BASF – Sinfoniekonzerte


19. Januar 2017, 20:00 Uhr

Wo: BASF-Feierabendhaus, Leuschnerstraße 47, 67063 Ludwigshafen
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Bitte bestellen Sie die Karten per Mail an basf.konzerte@basf.com oder telefonisch unter 0621-6099911. Das Kartenbüro (und somit die Telefon-Hotline) ist nur Montag, Mittwoch und Freitag von 10 – 13 Uhr sowie am Mittwoch von 14 – 17 Uhr geöffnet. Bitte geben Sie an, dass Sie einen Kulturpass besitzen.

Die Tickets können dann bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse abgeholt werden.

Sergey Malov

Sergey Malov (Violine)
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Dmitri Kitajenko (Dirigent)

Programm:
Darius Milhaud: La Création du Monde
Sergej Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

19.00 Uhr Einführung im Kammermusiksaal von Almut Ochsmann

Russische Ironie

Sergej Prokofjews erstes Violinkonzert ist ein schillerndes Werk zwischen einschmeichelndem Traum und diabolischem Alptraum. Eine Spannung, die Sergey Malov faszinieren dürfte: Der junge russische Geiger und Bratschist liebt das Unkonventionelle. Kompromisslos spielt er Barockmusik wie zeitgenössische Avantgarde; und als Kadenz streut er in seinen Konzerten auch einmal eine aus dem Rahmen fallende Jazzeinlage ein.
Während Prokofjew seine Heimat schon nach der Oktoberrevolution verlassen hatte, blieb Dmitri Schostakowitsch zeitlebens in Russland. Nach dem vernichtenden Artikel „Chaos statt Musik“ in der Tageszeitung „Prawda“ stand Schostakowitsch unter verschärfter Beobachtung des Stalinregimes. Kurzerhand ließ er seine fast vollendete vierte Sinfonie in der Schublade verschwinden und komponierte ein neues Werk. Auffallende Einfachheit und Klassizität prägen seine fünfte Sinfonie, die zudem in einem übertrieben triumphalen Marschfinale endet. Die Aufführung wurde ein Erfolg. Die Ironie dahinter blieb unerkannt. „Was in der Fünften vorgeht, sollte meiner Meinung nach jedem klar sein. Der Jubel ist unter Drohungen erzwungen“, soll Schostakowitsch später gesagt haben.