Capitol / Deutsche Staatsphilharmonie RLP – Modern Times


25. September 2016 · 20:00 Uhr

Wo: Capitol Mannheim
Wie viele: 10 Karten

Sie bestellen telefonisch beim Capitol unter 0621/33 67 333 und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Capitol abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Modern Times 2 – Shakespeare in Love
Nicht nur von Shakespeare inspirierte Unterhaltung auf höchstem Niveau

Ein Abend im Capitol versprühte schon immer nostalgischen Charme: Ab 1927 schnurrten unter der blauen Saalkuppel die Bänder der internationalen Kinoszene im damals größten Filmtheater Deutschlands; das Haus überstand die turbulente Geschichte des 20. Jahrhunderts auf mirakulöse Weise unbeschadet und etablierte sich schließlich seit 1998 als angesagtes Konzerthaus der Metropolregion in historischem Ambiente. Inzwischen hat sich das Capitol zur Kultbühne der regionalen wie internationalen Pop- und Rockszene entwickelt – und seine Schwingtüren mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz für ein renommiertes Orchester geöffnet, das weit über die Region hinaus begeistert. Capitol-Geschäftsführer Thorsten Riehle und der Intendant der Staatsphilharmonie Prof. Michael Kaufmann wissen um das vielfältige Potenzial dieser einzigartigen Kombination. So entstand für die Saison 2016/17 erneut ein genreübergreifendes Programm, das Jazz, Filmmusik und Klassik bunt miteinander verbindet.

Nach der eröffnenden Tour de France unternehmen die Modern Times 2 einen Ausflug nach Großbritannien, anlässlich des 400. Geburtstages seines großen Theaterdichters: With Shakespeare in Love. Das erste „Happy Birthday“ bildet die Bühnenmusik zu dem Maskenspiel The Fairy Queen (Die Elfenkönigin). Hinter ihm verbirgt sich eine Bearbeitung von Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum. Der früh verstorbene englische Barockkomponist Henry Purcell setzte die dramatische Vorlage kurz vor 1700 in Musik um – und schrieb sich damit in das kulturelle Gedächtnis der Menschheit ein. Denn seine Vertonung ist genauso märchenhaft, wie es der Titel verspricht. Nach einer prächtigen, kontrapunktisch gearbeiteten, gleichwohl wunderbar schwebenden Ouvertüre gibt sich Purcell als Vorgänger von Felix Mendelssohn Bartholdy zu erkennen, der mit seiner Sommernachtstraum-Musik gleichfalls die Menschheit verzaubern sollte. Zu den wesentlichen Vorzügen der Moderne gehörte es, sich dem Raunen des Nationalismus zu entziehen, waren ihm doch die beiden Weltkriege geschuldet. Demgemäß üben sich die Modern Times in ebenso epochalen wie internationalen Brückenschlägen. Nicht von ungefähr folgen den Klangzaubereien Purcells Jazzarrangements von Thomas Zoller sowie eine Shakespeare-Adaption von Duke Ellington, der 1956 sein Album „Such Sweet Thunder“ (‚Solch lieblicher Donner’) produzierte, mit dem er sich gleichfalls aufs Shakespeares Sommernachtstraum bezog.

Karl-Heinz Steffens, Dirigent und Klarinette
Jazz and the Philharmonic

Henry Purcell, The Fairy Queen, Suite für Orchester
Duke Ellington, Such Sweet Thunder