Capitol – Graf von Bothmer „Sunrise – A song of two humans“


So, 17. September 2017, 17:00 Uhr

Wo: Capitol Mannheim, Waldhofstr. 2, 68169 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen telefonisch beim Capitol unter 0621/33 67 333 von Montag bis Freitag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr und können Ihre Karte dann dort abholen.

Graf von Bothmer „Sunrise – A song of two humans“

Ein ergreifender Film mit Stummfilmbegleitung

Stephan Graf v. Bothmer füllt mit seinen spektakulären Stummfilm-Konzerten Theater und Konzerthäuser auf fünf Kontinenten. Göttliche Diven, ehrenvolle Gentlemen, skrupellose Ganoven und skurrile Gestalten erstrahlen durch seine Musik in neuem Licht. Seine neu komponierten Filmmusiken voll Dramatik und Leidenschaft ziehen das Publikum direkt in den Film hinein und lassen die Filme erscheinen, als seien sie gerade erst gedreht worden.

Bothmers Konzerte sind Programme mit Musik, Filmen, Live-Filmmusik und Moderation. Neben dem Hauptfilm zeigt er besondere Perlen der Filmgeschichte als Vorfilme. Und er spielt ein Präludium von Rachmaninoff oder Gershwin zur Einstimmung.

Stephan Graf v. Bothmer interpretiert „Sunrise“ live am Flügel. So ergreifend und virtuos, dass das Publikum mitweint, sich verliebt und am Ende voller Erlösung verändert den Saal verlässt.

Ein ergreifender Film über Liebe, Versuchung, das Ringen nach Wahrhaftigkeit, Schuld und Vergebung, unglaublich – geradezu greifbar – dicht gedreht von Altmeister F. W. Murnau. Ein Befreiungsschlag des amerikanischen Erzählkinos. Der Film wurde zu den wichtigsten Filmen aller Zeiten gewählt.

1926 geht Murnau, als einer der erfolgreichsten Regisseure der Stummfilmzeit, nach Amerika und schließt mit dem Produzenten William Fox einen Vier-Jahres-Vertrag ab. Sein erster amerikanischer Film wird SUNRISE nach der Erzählung „Die Reise nach Tilsit“ von Hermann Sudermann. Die stilistische Kontinuität seiner Arbeit wahrt er durch Verpflichtung seines Autors Carl Mayer und des Architekten Rochus Gliese. Ländliche Idylle und lichtdurchflutete Großstadt bilden die optischen Pole des Films. Er hat künstlerisch und finanziell fast unbeschränkte Freiheit.

„Sunrise“ wird von der Kritik begeistert aufgenommen und bei der ersten Oscar-Verleihung mit 3 Academy Awards für die künstlerische Qualität, für die Hauptdarstellerin (Janet Gaynor) und für die Kamera (Charles Rosher, Karl Struss) sowie einer Nominierung für die Ausstattung ausgezeichnet.

Inhalt: Von einer mondänen Großstadtschönheit umspielt, beschließt ein Farmer, seine Frau umzubringen, um sein altes Leben hinter sich zu lassen und in die Stadt zu ziehen. Ein Film so dicht und voller Emotionen, wie es selten ist. [F.W. Murnau, USA 1924]