Archiv der Kategorie: Kalender

42. Schwetzinger Mozartfest: Klavierrezital


Sonntag, 24. September 2017 11:00 Uhr

Wie viele: 5 Karten
Wo: Jagdsaal, Schloss Schwetzingen

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zu drei Tagen vor der Veranstaltung und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse abholen.

Johann Sebstian Bach (1685-1750) / Franz Liszt (1811-1886)
Präludiium und Fuge a-Moll BWV 543
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sonate für Klavier B-Dur KV 281 (189f)
Bela Bartok (1881-1945)
Suite „Out of doors“ Sz.81n
Frédérik Chopin (1810-1849)
Mazurken-Auswahl
Maurice Ravel (1875-1937)
Le tombeau de Couperin

Nathalia Milstein wurde 1995 in Lyon geboren und entstammt einer Musikerfamilie, die bereits in der 3. Generation berühmte Pianisten hervor brachte. Sie beginnt im Alter von vier Jahren mit dem Klavierunterricht bei ihrem Vater, Sergej Milstein. 2009 tritt sie in seine Klasse im Genfer Conservatoire de Musique ein, wo sie 2012 ihr Diplom mit Auszeichnung ablegt. 2013 wechselt sie in die Klasse von Nelson Goerner an der Genfer Hochschule für Musik. Ihre internationale Karriere beginnt Nathalia 2015 mit dem 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Dublin. Sie ist die erste Frau, die den Preis seit Bestehen der Stiftung des Wettbewerbs gewinnt, und tritt in der Folge in den renommiertesten Konzertsälen in Europa und Nordamerika auf, so in der National Concert Hall in Dublin, im Gewandhaus Leipzig, in der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London.

Für Schwetzingen hat sich Nathalia Milstein ein außergewöhnliches Programm ausgedacht, das exempla-risch 200 Jahre kosmopolitische Klaviermusik widerspiegelt. Der Bogen spannt sich von Mozart, gereift durch seine große Westeuropareise, über Chopin, Bela Bartok, Stravinsky bis zu Maurice Ravel und Couperin.

Kinder- und Jugendtheater Speyer – Euer Diener (Familienvorstellung)


So, 24.09.2017, 15.00 Uhr

Wo: Kinder- und Jugendtheater Speyer, Alter Stadtsaal Speyer
Wie viel: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zwei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Euer Diener

Ein romantisches Epos über das Leben von Bach
Theaterstück von Geert Kimpen für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene mit Originalmusik von J. S. Bach – Familienvorstellung

In einer abwechslungsreichen und spannenden Szenenfolge wird das Leben von Johann Sebastian Bach in kindgerechter Form erzählt und gespielt.
Das Publikum lernt dabei einen einzelnen Künstler-Menschen kennen, mit all seinen Brüchen und Widersprüchen, der sich im Spannungsfeld von Gehorsam und eigenem Streben nach Anerkennung und Erfüllung bewegt. Begleitet und unterstützt werden die Schauspieler von einem Orchester, das eine Auswahl Bach´scher Werke präsentiert…

Es spielen: Götz Valter, Christian-Birko Flemming, Uwe Heene, Marie-Sophie Caspar, Angelika Baumgartner, sowie Mitglieder der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Musikalische Leitung: Markus Melchiori

Kooperationsprojekt der Dommusik Speyer und des Kinder- und Jugendtheaters Speyer im Rahmen der Internationalen Musiktage 2017

Deidesheimer Musikherbst – Te Deum laudamus


So, 24. September 2017, 18:00 Uhr

Wo: Kath. Stadtpfarrkirche St. Ulrich, Pfarrgasse 3, Deidesheim
Wie viele: 4 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse abholen.

Te Deum laudamus

Chorgemeinschaft Deidesheim/Ruppertsberg
Frauenschola St. Ulrich, Cantus Palatinus
Deidesheimer Streicherensemble
Elke Voelker, Orgel
Marie-Luise Birkhofer, Leitung

www.deidesheimer-musikherbst.de

Oststadt Theater – De verflixte Hexeschuss


So, 24. September 2017, 18.00 Uhr

Wo: Oststadt Theater Mannheim, Stadthaus N1, 1, 68161 Mannheim
Wie viele: 4 x 2 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Kartenreservierung bitte direkt beim Oststadt Theater telefonisch unter 0621-1 60 60 oder per Mail an vorverkauf@oststadt-theater.de Gerne können Sie auch spontan an unsere Abendkasse kommen und schauen, ob noch Karten nicht abgeholt wurden, diese stehen dann wieder zur Verfügung.

De verflixte Hexenschuss

Mundartkomödie nach John Graham

Regie: Petra Förster

Ein Hexenschuss an sich ist schon eine sehr unangenehme Sache. Besonders, wenn es einem in der Badewanne seiner verheirateten Geliebten widerfährt. Wenn dann noch zu allem Überfluss der Gatte unvorhergesehen nach Hause kommt, der Klavierstimmer seiner Arbeit nachgeht und der herbeigerufene Notarzt vor der Tür steht, hilft nur noch ein Brillantfeuerwerk an Lügen und Ausreden.
Darsteller

Sandra Berg
Wencke Matthai
Leonard Berg
Wolfgang Kerbs
Peter Fliege
Knut Frank
Herr Schatz, Klavierstimmer
Horst Kiss
Dr. Knorz, Arzt
Michael Hördt
Annabelle
Anna Maria Gärtner
Josef Stein
Thomas Koob

Festival „Wunder der Prärie“


Do, 14.-24.09.2017, ganztägig

Wo: Verschiedene Spielorte in Jungbusch und Neckarstadt
Wie viele: Eintritt frei für viele Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, sonst 3 € Eintritt

Festival „Wunder der Prärie“

Die zehnte Ausgabe des internationalen Festivals für Performancekunst und Vernetzung findet vom 14. – 24. September 2017 statt. An 11 Tagen lädt Wunder der Prärie dazu ein, die soziale Fitness zu trainieren mit internationalen Performances, politischen Debatten und schweißtreibenden Partys bis zur Bundestagswahl. Unter dem Titel Social Body Building widmet sich das Programm dem Verhältnis zwischen Publikum und Kunstwerk und der Aufführung als gemeinschaftsstiftendem Moment. Mit dabei: David Weber-Krebs (B), Andreas Liebmann (CH/DK), Anna Mendelssohn (A), Ant Hampton (UK), Tanja Krone (D), Julian Hetzel (NL) sowie Raul Zelik (D), Leonidas Martin (E) und viele mehr. In der Konferenz „Art, Politics and the Institution – A European Summit“ treffen Kulturschaffende aus Barcelona, Belgrad, Budapest, Athen, Antwerpen und Zagreb zusammen und diskutieren über die politische Rolle von Kultureinrichtungen in Europa. Und beim „Konvent“ werden gemeinsam mit dem Festivalpublikum und allen Interessierten die Regeln der Kunst neu bestimmt. Zum Abschluss des Festivals gründet Zeitraumexit unter dem Titel „Artfremde Einrichtung“ die Kultureinrichtung als Allmende: Für ein halbes Jahr öffnet das Haus seine Räume für alle, die sich in einem demokratischen Verfahren darum bewerben, einen Monat lang den Ort zu bespielen.

Ein Festival von zeitraumexit.
Kuration: Gabriele Oßwald & Jan-Philipp Possmann

Deutsche Staatsphilharmonie RLP – Modern Times 2


24.September 2017, 19:30 Uhr

Wo:  Ludwigshafen Friedenskirche
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Modern Times 2 – „An Evening Hymn“

Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Ian Bostridge Tenor

Programm

  • Ralph Vaughan Williams Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis für Streichquartett und zwei Streichorchester (rev. 1919)
  • Henry Purcell Evening Hymn, arr. Britten (arranged by Andrew Manze)
  • Benjamin Britten Les Illuminations für hohe Stimme und Streicher op.18
  • Arnold Schönberg Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 9 für 15 Soloinstrumente

Beschreibung

Schaut man auf das Programm möchte man den verzweifelten Ruf „Stoppt den Brexit“ ausstoßen. Britannien zeigt sich hier von einer seiner feinsten Seite. Zunächst einmal in Gestalt des Tenors Ian Bostridge, dessen vielbejubelte Deutung der „Winterreise“ selbst die hartgesottensten Schubert-Fans zittern lässt. Dann aber in Form des Programmes selbst. Eindrucksvoll unterstreicht es die Eigenständigkeit der „insularen“ Musik. Zu deren Profil gehört ein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein, das sich gleich in der Eröffnungsnummer offenbart. Sie basiert auf einem Thema des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis: einer Melodie für eine Dichtung von Matthew Parker, des Erzbischofs von Canterbury. Sakrale Würde strahlt denn auch die Fantasy aus, die Ralph Vaughn Williams dem Andenken seines kollegialen Ahnen widmete. Der religiösen Sphäre bleibt auch das zweite Werk verbunden: die Evening Hymn, ein Abendlied des großen Henry Purcell. Benjamin Britten hat den innigen Gesang bearbeitet – eine Art Verbeugung vor dem Barockkomponisten, der mit King Arthur und anderen Bühnenwerken musikalische Weltliteratur schuf, aber auch die Bitte, dereinst bei Gott die letzte Ruhe zu finden. Den denkbar krassesten Gegensatz zu diesem frommen Wunsch bilden die Texte, die Brittens 1940 uraufgeführtem Liederzyklus Les Illuminations zugrunde liegen: Gedichte des jugendlichen Genies Arthur Rimbaud, die in atemberaubendem Tempo ebenso atemberaubende Bilder aufblitzen lassen. „Ich allein besitze den Schlüssel zu dieser wilden Parade“, so lautet mottohaft und kühn der Eingangsvers. Nicht weniger kühn ist das anfängliche Motto von Arnold Schönbergs Kammersinfonie op. 9, ein aufsteigender Quartenakkord. Ihn könnte man als klingendes Emblem der Moderne bezeichnen, stellt er doch die althergebrachte Terzordnung infrage. Dennoch bezieht sich auch die Kammersinfonie auf Religiöses. Der Quartenakkord verbindet nämlich alle Details des Werkes und sorgt derart für einen Zusammenhang des Ganzen, der Schönbergs mystischer Himmelsvorstellung entsprach.

NTM: Theaterfest


So, 24. September 2017, 14:00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Schauspielhaus
Eintritt Frei!

Theaterfest

Am So, 24. September 2017, ab 14.00 Uhr eröffnen wir wie jedes Jahr die neue Spielzeit mit unserem traditionellen Theaterfest. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam zu feiern. Egal ob Groß, ob Klein, ob Theaterexperten oder Theatereinsteiger – an diesem Tag steht das Nationaltheater allen Neugierigen offen. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Sie!

Heidelberger Kunstverein – Ausstellung: ›Widerständige Bilder‹ bis 05.11.2017


Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wo: Heidelberger Kunstverein, Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Öffnungszeiten:
Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar.

Sie können Ihre Karte im Heidelberger Kulturparkettbüro, mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen des Heidelberger Selbsthilfebüros, Alte Eppelheimer Str. 38 (Hinterhof links, 1.OG, Raum 1.10) abholen sowie in der Mannheimer Sprechstunde Mo-Fr zwischen 17:00-19:00 Uhr.

Widerständige Bilder

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie findet die Ausstellung– im Heidelberger Kunstverein statt.

›Widerständige Bilder‹ untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder.

Weitere Informationen zum Heidelberger Kunstverein und zur Ausstellung unter http://hdkv.de/

Biennale für aktuelle Fotografie 2017 (9.9.-5.11.)


9. September - 5. November

Eintritt frei („pay what you want“)

Wo:

    • Wilhelm Hack Museum

Bienale 2017 (9. September – 9. November)

8 Kapitel in 7 Häusern

Mit ihren unterschiedlichen Perspektiven fragen die sechs Kuratorinnen und Kuratoren von Farewell Photography in sieben Themenfeldern nach der Materialität und den Gebrauchsweisen, ebenso wie nach dem gesellschaftspolitischen Potenzial der Fotografie.

1 × 1 der Kamera
Was verspricht und was verfehlt das Material?

  • Peter Miller, Selfportrait (with Headlamp), 2009, Silbergelatineabzug, 20 × 25 cm, © Peter Miller

    Mit der Digitalisierung hat sich nicht nur die chemische Basis der Fotografie geändert. Auch die traditionellen Produktionsbedingungen der Bilder haben sich gewandelt. Der Ausstellungsparcours ist einem fotografischen Handbuch nachempfunden. Er führt den Besucher durch verschiedene Etappen des fotografischen Produktionsprozesses und kehrt darin den Blick durch den Sucher um: Nicht die Außenwelt, sondern das Innere der Kamera, die Logik der Fotografie selbst wird in den gezeigten künstlerischen Arbeiten zum Thema. Ergänzend zu aktuellen Werken u.a. von F & D Cartier, Peter Miller und Adrian Sauer werden illustrierte und mit fotografischen Originalen versehene Anleitungsbücher und Manuale des 19. Jahrhunderts zu sehen sein. (kuratiert von Kathrin Schönegg)

    Das stille Bild verlassen
    Wie hoch, breit, tief und wie flexibel ist ein Bild?

    Pétrel I Roumagnac (duo), Reset/Résidus #3, 2015, Direktdruck auf Plexiglas (Installationsansicht, Galerie Escougnou-Cetraro, Paris), © Pétrel I Roumagnac (duo), courtesy die Künstler und Galerie Escougnou-Cetraro

    Die Fotografie ist heute mehr denn je ein hybrides Medium, das uns in vielerlei Gestalt begegnet. Als Gegenpart zur Ausstellung 1 x 1 der Kamera am selben Ort, untersucht dieses Kapitel der Biennale die Öffnung und Erweiterung des Mediums – weg vom klassischen Papierabzug. Die Künstlerinnen und Künstler, die hier vorgestellt werden, experimentieren mit Bildsprachen, Perspektiven, Installationsweisen und damit einhergehend auch den Erzählstrategien von Fotografie. Im Fokus stehen insbesondere die zeitliche Dimension von Fotografie wie auch ihr performatives Potenzial. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Kein Bild ist eine Insel
    Wie prägt das Teilen unseren Umgang mit Bildern?

    Natalie Bookchin, My Meds, 2009/2016, aus: Testament, Mehrkanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, © Natalie Bookchin

    Mit dem Shift von einer analogen zu einer digitalen Bildkultur ist die Verfügbarkeit fotografischer Bilder explodiert. Im Sekundentakt werden sie auf sozialen Plattformen geteilt. Als geschlossene, singuläre Einheit hat das Bild ausgedient. Sharing ist die fotografische Gebrauchsweise der Stunde. Die Ausstellung fragt nach den heutigen Verbreitungswegen von Bildern. Was wird da überhaupt in Umlauf gebracht und mit welcher Motivation? Gleichzeitig werden Strategien in den Blick genommen, die auf die anarchische Beweglichkeit der Bilder antworten und versuchen, diese einzuhegen und handhabbar zu machen. Wie das Teilen, so bekommt auch das Regulieren und Sammeln rituellen Charakter. (kuratiert von Fabian Knierim)

    Wer bist du? Das bist du!
    Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten?

    Andrzej Steinbach, Ohne Titel, 2015, aus: Figur I, Figur II, Inkjet-Print, 90 × 60 cm, © Andrzej Steinbach, courtesy Andrzej Steinbach und Galerie Conradi

    Das Portrait ist ein klassisches Einsatzfeld der Fotografie, bei dem Selbst- und Fremdbild zwischen Fotografen und Bildprotagonist ausgehandelt werden. Wie viel lässt sich über die Abbildung über die Identität und Charakter einer Person sagen? Als technisches Medium scheint die Fotografie geeignet zu sein, ein analytisches und objektives Bild zu erzeugen und wurde in der Psychiatrie ebenso genutzt wie in der Kriminalistik, Anthropologie und Ethnographie, um Menschen zu registrieren und in Typen einzuteilen. Ausgangspunkt dieser Ausstellung sind historische Patientenfotografien aus Akten der Sammlung Prinzhorn und Lehrbüchern der psychologischen Forschung. Demgegenüber stehen Bilder, die die Manipulierbarkeit und Instabilität der fotografischen Beschreibung aufdecken. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Widerständige Bilder
    Wie behauptet sich Widerstand – mit Bildern und gegen sie?

    Merle Kröger und Philip Scheffner, Havarie, 2016, Projektion, 93 min, Farbe, Ton, © pong film GmbH

    Widerständige Bilder untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder. (kuratiert von Boaz Levin)

    Global Players
    Wie lassen sich Fotografie, Ökonomie und Migration zusammen denken?

    Serafettin Keskin, Karneval in Ulm, 1963, © Familie Keskin

    Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen thematisiert den Zusammenhang von Fotografie, Globalität und Ökonomie. Sie lenkt den Blick auf Arbeit und Migration und befragt die mit diesen Begriffen verbundenen Vorstellungen. Dafür werden Fotografien aus privaten und öffentlichen Archiven mit künstlerischen Positionen zusammengebracht. Gezeigt werden u.a. private Bilder aus Fotoalben ehemaliger „Gastarbeiterinnen“ und „Gastarbeiter“, die insbesondere in die Region um die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gekommen waren und ihr neues Lebensumfeld mit der Kamera dokumentiert haben. (kuratiert von Kerstin Meincke)

    Andere Zeugenschaften
    Was sagt die Einstellung über die Einstellung?

    Arwed Messmer Stammheim #12, Zelle 720 (Ensslin), 1977/2016 [AM_RAF_STH_STA_LB_EL_51/3_679_FILM_EN_01_NEG_10] aus: RAF – NO EVIDENCE / KEIN BEWEIS

    Wenn gesellschaftliche Umbrüche, politische Ereignisse und traumatische Momente auf einige wenige öffentliche Bilder reduziert werden, lohnt es sich, diese genauer anzuschauen und andere hinzuzuziehen. So stellt diese Ausstellung die Frage nach dem Zusammenhang von fotografischer und inhaltlicher Perspektive, nach der Ausrichtung der Kamera und der Haltung hinter der Kamera. Was verrät das Nebeneinander von Bildern über ein Ereignis, welche anderen Wirklichkeiten werden sichtbar, welche Funktionen der Aufnahmen und welche Kontexte bestimmen unsere Leseweise dieser Bilder? Was ist die „Einstellung hinter der Einstellung“? (kuratiert von Florian Ebner)

    In Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen
    Das Projekt „Lampedusa – Bildgeschichten vom Rande Europas“ wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes

    Gespenstergeschichten
    Ein Bilderstreit im Mannheimer Wasserturm

    Der fotografische Bestand der Kunsthalle Mannheim ist Ausgangspunkt für eine neue Arbeit von Arno Gisinger im Mannheimer Wasserturm. Das über 7000 Bilder umfassende Glasplatten-Archiv – in erster Linie Kunstreproduktionen, Ausstellungsdokumentationen und Architekturfotografie von der Museumsgründung 1907 bis in die frühen 1960er Jahre – ist das bisher für Besucher unzugängliche visuelle Gedächtnis der Institution. Es bildet die von politischen Umbrüchen gezeichnete Ausstellungspolitik ebenso wie die außergewöhnliche Geschichte des Museums ab, die Arno Gisinger in den öffentlichen Raum und so in einen zeitgenössischen Wahrnehmungskontext übertragen wird.

Mehr zu Anfahrt und Öffnungszeiten hier

OFF//FOTO 2017 – Fotofestival an Rhein und Neckar (3.9.-5.11.)


3. September - 5. November

Eintritt frei!

OFF//FOTO 2017

In diesem Jahr findet zum dritten Mal das Fotofestival OFF//FOTO an Rhein und Neckar statt. Freuen Sie sich mit uns auf rund 70 Ausstellungen, die in diesem Jahr gezeigt werden! Noch nie waren so viele Fotografien in einem Zeitraum in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, aber auch in anderen Städten der Metropolregion Rhein-Neckar wie Dannstadt-Schauernheim, Ladenburg, Speyer, Viernheim und Frankenthal zu sehen. Zusammen mit der gleichzeitig stattfindenden Biennale für aktuelle Fotografie wird das Medium Fotografie im Herbst groß gefeiert.

OFF//SPACES

Neben bekannten Galerien sind auch eine Reihe ungewöhnlicher Ausstellungsorte dabei. So z.B. das Haardter Schloss in Neustadt an der Weinstraße, wo preisgekrönte Siegerarbeiten des Wettbewerbs „gute aussichten“ zu sehen sein werden. Im barocken Schloss Kleinniedesheim präsentiert die Fotokünstlerin Andrea Esswein ihre Werke und im ehemaligen Wohnhaus des Hasselblad Award-Preisträgers Robert Häusser stellt Peter Schlör aus. In einem leerstehenden Ladenlokal in der Ludwigshafener Bismarckstraße gestaltet eine Gruppe Fotografen eine Schau zum Thema Eden und im Europäischen Zentrum für junge Fotografie Viernheim stellen die jüngsten Fotokünstler aus. Renommierte Hotels, wie das Radisson Blue und das Design-Hotel Staytion werden sich ebenso wie Engelhorn Mode im Quadrat beteiligen und ihre Türen für Fotointeressierte öffnen. Die komplette Liste aller Ausstellungsorte werden wir demnächst veröffentlichen.

OFF//OPENING

Die Eröffnung von OFF//FOTO 2017 findet am 2. September 2017 um 19 Uhr im Kulturzentrum dasHaus in Ludwigshafen statt.

OFF//NIGHT

Höhepunkt wird wieder die Lange Nacht der Fotografie, die dieses Jahr am Samstag, den 23. September stattfindet. Erstmals sind auch alle Ausstellungsorte der Biennale für aktuelle Fotografie geöffnet. Viele bieten an diesem Abend ein besonderes Programm. Informieren Sie sich zuvor online über die einzelnen Angebote.

Weitere Informationen zu den einzelnen Ausstellungen gibt es hier.