Angebote aus Jazz



Karlstorbahnhof Heidlberg // Enjoy Jazz – Lucas Niggli Solo


Sonntag, 28. Oktober 2o18, 2o:oo Uhr

Wo: Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Wie viele: 4 Tickets insgesamt über das Kulturparkett verfügbar.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 24. Oktober und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

Enjoy Jazz
So ist es am besten: Keine Entscheidung fällen, einfach machen! Lucas Niggli erzählte mal, dass er – aus einer musikalischen Familie stammend – einfach ins Musikerleben hineingerutscht sei. Und in was für eines: 1968 in Kamerun geboren, hat der Schweizer mit zehn Jahren das Schlagzeug entdeckt, gebannt besonders von den tiefen Trommeln.
Nach dem Abitur hat ihn Pierre Favre unter seine Fittiche genommen, und die Wege der beiden haben sich fortan immer wieder gekreuzt. Favre war ein Weltenöffner: Das Schlagzeug, bewies der, kann ein Solo- und Melodieinstrument sein. Die Erkenntnis hat Niggli beherzigt. Weil er ein unorthodoxer Schlagwerker ist, spannt sich sein Interesse von Neuer Musik bis zu gänzlich freiem Jazz. In diversen Bands hat er Mitstreiter gefunden, die seinen unbeschränkten Ausdrucksdrang teilen. So arbeitet er im Trio Zoom mit Nils Wogram und Philipp Schaufelberger; im Hexen Trio mit Barry Guy und Paul Plimley. Er ist Teil u.a. eines Schlagzeugquartetts. Auf der Bühne stand er mit Fred Frith, John Cale, Peter Kowald, Tom Cora, Irène Schweizer und Phil Minton, um nur ein paar wenige zu nennen.
Auf der jüngsten CD „Alchemia Garden“ ist er aber sein eigenes Orchester, lässt die Drums klingen wie hundert Trommeln, pulsierend, explodierend, um im nächsten Moment feinste Schattierungen und Töne aus dem Fell zu kitzeln. Niggli solo – das ist ein Rhythmus-und-Sound-Rausch.

Alte Feuerwache (MA) – ENJOY JAZZ: Haz’art Trio & Beyond Borders Band


DIENSTAG, 30. OKTOBER 2018, 20 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.

Enjoy Jazz: Haz’art Trio und Beyond Borders Band 

 

Haz’art Trio und Beyond Borders Band entwickeln beide eine eigene Idee vom Zusammenwachsen orientalischer und westlicher Musikkultur. Die enge Verbundenheit der Mitglieder und die intensive Beschäftigung mit der jeweils anderen Kultur machen es möglich, Musik zu schaffen, welche nicht nur Unterschiedliches verbindet, sondern vielmehr beides zu etwas Neuem vereint. Beim Enjoy Jazz Festival wird ein neues musikalisch-filmisches Konzept vorgestellt, bei dem Konzert und Film fließend ineinander übergehen. Es wurde zusammen mit Eduardo Serrano und Klara Hoskova entworfen, welche die Bands seit Beginn filmisch begleiten.

Das Quartett Beyond Borders Band entstand 2011 auf dem Workshop „Orient meets Occident“ beim Festival junger Künstler Bayreuth. Dort trafen Fadhel Boubaker (Oud) aus Tunis, Niko Seibold (Saxophon) und Jonathan Sell (Kontrabass) aus Mannheim erstmals aufeinander. 2013 wurde die Besetzung durch Dominik Fürstberger (Drums) erweitert und das Debütalbum Un Coup de Destin aufgenommen. Zur selben Zeit begannen Fadhel Boubaker, Jonathan Sell und Dominik Fürstberger unter dem Namen Haz’art Trio einen komprimierten, elektro-akustischen Triosound zu entwickeln. Im März 2017 wurde ihr Album Infinite Chase (Vladimir Ivanoff – The Muse Alliance) veröffentlicht.

Die Geschichte der beiden Bands zwischen zwei Kulturen, zwischen Mannheim und Tunis, wird von Eduardo Serrano (Film) und Klara Hoskova (Konzept) erzählt. Der Film beginnt im Jahr der als „Arabischer Frühling“ bekannt gewordenen Jasminrevolution und zeigt eine Geschichte von gemeinsamen Erlebnissen, Freundschaft und der Vertiefung transkultureller Verständigung. Im Zentrum steht die Frage nach kultureller und musikalischer Identität.

Das Konzert am 30.Oktober 2018 auf dem Enjoy Jazz Festival ist zugleich das offizielle CD-Release Konzert des zweiten Albums der Beyond Borders Band: It Just Happens (HOUT Records).

Fadhel Boubaker – Oud
Niko Seibold – Saxophon
Jonathan Sell – Kontrabass
Dominik Fürstberger – Drumset, Percussion, Live Elektronik

Eduardo Serrano – Film, Live Projektion
Klara Hoskova – Film, Konzept

Alte Feuerwache (MA) – St. Paul & The Broken Bones


MITTWOCH, 31. OKTOBER 2018 , 20 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.

Support: The Americans

Anfang des Jahres waren sie im Studio, um die dritte LP aufzunehmen. Ja, wenn es um St. Paul & The Broken Bones geht, darf man gerne von einer Langspielplatte sprechen. Gerade wenn eine Band so weich und analog zu singen, zu spielen und aufzunehmen versteht, wie Paul Janeway und seine Mitmusiker – zumal der Sänger erst bekundete, dass die Schallplatten, die mit den Raumsonden Voyager I und II im interstellaren Raum unterwegs sind, das Coolste seien, von dem er seit Langem gehört habe: „Just the general concept of trying to communicate to extraterrestrials via vinyl records is enough for me.“


Aber zurück in irdische Gefilde: Zusammen mit Browan Lollar (Gitarre), Jesse Phillips (Bass), Andrew Lee (Schlagzeug), Al Gamble (Tasten), Jason Mingledorff (Saxofon), Chad Fisher (Posaune) und Allen Branstetter (Trompete) stellt Janeway die beste Soul-Band unserer Tage. Die Jungs klingen so echt nach altem, schwerem, wahrem Soul, dass man fast vom Glauben abfällt. Eine grandiose Rhythmusgruppe bildet die Grundlage, Bläsersätze sorgen für die Akzente, über allem steht diese unglaubliche Stimme die maßgeblich ist für den einzigartigen Sound der Band. Janeway klingt ganz wie die alten Vorbilder, die er in seiner Kindheit und Jugend  gehört hat als er Gospelsänger in einer Pfingstgemeinde war. Kein Wunder, dass in den Shows der Broken Bones keineswegs nur Originalkompositionen zu hören sind, sondern auch Songs wie „Ninety Nine and a Half“ von Wilson Pickett, „Shake“ von Sam Cooke oder Otis Reddings tiefe Steigerungsballade „Try a Little Tenderness“. Ehrensache auch, dass die beiden bislang produzierten Scheiben „Half The City“ und „Sea Of Noise“ mit analogem Equipment aufgenommen wurden , und das gilt garantiert auch für die kommende Platte.

St. Paul & The Broken Bones ist die Soulband, auf die wir alle lange Jahre gewartet haben – und live reißen sie wirklich alle von den Hockern. Schön, dass sie endlich auch in die Alte Feuerwache kommen!