Alte Feuerwache (MA) – lesen.hören 14: Fliegen lernen. Matthias Brandt liest aus „Blackbird“- Reservierungen nur über das Kulturparkett-

Sa. 22. Februar 2020 20 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 2 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Reservierungsschluss: Mittwoch 12. Februar 2020  19 Uhr

Die Verlosung ist am 13.2.20

Kartenwünsche bitte ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621 44599550 oder besuchen Sie uns in den Sprechstunden)

Abholung der Karten:
Ihre Karte bekommen Sie direkt an der Abendkasse.

Ihre Eintrittskarte holen Sie bitte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

Bei einigen Veranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Es freut uns Ihnen ein so umfangreiches Veranstaltungsprogramm bieten zu können.

Wir wollen die Tickets gleichmäßiger und gerechter verteilen. Die Reservierungen sind für Sie, als Gast, verbindlich. Alle Reservierungen des Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. haben aber einen Verlosungsvorbehalt.

Das heißt: Wir behalten uns vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Nur wenn Sie kein(e) Ticket/Reservierung bekommen werden Sie benachrichtigt!

Es gelten unsere Spielregeln / Wichtige Hinweise zur Verbindlichkeit von Reservierungen.

 

22. Februar 2020
Samstag

Einlass 19:00
Beginn 20:00

„Begnadet“ ist das Wort, das einem auf den Lippen liegt, wenn man beschreiben möchte, wie Matthias Brandt Literatur vorliest. Als er 2011 zum ersten Mal im Rahmen von Enjoy Jazz die Feuerwachen-Bühne betrat und „Psycho“ von Robert Bloch las, gefror selbst den abgehärteten Mitarbeitern in der letzten Reihe das Blut in den Adern. Wenn Künstler aber die Kunstform wechseln, ruft das manchmal kleine Hauswarte auf den Plan, die immer noch glauben, es gilt: Schuster bleib bei deinen Leisten. Was würde einem da aber entgehen im Leben!

Zum Beispiel der Schriftsteller Matthias Brandt. Sein neues Buch „Blackbird“ erzählt mit warmherziger Leichtigkeit von einem gefährlichen Alter: den Teenagerjahren. Wer Kinder hat oder sich an die eigene Kindheit erinnert, weiß, was das für eine hochriskante Zeit ist, wie man verloren gehen kann in diesen Jahren, was man aushalten muss. Es ist nicht gesagt, dass man sie überlebt und stabil aus ihnen hervorgeht. Matthias Brandt weiß das und erzählt auch so davon. Seine Roman-Jugend spielt in den 1970er Jahren. Mit dem feinen Sinn und Gespür für Ton-Differenzierungen, die man auch von seiner Schauspielkunst kennt, erzählt er von Motte alias Morten Schumacher. 15 Jahre alt ist der erst, aber schon mit Dingen konfrontiert, die man einem 15jährigen nicht wünscht. Dass das Leben kurz sein kann, zum Beispiel. Wie gut, dass es da noch die Liebe gibt. Aber ist es mit der leichter, weniger ernst? Diese Fragen aus jugendlicher Perspektive auszuloten, könnte kitschig werden. Wird es aber nicht, weil Motte den Dingen so mutig ins Gesicht schaut, ihnen mit scharfem Blick und trockenem Witz begegnet. Wie Matthias Brandt das eigentlich hinbekommen hat, danach fragt ihn Wiebke Porombka, Redakteurin beim Deutschlandfunk Kultur in Berlin. Die beiden sind übrigens Werder-Fans. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Veranstaltung wird vom SWR2 aufgezeichnet.