Archiv der Kategorie: Kalender

Theater Heidelberg – Der gute Mensch von Sezuan


Sonntag, 1. Oktober 2017, 19:00 Uhr

Wo: Theater Heidelberg, Marguerre-Saal
Wie viele: 12 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und/oder können Ihre Karte direkt im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) oder in Heidelberg (mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen des VBI e.V., Alte Eppelheimer Str. 38) abholen.

Über die Veranstaltung:
Drei Götter wollen in der chinesischen Provinz Sezuan beweisen, dass es noch Menschen guten Herzens gibt. Aber niemand erkennt sie. Alle, die leicht teilen könnten, weil sie es sich leisten können, lehnen es ab, den drei Unbekannten Unterschlupf zu gewähren, nur die arme Prostituierte Shen Te nimmt sie auf. Als sie ihre Geldsorgen offenbart, bezahlen die Götter sie mit einem kleinen Vermögen. Die unverhofft Beschenkte ist überwältigt und verspricht, sich nur noch gut zu verhalten, und kauft einen kleinen Tabakladen. Zunehmend nutzen Schmarotzer Shen Tes Gutmütigkeit aus und sie macht Schulden. Angesichts der harten Realität kann sie nicht gut bleiben. Sie schlüpft in die Rolle des Vetters Shui Ta, der rücksichtslos wirtschaftet und den kleinen Laden zu einem florierenden Unternehmen ausbaut. Doch lange kann sie ihre eigene Abwesenheit nicht geheim halten. Muss der Anspruch der Götter, »gut zu sein und doch zu leben«, in dieser Welt scheitern?
Der ungarische Regie-Star Victor Bodo kommt zum dritten Mal an den Neckar, um Brechts Parabel mit der wunderbaren Musik von Paul Dessau auf die Bühne zu bringen. In den Rollen der Götter sind drei ungarische Schauspieler aus dem Ensemble des Budapester József-Katona-Theaters zu erleben.

Link zur Veranstaltung: http://www.theaterheidelberg.de/?events=der-gute-mensch-von-sezuan-01-10-2017-1900

42. Schwetzinger Mozartfest: Wolfgang Amadeus Mozart


Sonntag, 1. Oktober 2017, 19:00 Uhr

Wie viele: 5 Karten
Wo:  Rokokotheater Schloss Schwetzingen

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zu drei Tagen vor der Veranstaltung und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Schloss Schwetzingen abholen.

Wolfgang Amadeus Mozart
Cosi fan tutte.
Ossia la scuola degli amanti.

Dramma giocoso in 2 Akten  KV 588
> Neuinszenierung <

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Libretto: Lorenzo da Ponte
Uraufführung: 26. Januar 1790 im Burgtheater Wien

 

Treu?

Für die jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo ist das gar keine Frage. Ihre beiden zauberhaften Verlobten Fiordiligi und Dorabella würden sie doch im Leben nicht betrügen! Dagegen wettet der diabolische Philosoph Don Alfonso, von ewiger weiblicher Untreue fest überzeugt. Ein folgenschwerer Partnertausch beginnt: Zunächst sieht es noch so aus, als habe Alfonso das Nachsehen, denn beide Damen schwören ihren Geliebten felsenfeste Treue. Doch der Fels bröckelt.
Wolfgang Amadeus Mozart fand in seinem Librettisten Lorenzo da Ponte einen kongenialen künstlerischen Partner: Gemeinsam zeichnen sie sowohl humorvoll als auch leidenschaftlich mitfühlend die Unordnung und das frühe Leid jugendlicher Liebender. Vergleichslos machen Mozarts Klänge erfahrbar, dass das Herz oft andere Dinge sagt als der Mund.

NTM – Un ballo in maschera (Ein Maskenball)


So, 01.10.2017, 19.00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Un ballo in maschera (Ein Maskenball)

Von Giuseppe Verdi

Lügen und Verschwörungspläne umgeben Gustavo. Sein bester Freund Anckarström warnt ihn vergebens, denn der sich beim Volk sehr beliebt wähnende König will die drohende Gefahr nicht wahrhaben. Gustavos Page Oscar bringt die Namensliste zum bevorstehenden Maskenball. Als er den Namen Amelias, der Frau Anckarström, liest, gerät er ins Schwärmen. Auch Amelia liebt Gustavo, doch möchte sie sich mit Rücksicht auf den Ehemann ihre wahren Gefühle – die verbotene Liebe – von einer Wahrsagerin austreiben lassen. Dies klappt natürlich nicht. Die unkontrollierbaren Gefühle machen die Katastrophe unausweichlich. Auch Verstellung und Maskierung können Gustavo auf dem Maskenball im eigenen Hause nicht mehr vor der Rache seines einstigen Freundes bewahren.

Die Geschichte von der Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. durch den Grafen Anckarström auf einem Maskenball im Jahre 1792 – übrigens historisch verbürgt – ist für Verdi der geeignete Stoff für eine Oper, in der er eine neue Opernästhetik entwickelt: Elemente des italienischen Melodramma verbinden sich hier mit der französischen Opéra-comique und verleihen dem Werk eine singuläre Stellung in Verdis Schaffen.

Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, inkl. einer Pause

Deutsche Staatsphilharmonie RLP – Modern Times 5


So, 01.Oktober 2017, 19:30 Uhr

Wo: Mannheim, Rosengarten (Musensaal)
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Modern Times 5 – Poème de l’Extase

Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Gustav Rivinius Violoncello

Programm

  • HK Gruber Dancing in the Dark. Konzertstück für Großes Orchester
  • Bernd Alois Zimmermann Konzert für Violoncello und Orchester in Form eines „Pas de Trois“
  • György Ligeti Concerto Românesc – Rumänisches Konzert
  • Alexander Skrjabin Sinfonie Nr. 4 op. 54 „Le Poème de l’Extase“

Beschreibung

Die Aufhebung von Gestern und Heute, von hier und jetzt spielt auch eine tragende Rolle bei den Werken der MODERN TIMES 5. Den Anfang macht HK Grubers vielschichtiges Orchesterwerk Dancing in the Dark, dessen Titel als Link zu dem gleichnamigen Song des Tänzers und Sängers Fred Astaire verstanden werden muss. Gleichzeitig aber erzählt der Komponist auch „Wiener G’schichten“, setzt er die Traditionslinie Mahler-Berg fort. Weite Wege legte auch Bernd Alois Zimmermann in seinem klangbunten Cellokonzert Pas de trois (1965/66) zurück, das in dem Solisten Gustav Rivinius einen kongenialen Partner findet. Als Ballettmusik gedacht, lädt uns der erste Abschnitt „in ein Tal der Träume“ ein, während der letzte zu einem Blues führt, dem Zimmermann die drollige Überschrift „Die Fee, das Violoncello und der Kontrabass“ gab. Mit einer überraschenden „Fülle des Wohllauts“ wartet auch Györgi Ligetis Concerto Românesc auf, ein Frühwerk des Komponisten, dem er, Bartók vergleichbar, rumänische Volkslieder zugrunde legte. Von solcher Bodenständigkeit ist das groß besetzte, 1908 uraufgeführte Poème de l’Extase von Alexandre Skrjabin meilenweit entfernt. Das monumentale Werk verleiht den MODERN TIMES 2017 sein Motto. Der Komponist wollte sich in seiner mystischen Tondichtung ins All aufschwingen und so zu neuen Stufen des Bewusstseins gelangen – ein sinnlich nachvollziehbares Rauscherlebnis, das mit Nietzsches Idee des Übermenschen einherging.

2. Mannheim-Diversity-World-Cup


So, 01.10.2017, 11.00 bis 22.00 Uhr

Wo: Eisstadion am Friedrichspark – Bismarckstraße 6- 68161 Mannheim
Wie viel: Eintritt frei! Zuschauer und Fans sind herzlich willkommen!

2. MaDiWo-Cup (Mannheim-Diversity-Cup)

Es ist wieder soweit, der 2. Mannheim-Diversity-World-Cup steht an. Mannschaften (6+1 auf kleinem Feld) aus den Flüchtlingsunterkünften und aus der Stadt sind herzlich eingeladen. Livemusik auf der Diversity-Party u.a. von „Sprengler & Friends“ und „Ehis und Emmanuel“.

Musikalische Akademie des NTO Mannheim – Ingo Metzmacher, Dirigent – Benedict Kloeckner, Violoncello


Mo, 02. Oktober 2017, 20 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: 30 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Einführungsgespräch jeweils um 19:15 Uhr, Mozartsaal

Richard Wagner
Vorspiel zum 1. Akt aus Die Meistersinger von Nürnberg

Paul Hindemith
Kammermusik Nr. 3 op. 36 Nr. 2 (Cellokonzert)

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 Leningrader

Die Exfrau: will Unterhalt, die Geliebte: schwanger von einem anderen, die letzte Oper: gefloppt, die Finanzen: ein Desaster, der Magen: leer–und was tut Richard Wagner? Schreibt eine komische Oper! So bezeichnet er seine Meistersinger von Nürnberg, die ja doch viel mehr als bloß komisch sind: groß und kleinlich, klug und dumm, brachial und zart, aber vor allem, vom ersten Ton des grandiosen Vorspiels an, ganz und gar deutsch, im guten wie schlechten Sinn… „Die Meistersinger“, schreibt Adorno, „sind das größte Zeugnis des wagnerschen Bewusstseins von sich selbst.“

Hindemiths Kleine Kammermusik Nr. 3 aus dem Jahr der Neuen Sachlichkeit 1925 ist eigentlich gar keine Kammermusik, eher ein virtuoses Konzert für Solocello und zehn Instrumente. Das Cello ist Primus inter Pares, aber im vielstimmigen Geplauder dieser ironiebegabten Musik kommen alle mal zu Wort–Brandenburgisches Konzert à la Hindemith!

Die Geschichte der Leningrader Symphonie ist ein Roman: wie Dmitri Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache im von der Wehrmacht umzingelten, ausgehungerten Leningrad ausharrte und zwischen seinen Rettungseinsätzen an dieser aufwühlenden siebten Symphonie komponierte. In der dann jedermann nur die deutschen Truppen einmarschieren hörte–in Wahrheit war diese Symphonie mit ihrer mal grell-grotesken, mal verzweifelt-innigen Musiksprache als viel umfassendere Anklage gemeint, gegen Diktatur und Faschismus überall, auch in Stalins Sowjetreich. Und zugleich als flammendes Plädoyer für das Individuum: „Das wichtigste Objekt der Kunst aber bleibt der Mensch“, so Schostakowitsch.

Wagner und das 20. Jahrhundert: keine Gegensätze für einen wie Ingo Metzmacher,
der, wo immer er am Pult steht, das Moderne in der Musik aufspürt und zum Erlebnis macht. Nach Mannheim bringt er ein aufregendes Programm mit– und den jungen, mit Preisen überhäuften Ausnahme-Cellisten Benedict Kloeckner, der mit seinem hochemotionalen
Spiel schon Altmeister wie Daniel Barenboim oder Christoph Eschenbach zum Schwärmen
brachte.

Kulturbrücken Jungbusch – OOZ Band


Mo, 02. Oktober 2017, 20.00 Uhr

Wo: Kulturbrücken Jungbusch, Werftstr. 4, 68159 Mannheim

Sie zeigen Ihren Kulturpass an der Abendkasse vor und erhalten freien Eintritt.

OOZ Band

Gerade weil der Élysée damals bei der Wiedervereingung Deutschland große Bauchschmerzen hatte, möchten wir nun mit einer Band aus dem Land unseres ehemaligen“Erzfeindes“ in der „Tag der Deutschen Einheit“ hineinfeiern. Dresscode: Schwarz, Rot, Gold, blau und weiß…..

https://www.youtube.com/watch?v=WvipoUR7U0Y
https://www.youtube.com/watch?v=-20e5b-Egkk

“ The musicians of the oozband landed for the first time in Mannheim! Klaxophonéthique drumming-brass brazilistique, groove, rockreol and all the balkabric to jah’zz, welcome in the crazy world of OOZBAND! Brass, leather, helmets, compositions with many festive influences and current music, the trip is guaranteed. OOZ BAND is a crazy brass band composed of eights sounding adventurers, losting in our world, searching the “ ouinieme element “ to fix theur ship! The band plays only original compositions, mixing funk, jazz, hip hop, rock steady and Balkan music with choreographies which come from another world, their costumes come straight from Stanley Kubrick movies. So, be prepared to enter in the universe of … OOOZZ BAANNND !!

Klaxophonéthique drumming-brass brazilistique Groove machins, rockréol et tout le balkabric à jah’zz.
De la brigolade, du langagement, c’est l’amusique manifestive!
Des Cuivres, du Cuir, des Casques, du Clown, des compositions aux multiples influences qui garantissent un voyage sonore d’un groove d’extérieur enfermé dehors!
Soyez prêts à vous OOZmerger dans l’univers du…….. OOOOOOOZZZZ BAANNND!!!

Fanfare morbihano-rennaise déjantée composée de huit aventuriers sonores, partie à la recherche du „Ouinième Element“, le OOZBAND ne joue que des compositions originales, mélangeant funk, jazz, hip hop groove et musiques de l’est avec des chorégraphies venues d’un autre monde et des costumes sortant tout droit d’un film de Stanley Kubrick.

http://oozband.free.fr/
https://www.facebook.com/oozband/

 

NTM – Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück


Di, 03.10.2017, 19.00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Schauspielhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Schauspielhaus Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
Ein Lustspiel

Major von Tellheim hat alles verloren. Weil er bei der Eintreibung von Kriegsschulden am Ende des Siebenjährigen Krieges besondere Milde walten ließ, wurde er unehrenhaft aus der Armee entlassen und wartet nun – seinerseits völlig verarmt – auf das Ergebnis eines Verfahrens wegen Bestechlichkeit. Zutiefst beschämt durch seine Mittellosigkeit, hält sich Tellheim nun für unwürdig, weiter am gesellschaftlichen Leben des Adels teilzuhaben. Um seine Verlobte Minna von Barnhelm nicht ebenfalls sozialer Diskriminierung auszusetzen, entsagt er ihr. Doch Minna will nicht als Objekt der Fürsorge, sondern als Subjekt seiner Liebe gesehen werden und greift zu einer List…
Im Gegensatz zu ihren „Schwestern“ Emilia und Sara betritt mit Minna eine Frau Lessings Bühne, die ihr Liebes- und Lebensschicksal selbst in die Hand nimmt. Mit Intelligenz und Witz hinterfragt sie die Un-Möglichkeit von Beziehungen in einer Welt, in der das Geld den Wert eines Menschen und seinen Platz in der Gesellschaft bestimmt.

Cilli Drexel war von 2009 bis 2011 Hausregisseurin am Nationaltheater Mannheim, außerdem arbeitete sie in Essen, Tübingen, Bielefeld und am Deutschen Theater Berlin. 2014 wurde sie zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. In Mannheim inszenierte sie u. a. Molières Der Menschenfeind und zuletzt Peter Pan.

NTM – Gesicht der Nacht


Di, 03.10.2017, 19.30 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Oberen Foyer

Gesicht der Nacht
Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss

Für den neuen Tanzabend Gesicht der Nacht hat Stephan Thoss seine 2010 in Wiesbaden uraufgeführte Choreografie Nightbook neu bearbeitet und um einige Szenen erweitert. Inspiriert von den rätselhaften Bildern des belgischen Malers René Magritte lässt Thoss in Nightbook Bild, Tanz und Film ineinander übergehen. Das Stück kreist um künstlerische Inspiration und Kreativität und handelt von einer Schriftstellerin, die unzählige Figuren und Geschichten erfunden hat. In der Nacht erwacht dieses Archiv der fragmentarischen Kurzgeschichten zum Leben, erst in Form filmischer Bilder auf einer Leinwand und dann getanzt im dreidimensionalen Raum. In surrealen Situationen spielt die Choreografie mit der Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit und lässt das Kino der Träume lebendig werden.

Daneben hat der isländische Tänzer und Choreograf Frank Fannar Pedersen, von der Zeitschrift tanz als »Hoffnungsträger des Tanzes 2015« ausgezeichnet, eine Uraufführung für die Mannheimer Compagnie kreiert. Var kommt aus dem Isländischen und bedeutet „war“, gewesen sein. Pedersen sieht die menschliche Existenz als eine andauernde Reise. Jeder hat eine individuelle Vergangenheit, die einen immer wieder einholt, seine Träume bestimmt und die Zukunft prägt. Aber woher wir auch kommen und wohin es den Einzelnen treiben wird, egal wie verschieden wir sind, etwas teilen wir doch, nämlich das Hier und Jetzt, den gerade währenden Moment. Wir teilen die Gegenwart. Zur Musik seiner beiden Landsmänner Jóhann Jóhannsson und Sigur Rós verleiht Pedersen dieser Thematik in stimmungsvollen und gleichzeitig nachdenklichen Bildern körperlichen Ausdruck.

Musikalische Akademie des NTO Mannheim – Ingo Metzmacher, Dirigent – Benedict Kloeckner, Violoncello


Di, 03. Oktober 2017, 20 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Einführungsgespräch jeweils um 19:15 Uhr, Mozartsaal

Richard Wagner
Vorspiel zum 1. Akt aus Die Meistersinger von Nürnberg

Paul Hindemith
Kammermusik Nr. 3 op. 36 Nr. 2 (Cellokonzert)

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 Leningrader

Die Exfrau: will Unterhalt, die Geliebte: schwanger von einem anderen, die letzte Oper: gefloppt, die Finanzen: ein Desaster, der Magen: leer–und was tut Richard Wagner? Schreibt eine komische Oper! So bezeichnet er seine Meistersinger von Nürnberg, die ja doch viel mehr als bloß komisch sind: groß und kleinlich, klug und dumm, brachial und zart, aber vor allem, vom ersten Ton des grandiosen Vorspiels an, ganz und gar deutsch, im guten wie schlechten Sinn… „Die Meistersinger“, schreibt Adorno, „sind das größte Zeugnis des wagnerschen Bewusstseins von sich selbst.“

Hindemiths Kleine Kammermusik Nr. 3 aus dem Jahr der Neuen Sachlichkeit 1925 ist eigentlich gar keine Kammermusik, eher ein virtuoses Konzert für Solocello und zehn Instrumente. Das Cello ist Primus inter Pares, aber im vielstimmigen Geplauder dieser ironiebegabten Musik kommen alle mal zu Wort–Brandenburgisches Konzert à la Hindemith!

Die Geschichte der Leningrader Symphonie ist ein Roman: wie Dmitri Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache im von der Wehrmacht umzingelten, ausgehungerten Leningrad ausharrte und zwischen seinen Rettungseinsätzen an dieser aufwühlenden siebten Symphonie komponierte. In der dann jedermann nur die deutschen Truppen einmarschieren hörte–in Wahrheit war diese Symphonie mit ihrer mal grell-grotesken, mal verzweifelt-innigen Musiksprache als viel umfassendere Anklage gemeint, gegen Diktatur und Faschismus überall, auch in Stalins Sowjetreich. Und zugleich als flammendes Plädoyer für das Individuum: „Das wichtigste Objekt der Kunst aber bleibt der Mensch“, so Schostakowitsch.

Wagner und das 20. Jahrhundert: keine Gegensätze für einen wie Ingo Metzmacher,
der, wo immer er am Pult steht, das Moderne in der Musik aufspürt und zum Erlebnis macht. Nach Mannheim bringt er ein aufregendes Programm mit– und den jungen, mit Preisen überhäuften Ausnahme-Cellisten Benedict Kloeckner, der mit seinem hochemotionalen
Spiel schon Altmeister wie Daniel Barenboim oder Christoph Eschenbach zum Schwärmen
brachte.

Planetarium Mannheim – Der Sternenhimmel im Herbst


Do, 5. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Wo: Planetarium Mannheim, Wilhelm-Varnholt-Allee 1 (Europaplatz), 68165 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) abholen.

Der Sternenhimmel im Herbst

Offene Sternhaufen sind Gruppen von meist einigen Dutzend bis einigen Hundert Sternen. Es gibt aber auch Ausreißer. So hat man im Zentrum der Milchstraße ein Objekt mit etwa 15.000 Sternen gefunden, die astronomisch gesehen auch noch sehr jung sind. Die Erforschung offener Sternhaufen ist für die Astronomen von großer Bedeutung, denn mit ihrer Hilfe lässt sich viel über das Leben der Sterne lernen. Der Vortrag stellt einige besonders interessante Objekte vor.

Theater Heidelberg – Woyzeck


Freitag, 6. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Wo: Theater Heidelberg, Alter Saal
Wie viele: 12 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und/oder können Ihre Karte direkt im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) oder in Heidelberg (mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen des VBI e.V., Alte Eppelheimer Str. 38) abholen.

Über die Veranstaltung:
Woyzeck ist ein einfacher Mensch. Sein Soldatenlohn reicht bei Weitem nicht aus, um seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind zu ernähren, deshalb bleibt ihm nichts anderes, als sich etwas dazuzuverdienen: Er erledigt niedere Dienste für seinen Vorgesetzten und stellt sich fragwürdigen medizinischen Experimenten zur Verfügung – alles, um seiner Vorstellung vom kleinen, aber glücklichen Leben gerecht zu werden. Für den Hauptmann und den Doktor ist Woyzeck nichts weiter als sozialer Abschaum, mit dem man spielen kann, wie es einem gefällt. Und Woyzeck kann sich nicht wehren, weil die soziale Abhängigkeit ihn unmissverständlich zu einem Mensch zweiter Klasse degradiert. Einzig und alleine Marie gibt ihm Halt in seinem Leben, aber als die ihn mit dem Tambourmajor betrügt, ist er vollkommen alleine auf der Welt – und voller Wahn bereit, alle Verbindungen zu kappen.

Bereits 1836 begann Georg Büchner mit der auf einem historischen Fall basierenden Arbeit an Woyzeck, starb aber zu jung, um es fertigzustellen und hinterließ Woyzeck lediglich als Dramenfragment. Seine Studie über Gewalt, Macht und Wahn inszeniert Brit Bartkowiak, deren Heidelberger Unschuld-Premiere die Spielzeit 2015|16 im Zwinger eröffnete.

Link zur Veranstaltung:http://www.theaterheidelberg.de/?events=woyzeck-06-10-2017-1930