Archiv der Kategorie: Lesungen

DAI Heidelberg – „Der Gott der Taugenichtse“. Ralph Dutli über Gottfried Keller

Freitag, 19. Juli 2o19, 2o:oo Uhr

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 15. Juli beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 
Zum 200. Geburtstag
Zum 200.Geburtstag Gottfried Kellers liest Ralph Dutli eine persönliche Auswahl seiner Gedichte und Briefe. Die Biographie des Schweizer Dichters, der sich 1848 bis 1850 als „später Student“ in Heidelberg aufhielt, unglücklich verliebt war in Johanna Kapp, Zeuge der Badischen Revolution wurde und die Vorträge des Religionskritikers Ludwig Feuerbach hörte, ist vielfach mit der Stadt Heidelberg verbunden.

Hier hat er 1849 seinen Roman Der grüne Heinrich zu schreiben begonnen, der seinen Weltruhm begründete. Die allererste Sammlung von Kellers Gedichten erschien 1846 in Heidelberg, und die Begegnung mit Feuerbachs Ideen (Bekenntnis zum Diesseits, zur Einmaligkeit des Lebens, Ablehnung der Unsterblichkeit, des Lebens nach dem Tod) hat ihn stark geprägt.

Ralph Dutli, geb. 1954, lebt als freier Autor, Lyriker und Übersetzer in Heidelberg. Er ist Herausgeber u. a. der Ossip-Mandelstam-Gesamtausgabe und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Musikalische Begleitung: Heiko Plank

Heiko Plank, geb. 1964, Komponist, Improvisationsmusiker, virtuoser Instrumentalist auf dem von ihm entwickelten und gebauten elektro-akustischen Saiteninstrument „plank“.

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz – Musikalische Lesung „Der Künstler muss sein Leben genau einteilen“

So, 07. Juli 2019, 11:00 Uhr

Wo:  Speyer, Historischer Ratssaal
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren ab 3 Wochen vor dem jeweiligen Konzert beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) ca. 7 Tage vor dem Konzert abholen.
Die Eintrittskarten der Staatsphilharmonie beinhalten ein VRN-Kombiticket!
D.h. sie berechtigen am Veranstaltungstag bis zum darauf folgenden Tag 3:00 Uhr zur Fahrt mit allen Bussen, Straßenbahnen und freigegebenen Zügen (DB: RE, RB und S-Bahn jeweils in der 2. Klasse) im VRN.

 

Musikalische Lesung „Der Künstler muss sein Leben genau einteilen“

Memoiren eines „Gedächtnislosen“ und Möbelmusik von Erik Satie

Musikalische Lesung mit
Alishia Funken, Gesang
Kai Adomeit, Klavier
Matthias Folz, Sprecher

Da schießen wir uns doch einfach mal mit der Time Machine zurück in die Zeit um die Jahrhundertwende: Es war, als ERIC SATIE lebte und komponierte eine Zeit des Verfalls, der Décadence, des Fin de siècle. Systeme bröckelten. Sinn wurde brüchig. Große Formen in der Kunst verkamen zu schwülstigen Posen. Und SATIE, der später für Picasso Ballettmusik schrieb, auf die sich die Avantgarde unseres Jahrhunderts berief, entschied sich für scharfzüngige Clownerie.zur Anti-Exstase. Sein Pathos ist das Pathos der schönen Absurdität und das klingt, wenn es auf die Tasten gezaubert wird so heimelig und seelenvoll, daß man über den Witz weinen und über die Tränen witzeln möchte.
„… Aber ich frage mich, warum wir Musiker in eine staatliche Ausbildung gezwungen werden, während die Maler und Literaten die Freiheit genießen, sich zu bilden, wo und wie immer sie wollen.“
„Wir wollen nun eine Musik einführen, die die nützlichen Bedürfnisse befriedigt. Die Kunst gehört nicht zu diesen Bedürfnissen. Die Möbelmusik erzeugt Schwingungen, sie hat kein weiteres Ziel. Sie erfüllt die gleiche Rolle wie das Licht, die Wärme und der Komfort in jeder Form… Schlafen Sie nicht ein, ohne ein Stück der Möbelmusik angehört zu haben, oder Sie werden schlecht schlafen.“
Jean Cocteau schrieb: „Das Werk von Satie ist winzig klein wie ein Schlüsselloch, aber sobald man ihm mit dem Auge oder dem Ohr näher kommt, ändert sich alles.“

 

DAI Heidelberg – Ulf Stolterfoht: 20 Jahre fachsprachen

Freitag, 5. Juli 2o19, 2o:oo Uhr

Wo: Deutsch-Amerikanisches Institut, Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis zum 1. Juli beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

 
20 Jahre fachsprachen. Lesung im Rahmen der Poetikdozentur
„Alles in allem der womöglich ambitionierteste Versuch, Unfug und Fug unter einen Hut zu bekommen“ (Artur Verweyser in Syndikalismus jetzt!)

Die fachsprachen in neuem Gewand: Ulf Stolterfoht bleibt mit der Zahlenmystik und der äußeren Form ganz in der Tradition seiner erfolgreichen Reihe. Und doch kommt der neue Band ganz anders daher: lyrische und nicht mehr tatsächliche Fach- und Sondersprachen, also Gedichte von Hans Arp, Kurt Pinthus oder Oskar Pastior bilden die Basis der Texte von Ulf Stolterfoht.

Ulf Stolterfohlt bekleidet die Poetikdozentur 2019 an der Universität Heidelberg.

Zwischen 1998 und 2018 hat der Lyriker Ulf Stolterfoht fünf Bände seines auf neun Bände angelegten Langzeitprojekts „fachsprachen“ herausgebracht.

Moderation: Prof. Dr. Andrea Albrecht und Jens Krumeich

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und der Stadt Heidelberg