepunkt wird wieder die Lange Nacht der Fotografie, die dieses Jahr am Samstag, den 23. September stattfindet. Erstmals sind auch alle Ausstellungsorte der Biennale für aktuelle Fotografie geöffnet. Viele bieten an diesem Abend ein besonderes Programm. Informieren Sie sich zuvor online über die einzelnen Angebote.

Weitere Informationen zu den einzelnen Ausstellungen gibt es hier.