Archiv der Kategorie: Kalender

Deutsche Staatsphilharmonie RLP – Modern Times 4


Freitag, 29.September 2017, 19:30 Uhr

Wo: Heidelberg Stadthalle
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Modern Times 4 – „Nobody knows“

Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Janice Dixon Gesang
  • SCHOLA HEIDELBERG Chor
  • Reinhold Friedrich Trompete

Programm

  • N. N. „Nobody knows“ – vier Spirituals für Sopran und Klavier
  • Bernd Alois Zimmermann Nobody knows the trouble I see. Konzert für Trompete und Orchester
  • Luciano Berio Sinfonia für 8 Singstimmen und Orchester

Beschreibung

Reinhold Friedrich, der Solist der MODERN TIMES 4, ist von der Trompete gefesselt, jedenfalls präsentiert er sich so auf seiner Homepage. Sie zeigt ihn und sein Instrument, beide fest umschlungen von einem dicken Hanfseil. Aber natürlich ist er, der an der Musikhochschule Karlsruhe lehrt, auch ein fesselnder Trompeter – gerade so einer, wie er für eine Aufführung von Bernd Alois Zimmermanns packendem Trompetenkonzert aus dem Jahr 1954 gebraucht wird. Denn die Komposition ist ein unmissverständliches Statement gegen Rassismus. Es basiert auf dem Gospelsong „Nobody Knows the Trouble I See“ und mutet wie ein verzweifelter Kampf zwischen der Trompete, die jazzhaft frei agiert, und dem bedrohlich agierenden Orchester, das sie zu zermalmen droht, an. Politisch ebenso brisant wie aktuell ist Luciano Berios Sinfonia, die während der heißen Jahre am Ende der 1960er-Dekade entstand. Zu einer Zeit, als sich die europäische Zivilgesellschaft neu erfand, als man mehr Demokratie, mehr Mitbestimmung in Fabriken wie Universitäten wagte. Die Sinfonia trägt dem in zweifacher Hinsicht Rechnung. Einerseits lässt sie mithilfe entsprechender Zitate (Mahler, Schönberg, Debussy) das 20. Jahrhundert Revue passieren, mit all seinen Brüchen und Katastrophen. Andererseits knüpft sie an Aktuelles an, indem sie dokumentarisch agiert und gesampelte Klangbilder von Studentenunruhen einspielt.

theater/haus G7 – Das Hungerhaus


FR, 29. September 2017, 20 Uhr

Wotheater/haus G7, G7 4b, 68159 Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44 599 550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse abholen.

Schauspiel, Performance, Installation

Das Hungerhaus (UA)

Hunger ist eine Katastrophe.
Hunger ist ein Mittel zum Machterhalt.
Hunger ist Not. Hunger ist Protest.
Und Hunger ist alltäglich.

Bei Hunger handelt es sich um ein physisches, soziales, gesellschafts-politisches, geschichtswissenschaftliches, psychologisches aber auch wirtschaftliches Phänomen, das je nach Betrachtungsweise unterschiedlich dargestellt werden kann.

Hunger ist das physiologische Verlangen nach Nahrungsaufnahme.

Hunger ist Teil der Triebsteuerung des Menschen.

Hunger wird unterschieden in zwei Arten: akuten und chronischen Hunger.

Hunger betrifft weltweit rund 800 Millionen Menschen.

Hunger wird beschrieben als das Gefühl, das durch das Bedürfnis zu essen hervorgerufen wird.

Hunger bezeichnet sowohl eine alltägliche subjektiv wahrgenommene körperliche Empfindung, als auch den existentiellen Mangel an Nahrung.

Sieben Künstlerteams aus unterschiedlichen Disziplinen und Sparten treten nun bei uns im Theaterhaus G7 zur künstlerischen Analyse an. Und bauen gemeinsam einen theatralen Parcours durch das Theaterhaus. Unter anderem von und mit Thomas Depryck, Hanneke Paauwe, Maren Kaun, Peter Klein, Kollektiv Positron, Jessica Weisskirchen, Angelika Baumgartner und Anna Peschke.

Mit freundlicher Unterstützung von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stiftung LBBW und GBG Mannheim.

42. Schwetzinger Mozartfest: 25. Konzert mit Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung


Freitag, 29. September 2017, 20:00 Uhr

Wie viele: 5 Karten
Wo:  Rokokotheater Schloss Schwetzingen

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zu drei Tagen vor der Veranstaltung und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Schloss Schwetzingen abholen.

25. Konzert mit Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung

Pilharmonisches Orchester Heidelberg
Dirigent: Olivier Pols


Elias David Moncado
(Violine)
Lionel Jérémie Martin (Violoncello)
Richard Verna (Violoncello)

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Ouvertüre zu „Don Giovanni“ KV 527
Johann Wenzel Stamitz (1717-1757)
Konzert für Violine und Orchester C-Dur „Dresdner Konzert“
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)
Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33

Josef Haydn (1732-1809)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob VIIb:1
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Adagio für Violine und Orchester E-Dur KV 261
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Rondo für Violine und Orchester C-Dur KV 373

Bühne frei für drei junge begabte Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung! Neben den beiden Cellisten – 14 und 16 Jahre alt – , die mit Haydn und Tschaikowsky die klassische Celloliteratur spielen, erklingt in guter Tradition wieder ein Werk der Mannheimer Schule. Der 16jährige Elias David Moncado spielt das Violinkonzert in C-Dur von Johann Wenzel Stamitz, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 300sten Mal jährt.
Stamitz war zunächst Konzertmeister und ab 1750 bis zu seinem Tod Instrumentaldirektor in der Hofkapelle des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz. Der Geigenvirtuose gilt als spiritus rector und Gründer der berühmten Mannheimer Schule, die großen Einfluss auf die Musikkultur in ganz Europa hatte.

gefördert von der               

Alte Feuerwache – DISKO ESPERANTO


Fr, 29. SEPTEMBER 2017, 22:00 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.

DISKO ESPERANTO

Live: Jewish Monkeys

Die Jewish Monkeys sind Meister im Spiel mit Identitäten, Ritter des Absurden, Musiker und Komödianten, die eine mitreißende Show liefern. Gerne brechen sie ethnisch-religiöse Tabus und holen zu satirischen Befreiungsschlägen aus. Ihre neo-jiddische Klangfusion pendelt zwischen zirkushaftem Chanson und punkig-energetischem Pop, die Sprache zwischen Englisch und Jiddisch.

Gegründet wurden die Jewish Monkeys von Jossi Reich und Roni Boiko, zwei ehemaligen Chorknaben der Frankfurter Westend-Synagoge, die mehr als ein Vierteljahrhundert später in ihrer neuen israelischen Heimat einen ähnlich Verrückten trafen, Gael Zaidner. Mit Hilfe des renommierten Theater-, Ballett- und Filmmusikkomponisten Ran Bagno (Akkordeon, Keyboards) fassten sie ihre Ideen in Musik. Andere Musiker, u.a. von der Middle-Eastern-Surfband Boom Pam, halfen ein Album einzuspielen, das gerade auch bei der deutschen Presse mit hymnischen Kritiken gefeiert wurde. „Mania Regressia“ drückt schon im Titel den Hintersinn der Tel Aviver Affen aus. Der Bassist und Betreiber des Tel Aviver Underground-Clubs „Tahat“ Yoli Baum kam an Bord und baute eine Liveband auf. In der aktuellen Formation sitzt Henry „The Rose“ Vered am Schlagzeug, der Hardrock wie Jazz versiert ist. Gitarrist Omer Hershman – auch er ein angesehener Produzent sowie Mitglied der Indieband „Panic Ensemble“ – driftet mit seiner Gitarre schon seit jeher in die Richtung rockiger Zirkus- und Kabarettmusik. Ein Powerhaus ganz anderer Art ist Posaunist Moran Baron – von Jazz bis Funk ist ihm nichts fremd und die wichtigsten israelischen Rock- und Pop- Ensembles stehen bei ihm Schlange, damit er ihren Alben seinen goldenen Touch verpasst!

Heidelberger Kunstverein – Ausstellung: ›Widerständige Bilder‹ bis 05.11.2017


Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wo: Heidelberger Kunstverein, Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Öffnungszeiten:
Di & Mi 12 – 19 Uhr, Do 15 – 22 Uhr, Fr 12 – 19 Uhr, Sa & So 11– 19 Uhr

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar.

Sie können Ihre Karte im Heidelberger Kulturparkettbüro, mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen des Heidelberger Selbsthilfebüros, Alte Eppelheimer Str. 38 (Hinterhof links, 1.OG, Raum 1.10) abholen sowie in der Mannheimer Sprechstunde Mo-Fr zwischen 17:00-19:00 Uhr.

Widerständige Bilder

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie findet die Ausstellung– im Heidelberger Kunstverein statt.

›Widerständige Bilder‹ untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder.

Weitere Informationen zum Heidelberger Kunstverein und zur Ausstellung unter http://hdkv.de/

Biennale für aktuelle Fotografie 2017 (9.9.-5.11.)


9. September - 5. November

Eintritt frei („pay what you want“)

Wo:

    • Wilhelm Hack Museum

Bienale 2017 (9. September – 9. November)

8 Kapitel in 7 Häusern

Mit ihren unterschiedlichen Perspektiven fragen die sechs Kuratorinnen und Kuratoren von Farewell Photography in sieben Themenfeldern nach der Materialität und den Gebrauchsweisen, ebenso wie nach dem gesellschaftspolitischen Potenzial der Fotografie.

1 × 1 der Kamera
Was verspricht und was verfehlt das Material?

  • Peter Miller, Selfportrait (with Headlamp), 2009, Silbergelatineabzug, 20 × 25 cm, © Peter Miller

    Mit der Digitalisierung hat sich nicht nur die chemische Basis der Fotografie geändert. Auch die traditionellen Produktionsbedingungen der Bilder haben sich gewandelt. Der Ausstellungsparcours ist einem fotografischen Handbuch nachempfunden. Er führt den Besucher durch verschiedene Etappen des fotografischen Produktionsprozesses und kehrt darin den Blick durch den Sucher um: Nicht die Außenwelt, sondern das Innere der Kamera, die Logik der Fotografie selbst wird in den gezeigten künstlerischen Arbeiten zum Thema. Ergänzend zu aktuellen Werken u.a. von F & D Cartier, Peter Miller und Adrian Sauer werden illustrierte und mit fotografischen Originalen versehene Anleitungsbücher und Manuale des 19. Jahrhunderts zu sehen sein. (kuratiert von Kathrin Schönegg)

    Das stille Bild verlassen
    Wie hoch, breit, tief und wie flexibel ist ein Bild?

    Pétrel I Roumagnac (duo), Reset/Résidus #3, 2015, Direktdruck auf Plexiglas (Installationsansicht, Galerie Escougnou-Cetraro, Paris), © Pétrel I Roumagnac (duo), courtesy die Künstler und Galerie Escougnou-Cetraro

    Die Fotografie ist heute mehr denn je ein hybrides Medium, das uns in vielerlei Gestalt begegnet. Als Gegenpart zur Ausstellung 1 x 1 der Kamera am selben Ort, untersucht dieses Kapitel der Biennale die Öffnung und Erweiterung des Mediums – weg vom klassischen Papierabzug. Die Künstlerinnen und Künstler, die hier vorgestellt werden, experimentieren mit Bildsprachen, Perspektiven, Installationsweisen und damit einhergehend auch den Erzählstrategien von Fotografie. Im Fokus stehen insbesondere die zeitliche Dimension von Fotografie wie auch ihr performatives Potenzial. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Kein Bild ist eine Insel
    Wie prägt das Teilen unseren Umgang mit Bildern?

    Natalie Bookchin, My Meds, 2009/2016, aus: Testament, Mehrkanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, © Natalie Bookchin

    Mit dem Shift von einer analogen zu einer digitalen Bildkultur ist die Verfügbarkeit fotografischer Bilder explodiert. Im Sekundentakt werden sie auf sozialen Plattformen geteilt. Als geschlossene, singuläre Einheit hat das Bild ausgedient. Sharing ist die fotografische Gebrauchsweise der Stunde. Die Ausstellung fragt nach den heutigen Verbreitungswegen von Bildern. Was wird da überhaupt in Umlauf gebracht und mit welcher Motivation? Gleichzeitig werden Strategien in den Blick genommen, die auf die anarchische Beweglichkeit der Bilder antworten und versuchen, diese einzuhegen und handhabbar zu machen. Wie das Teilen, so bekommt auch das Regulieren und Sammeln rituellen Charakter. (kuratiert von Fabian Knierim)

    Wer bist du? Das bist du!
    Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten?

    Andrzej Steinbach, Ohne Titel, 2015, aus: Figur I, Figur II, Inkjet-Print, 90 × 60 cm, © Andrzej Steinbach, courtesy Andrzej Steinbach und Galerie Conradi

    Das Portrait ist ein klassisches Einsatzfeld der Fotografie, bei dem Selbst- und Fremdbild zwischen Fotografen und Bildprotagonist ausgehandelt werden. Wie viel lässt sich über die Abbildung über die Identität und Charakter einer Person sagen? Als technisches Medium scheint die Fotografie geeignet zu sein, ein analytisches und objektives Bild zu erzeugen und wurde in der Psychiatrie ebenso genutzt wie in der Kriminalistik, Anthropologie und Ethnographie, um Menschen zu registrieren und in Typen einzuteilen. Ausgangspunkt dieser Ausstellung sind historische Patientenfotografien aus Akten der Sammlung Prinzhorn und Lehrbüchern der psychologischen Forschung. Demgegenüber stehen Bilder, die die Manipulierbarkeit und Instabilität der fotografischen Beschreibung aufdecken. (kuratiert von Christin Müller)

     

    Widerständige Bilder
    Wie behauptet sich Widerstand – mit Bildern und gegen sie?

    Merle Kröger und Philip Scheffner, Havarie, 2016, Projektion, 93 min, Farbe, Ton, © pong film GmbH

    Widerständige Bilder untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie auslösen ebenso wie Empörung sie können zum Handeln und zur Revolte anstiften, doch können sie auch Vorurteile bestärken und den Betrachter regungslos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation befragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder. (kuratiert von Boaz Levin)

    Global Players
    Wie lassen sich Fotografie, Ökonomie und Migration zusammen denken?

    Serafettin Keskin, Karneval in Ulm, 1963, © Familie Keskin

    Die Ausstellung im Kunstverein Ludwigshafen thematisiert den Zusammenhang von Fotografie, Globalität und Ökonomie. Sie lenkt den Blick auf Arbeit und Migration und befragt die mit diesen Begriffen verbundenen Vorstellungen. Dafür werden Fotografien aus privaten und öffentlichen Archiven mit künstlerischen Positionen zusammengebracht. Gezeigt werden u.a. private Bilder aus Fotoalben ehemaliger „Gastarbeiterinnen“ und „Gastarbeiter“, die insbesondere in die Region um die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gekommen waren und ihr neues Lebensumfeld mit der Kamera dokumentiert haben. (kuratiert von Kerstin Meincke)

    Andere Zeugenschaften
    Was sagt die Einstellung über die Einstellung?

    Arwed Messmer Stammheim #12, Zelle 720 (Ensslin), 1977/2016 [AM_RAF_STH_STA_LB_EL_51/3_679_FILM_EN_01_NEG_10] aus: RAF – NO EVIDENCE / KEIN BEWEIS

    Wenn gesellschaftliche Umbrüche, politische Ereignisse und traumatische Momente auf einige wenige öffentliche Bilder reduziert werden, lohnt es sich, diese genauer anzuschauen und andere hinzuzuziehen. So stellt diese Ausstellung die Frage nach dem Zusammenhang von fotografischer und inhaltlicher Perspektive, nach der Ausrichtung der Kamera und der Haltung hinter der Kamera. Was verrät das Nebeneinander von Bildern über ein Ereignis, welche anderen Wirklichkeiten werden sichtbar, welche Funktionen der Aufnahmen und welche Kontexte bestimmen unsere Leseweise dieser Bilder? Was ist die „Einstellung hinter der Einstellung“? (kuratiert von Florian Ebner)

    In Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen
    Das Projekt „Lampedusa – Bildgeschichten vom Rande Europas“ wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes

    Gespenstergeschichten
    Ein Bilderstreit im Mannheimer Wasserturm

    Der fotografische Bestand der Kunsthalle Mannheim ist Ausgangspunkt für eine neue Arbeit von Arno Gisinger im Mannheimer Wasserturm. Das über 7000 Bilder umfassende Glasplatten-Archiv – in erster Linie Kunstreproduktionen, Ausstellungsdokumentationen und Architekturfotografie von der Museumsgründung 1907 bis in die frühen 1960er Jahre – ist das bisher für Besucher unzugängliche visuelle Gedächtnis der Institution. Es bildet die von politischen Umbrüchen gezeichnete Ausstellungspolitik ebenso wie die außergewöhnliche Geschichte des Museums ab, die Arno Gisinger in den öffentlichen Raum und so in einen zeitgenössischen Wahrnehmungskontext übertragen wird.

Mehr zu Anfahrt und Öffnungszeiten hier

OFF//FOTO 2017 – Fotofestival an Rhein und Neckar (3.9.-5.11.)


3. September - 5. November

Eintritt frei!

OFF//FOTO 2017

In diesem Jahr findet zum dritten Mal das Fotofestival OFF//FOTO an Rhein und Neckar statt. Freuen Sie sich mit uns auf rund 70 Ausstellungen, die in diesem Jahr gezeigt werden! Noch nie waren so viele Fotografien in einem Zeitraum in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, aber auch in anderen Städten der Metropolregion Rhein-Neckar wie Dannstadt-Schauernheim, Ladenburg, Speyer, Viernheim und Frankenthal zu sehen. Zusammen mit der gleichzeitig stattfindenden Biennale für aktuelle Fotografie wird das Medium Fotografie im Herbst groß gefeiert.

OFF//SPACES

Neben bekannten Galerien sind auch eine Reihe ungewöhnlicher Ausstellungsorte dabei. So z.B. das Haardter Schloss in Neustadt an der Weinstraße, wo preisgekrönte Siegerarbeiten des Wettbewerbs „gute aussichten“ zu sehen sein werden. Im barocken Schloss Kleinniedesheim präsentiert die Fotokünstlerin Andrea Esswein ihre Werke und im ehemaligen Wohnhaus des Hasselblad Award-Preisträgers Robert Häusser stellt Peter Schlör aus. In einem leerstehenden Ladenlokal in der Ludwigshafener Bismarckstraße gestaltet eine Gruppe Fotografen eine Schau zum Thema Eden und im Europäischen Zentrum für junge Fotografie Viernheim stellen die jüngsten Fotokünstler aus. Renommierte Hotels, wie das Radisson Blue und das Design-Hotel Staytion werden sich ebenso wie Engelhorn Mode im Quadrat beteiligen und ihre Türen für Fotointeressierte öffnen. Die komplette Liste aller Ausstellungsorte werden wir demnächst veröffentlichen.

OFF//OPENING

Die Eröffnung von OFF//FOTO 2017 findet am 2. September 2017 um 19 Uhr im Kulturzentrum dasHaus in Ludwigshafen statt.

OFF//NIGHT

Höhepunkt wird wieder die Lange Nacht der Fotografie, die dieses Jahr am Samstag, den 23. September stattfindet. Erstmals sind auch alle Ausstellungsorte der Biennale für aktuelle Fotografie geöffnet. Viele bieten an diesem Abend ein besonderes Programm. Informieren Sie sich zuvor online über die einzelnen Angebote.

Weitere Informationen zu den einzelnen Ausstellungen gibt es hier.