Archiv der Kategorie: Mannheim

theater/haus G7 – Das Hungerhaus


FR, 29. September 2017, 20 Uhr

Wotheater/haus G7, G7 4b, 68159 Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44 599 550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse abholen.

Schauspiel, Performance, Installation

Das Hungerhaus (UA)

Hunger ist eine Katastrophe.
Hunger ist ein Mittel zum Machterhalt.
Hunger ist Not. Hunger ist Protest.
Und Hunger ist alltäglich.

Bei Hunger handelt es sich um ein physisches, soziales, gesellschafts-politisches, geschichtswissenschaftliches, psychologisches aber auch wirtschaftliches Phänomen, das je nach Betrachtungsweise unterschiedlich dargestellt werden kann.

Hunger ist das physiologische Verlangen nach Nahrungsaufnahme.

Hunger ist Teil der Triebsteuerung des Menschen.

Hunger wird unterschieden in zwei Arten: akuten und chronischen Hunger.

Hunger betrifft weltweit rund 800 Millionen Menschen.

Hunger wird beschrieben als das Gefühl, das durch das Bedürfnis zu essen hervorgerufen wird.

Hunger bezeichnet sowohl eine alltägliche subjektiv wahrgenommene körperliche Empfindung, als auch den existentiellen Mangel an Nahrung.

Sieben Künstlerteams aus unterschiedlichen Disziplinen und Sparten treten nun bei uns im Theaterhaus G7 zur künstlerischen Analyse an. Und bauen gemeinsam einen theatralen Parcours durch das Theaterhaus. Unter anderem von und mit Thomas Depryck, Hanneke Paauwe, Maren Kaun, Peter Klein, Kollektiv Positron, Jessica Weisskirchen, Angelika Baumgartner und Anna Peschke.

Mit freundlicher Unterstützung von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stiftung LBBW und GBG Mannheim.

Alte Feuerwache – DISKO ESPERANTO


Fr, 29. SEPTEMBER 2017, 22:00 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie können direkt bei der Alten Feuerwache reservieren (telefonisch unter 0621/293 92 81) und Ihr Ticket dann unter Vorlage des Kulturpasses an der Abendkasse abholen.

DISKO ESPERANTO

Live: Jewish Monkeys

Die Jewish Monkeys sind Meister im Spiel mit Identitäten, Ritter des Absurden, Musiker und Komödianten, die eine mitreißende Show liefern. Gerne brechen sie ethnisch-religiöse Tabus und holen zu satirischen Befreiungsschlägen aus. Ihre neo-jiddische Klangfusion pendelt zwischen zirkushaftem Chanson und punkig-energetischem Pop, die Sprache zwischen Englisch und Jiddisch.

Gegründet wurden die Jewish Monkeys von Jossi Reich und Roni Boiko, zwei ehemaligen Chorknaben der Frankfurter Westend-Synagoge, die mehr als ein Vierteljahrhundert später in ihrer neuen israelischen Heimat einen ähnlich Verrückten trafen, Gael Zaidner. Mit Hilfe des renommierten Theater-, Ballett- und Filmmusikkomponisten Ran Bagno (Akkordeon, Keyboards) fassten sie ihre Ideen in Musik. Andere Musiker, u.a. von der Middle-Eastern-Surfband Boom Pam, halfen ein Album einzuspielen, das gerade auch bei der deutschen Presse mit hymnischen Kritiken gefeiert wurde. „Mania Regressia“ drückt schon im Titel den Hintersinn der Tel Aviver Affen aus. Der Bassist und Betreiber des Tel Aviver Underground-Clubs „Tahat“ Yoli Baum kam an Bord und baute eine Liveband auf. In der aktuellen Formation sitzt Henry „The Rose“ Vered am Schlagzeug, der Hardrock wie Jazz versiert ist. Gitarrist Omer Hershman – auch er ein angesehener Produzent sowie Mitglied der Indieband „Panic Ensemble“ – driftet mit seiner Gitarre schon seit jeher in die Richtung rockiger Zirkus- und Kabarettmusik. Ein Powerhaus ganz anderer Art ist Posaunist Moran Baron – von Jazz bis Funk ist ihm nichts fremd und die wichtigsten israelischen Rock- und Pop- Ensembles stehen bei ihm Schlange, damit er ihren Alben seinen goldenen Touch verpasst!

Live Roller Derby: Rhein-Neckar Delta Quads vs. Demolition Derby Dolls Hannover


Sa, 30.09.2017, 18:00 Uhr

Wo: Eisstadion am Friedrichspark, Mannheim
Wie viele: 15 Karten Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte im Kulturparkett-Laden in S 3,12 abholen.

Rhein-Neckar Delta Quads
Einlass ist ab 17:00, Anpfiff um 18:00.

Was ist Rollerderby?
Roller Derby ist ein rasanter Vollkontaktsport, der auf klassischen Rollschuhen (auch: Quad-Skates) ausgetragen wird. Der Sport nahm seinen Anfang in den amerikanischen Ausdauerrennen der 20er Jahre und erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt in den 70er Jahren. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts zu einem reinen Schausport verkommen, der nach Drehbuch gespielt wurde und eher auf Unterhaltung getrimmt war, als sich als Sport zu verstehen, markiert 2001 die Geburtsstunde des modernen Roller Derby in Austin, Texas. Heute gehört Roller Derby zu den am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit.

Matthäuskirche – VIVA VOCE – Ein Stück des Weges


Sa, 30. September 2017, 20.00 Uhr

Wo: Matthäuskirche, Rheingoldstraße 32, 68199 Mannheim

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Beginn: 20.00 Uhr, Saalöffnung: 19.00 Uhr

VIVA VOCE – Ein Stück des Weges

Sonderkonzert zum Reformationsjubiläum

VIVA VOCE hat das Reformationsjubiläum 2017 zum Anlass genommen, ein neues, für Kirchen konzipiertes Programm zu erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf der Begegnung von Mensch, Raum und Musik. Die Spielorte sind Kirchen wie auch historische Denkmäler, die seit jeher mit spirituellen Erfahrungen verknüpft sind und durch eine besondere Akustik bestechen.

Das Programm greift diese besondere Stimmung der Sakralräume auf und lädt den Zuhörer zu einer Reise durch musikalische Genres und Epochen ein. Leicht und nachdenklich, heiter und gehaltvoll, geistlich und weltlich sind hier keine Gegensätze. Songs der legendären Beatles finden ebenso ihren Platz wie Gospels und Spirituals aus dem afro-amerikanischen Kulturraum; Cover-Versionen von Chart-Hits rangieren gleichberechtigt neben erfolgreichen Eigenkompositionen von VIVA VOCE. Auch wenn die „Band ohne Instrumente“ neue musikalische Wege beschreitet, bekommt der Zuhörer das, was er von VIVA VOCE erwarten darf: höchste Musikalität, grandiose Unterhaltung, professionelle Gesangskunst und eine gehörige Portion Gänsehautfeeling!

David Lugert, Jörg Schwartzmanns, Mateusz Phouthavong, Bastian Hupfer und Heiko Benjes stammen aus der geistlichen Chorknaben-Tradition des Windsbacher Knabenchores. Bei der Erarbeitung des Programmes „Ein Stück des Weges“ kehren sie erstmals ganz bewusst zu ihren Wurzeln zurück. In über 15 Jahren als VIVA VOCE haben sich die Sänger frei geschwommen und sich als eigenständige Musiker etabliert. Der selbst geschaffene Musikstil „Vox-Pop“ ist inzwischen in der A Cappella Szene legendär.

 

NTM – Un ballo in maschera (Ein Maskenball)


So, 01.10.2017, 19.00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Un ballo in maschera (Ein Maskenball)

Von Giuseppe Verdi

Lügen und Verschwörungspläne umgeben Gustavo. Sein bester Freund Anckarström warnt ihn vergebens, denn der sich beim Volk sehr beliebt wähnende König will die drohende Gefahr nicht wahrhaben. Gustavos Page Oscar bringt die Namensliste zum bevorstehenden Maskenball. Als er den Namen Amelias, der Frau Anckarström, liest, gerät er ins Schwärmen. Auch Amelia liebt Gustavo, doch möchte sie sich mit Rücksicht auf den Ehemann ihre wahren Gefühle – die verbotene Liebe – von einer Wahrsagerin austreiben lassen. Dies klappt natürlich nicht. Die unkontrollierbaren Gefühle machen die Katastrophe unausweichlich. Auch Verstellung und Maskierung können Gustavo auf dem Maskenball im eigenen Hause nicht mehr vor der Rache seines einstigen Freundes bewahren.

Die Geschichte von der Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. durch den Grafen Anckarström auf einem Maskenball im Jahre 1792 – übrigens historisch verbürgt – ist für Verdi der geeignete Stoff für eine Oper, in der er eine neue Opernästhetik entwickelt: Elemente des italienischen Melodramma verbinden sich hier mit der französischen Opéra-comique und verleihen dem Werk eine singuläre Stellung in Verdis Schaffen.

Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, inkl. einer Pause

2. Mannheim-Diversity-World-Cup


So, 01.10.2017, 11.00 bis 22.00 Uhr

Wo: Eisstadion am Friedrichspark – Bismarckstraße 6- 68161 Mannheim
Wie viel: Eintritt frei! Zuschauer und Fans sind herzlich willkommen!

2. MaDiWo-Cup (Mannheim-Diversity-Cup)

Es ist wieder soweit, der 2. Mannheim-Diversity-World-Cup steht an. Mannschaften (6+1 auf kleinem Feld) aus den Flüchtlingsunterkünften und aus der Stadt sind herzlich eingeladen. Livemusik auf der Diversity-Party u.a. von „Sprengler & Friends“ und „Ehis und Emmanuel“.

Musikalische Akademie des NTO Mannheim – Ingo Metzmacher, Dirigent – Benedict Kloeckner, Violoncello


Mo, 02. Oktober 2017, 20 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: 30 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Einführungsgespräch jeweils um 19:15 Uhr, Mozartsaal

Richard Wagner
Vorspiel zum 1. Akt aus Die Meistersinger von Nürnberg

Paul Hindemith
Kammermusik Nr. 3 op. 36 Nr. 2 (Cellokonzert)

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 Leningrader

Die Exfrau: will Unterhalt, die Geliebte: schwanger von einem anderen, die letzte Oper: gefloppt, die Finanzen: ein Desaster, der Magen: leer–und was tut Richard Wagner? Schreibt eine komische Oper! So bezeichnet er seine Meistersinger von Nürnberg, die ja doch viel mehr als bloß komisch sind: groß und kleinlich, klug und dumm, brachial und zart, aber vor allem, vom ersten Ton des grandiosen Vorspiels an, ganz und gar deutsch, im guten wie schlechten Sinn… „Die Meistersinger“, schreibt Adorno, „sind das größte Zeugnis des wagnerschen Bewusstseins von sich selbst.“

Hindemiths Kleine Kammermusik Nr. 3 aus dem Jahr der Neuen Sachlichkeit 1925 ist eigentlich gar keine Kammermusik, eher ein virtuoses Konzert für Solocello und zehn Instrumente. Das Cello ist Primus inter Pares, aber im vielstimmigen Geplauder dieser ironiebegabten Musik kommen alle mal zu Wort–Brandenburgisches Konzert à la Hindemith!

Die Geschichte der Leningrader Symphonie ist ein Roman: wie Dmitri Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache im von der Wehrmacht umzingelten, ausgehungerten Leningrad ausharrte und zwischen seinen Rettungseinsätzen an dieser aufwühlenden siebten Symphonie komponierte. In der dann jedermann nur die deutschen Truppen einmarschieren hörte–in Wahrheit war diese Symphonie mit ihrer mal grell-grotesken, mal verzweifelt-innigen Musiksprache als viel umfassendere Anklage gemeint, gegen Diktatur und Faschismus überall, auch in Stalins Sowjetreich. Und zugleich als flammendes Plädoyer für das Individuum: „Das wichtigste Objekt der Kunst aber bleibt der Mensch“, so Schostakowitsch.

Wagner und das 20. Jahrhundert: keine Gegensätze für einen wie Ingo Metzmacher,
der, wo immer er am Pult steht, das Moderne in der Musik aufspürt und zum Erlebnis macht. Nach Mannheim bringt er ein aufregendes Programm mit– und den jungen, mit Preisen überhäuften Ausnahme-Cellisten Benedict Kloeckner, der mit seinem hochemotionalen
Spiel schon Altmeister wie Daniel Barenboim oder Christoph Eschenbach zum Schwärmen
brachte.

Kulturbrücken Jungbusch – OOZ Band


Mo, 02. Oktober 2017, 20.00 Uhr

Wo: Kulturbrücken Jungbusch, Werftstr. 4, 68159 Mannheim

Sie zeigen Ihren Kulturpass an der Abendkasse vor und erhalten freien Eintritt.

OOZ Band

Gerade weil der Élysée damals bei der Wiedervereingung Deutschland große Bauchschmerzen hatte, möchten wir nun mit einer Band aus dem Land unseres ehemaligen“Erzfeindes“ in der „Tag der Deutschen Einheit“ hineinfeiern. Dresscode: Schwarz, Rot, Gold, blau und weiß…..

https://www.youtube.com/watch?v=WvipoUR7U0Y
https://www.youtube.com/watch?v=-20e5b-Egkk

“ The musicians of the oozband landed for the first time in Mannheim! Klaxophonéthique drumming-brass brazilistique, groove, rockreol and all the balkabric to jah’zz, welcome in the crazy world of OOZBAND! Brass, leather, helmets, compositions with many festive influences and current music, the trip is guaranteed. OOZ BAND is a crazy brass band composed of eights sounding adventurers, losting in our world, searching the “ ouinieme element “ to fix theur ship! The band plays only original compositions, mixing funk, jazz, hip hop, rock steady and Balkan music with choreographies which come from another world, their costumes come straight from Stanley Kubrick movies. So, be prepared to enter in the universe of … OOOZZ BAANNND !!

Klaxophonéthique drumming-brass brazilistique Groove machins, rockréol et tout le balkabric à jah’zz.
De la brigolade, du langagement, c’est l’amusique manifestive!
Des Cuivres, du Cuir, des Casques, du Clown, des compositions aux multiples influences qui garantissent un voyage sonore d’un groove d’extérieur enfermé dehors!
Soyez prêts à vous OOZmerger dans l’univers du…….. OOOOOOOZZZZ BAANNND!!!

Fanfare morbihano-rennaise déjantée composée de huit aventuriers sonores, partie à la recherche du „Ouinième Element“, le OOZBAND ne joue que des compositions originales, mélangeant funk, jazz, hip hop groove et musiques de l’est avec des chorégraphies venues d’un autre monde et des costumes sortant tout droit d’un film de Stanley Kubrick.

http://oozband.free.fr/
https://www.facebook.com/oozband/

 

NTM – Gesicht der Nacht


Di, 03.10.2017, 19.30 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Oberen Foyer

Gesicht der Nacht
Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss

Für den neuen Tanzabend Gesicht der Nacht hat Stephan Thoss seine 2010 in Wiesbaden uraufgeführte Choreografie Nightbook neu bearbeitet und um einige Szenen erweitert. Inspiriert von den rätselhaften Bildern des belgischen Malers René Magritte lässt Thoss in Nightbook Bild, Tanz und Film ineinander übergehen. Das Stück kreist um künstlerische Inspiration und Kreativität und handelt von einer Schriftstellerin, die unzählige Figuren und Geschichten erfunden hat. In der Nacht erwacht dieses Archiv der fragmentarischen Kurzgeschichten zum Leben, erst in Form filmischer Bilder auf einer Leinwand und dann getanzt im dreidimensionalen Raum. In surrealen Situationen spielt die Choreografie mit der Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit und lässt das Kino der Träume lebendig werden.

Daneben hat der isländische Tänzer und Choreograf Frank Fannar Pedersen, von der Zeitschrift tanz als »Hoffnungsträger des Tanzes 2015« ausgezeichnet, eine Uraufführung für die Mannheimer Compagnie kreiert. Var kommt aus dem Isländischen und bedeutet „war“, gewesen sein. Pedersen sieht die menschliche Existenz als eine andauernde Reise. Jeder hat eine individuelle Vergangenheit, die einen immer wieder einholt, seine Träume bestimmt und die Zukunft prägt. Aber woher wir auch kommen und wohin es den Einzelnen treiben wird, egal wie verschieden wir sind, etwas teilen wir doch, nämlich das Hier und Jetzt, den gerade währenden Moment. Wir teilen die Gegenwart. Zur Musik seiner beiden Landsmänner Jóhann Jóhannsson und Sigur Rós verleiht Pedersen dieser Thematik in stimmungsvollen und gleichzeitig nachdenklichen Bildern körperlichen Ausdruck.

Musikalische Akademie des NTO Mannheim – Ingo Metzmacher, Dirigent – Benedict Kloeckner, Violoncello


Di, 03. Oktober 2017, 20 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Einführungsgespräch jeweils um 19:15 Uhr, Mozartsaal

Richard Wagner
Vorspiel zum 1. Akt aus Die Meistersinger von Nürnberg

Paul Hindemith
Kammermusik Nr. 3 op. 36 Nr. 2 (Cellokonzert)

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 Leningrader

Die Exfrau: will Unterhalt, die Geliebte: schwanger von einem anderen, die letzte Oper: gefloppt, die Finanzen: ein Desaster, der Magen: leer–und was tut Richard Wagner? Schreibt eine komische Oper! So bezeichnet er seine Meistersinger von Nürnberg, die ja doch viel mehr als bloß komisch sind: groß und kleinlich, klug und dumm, brachial und zart, aber vor allem, vom ersten Ton des grandiosen Vorspiels an, ganz und gar deutsch, im guten wie schlechten Sinn… „Die Meistersinger“, schreibt Adorno, „sind das größte Zeugnis des wagnerschen Bewusstseins von sich selbst.“

Hindemiths Kleine Kammermusik Nr. 3 aus dem Jahr der Neuen Sachlichkeit 1925 ist eigentlich gar keine Kammermusik, eher ein virtuoses Konzert für Solocello und zehn Instrumente. Das Cello ist Primus inter Pares, aber im vielstimmigen Geplauder dieser ironiebegabten Musik kommen alle mal zu Wort–Brandenburgisches Konzert à la Hindemith!

Die Geschichte der Leningrader Symphonie ist ein Roman: wie Dmitri Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache im von der Wehrmacht umzingelten, ausgehungerten Leningrad ausharrte und zwischen seinen Rettungseinsätzen an dieser aufwühlenden siebten Symphonie komponierte. In der dann jedermann nur die deutschen Truppen einmarschieren hörte–in Wahrheit war diese Symphonie mit ihrer mal grell-grotesken, mal verzweifelt-innigen Musiksprache als viel umfassendere Anklage gemeint, gegen Diktatur und Faschismus überall, auch in Stalins Sowjetreich. Und zugleich als flammendes Plädoyer für das Individuum: „Das wichtigste Objekt der Kunst aber bleibt der Mensch“, so Schostakowitsch.

Wagner und das 20. Jahrhundert: keine Gegensätze für einen wie Ingo Metzmacher,
der, wo immer er am Pult steht, das Moderne in der Musik aufspürt und zum Erlebnis macht. Nach Mannheim bringt er ein aufregendes Programm mit– und den jungen, mit Preisen überhäuften Ausnahme-Cellisten Benedict Kloeckner, der mit seinem hochemotionalen
Spiel schon Altmeister wie Daniel Barenboim oder Christoph Eschenbach zum Schwärmen
brachte.

Planetarium Mannheim – Der Sternenhimmel im Herbst


Do, 5. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Wo: Planetarium Mannheim, Wilhelm-Varnholt-Allee 1 (Europaplatz), 68165 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) abholen.

Der Sternenhimmel im Herbst

Offene Sternhaufen sind Gruppen von meist einigen Dutzend bis einigen Hundert Sternen. Es gibt aber auch Ausreißer. So hat man im Zentrum der Milchstraße ein Objekt mit etwa 15.000 Sternen gefunden, die astronomisch gesehen auch noch sehr jung sind. Die Erforschung offener Sternhaufen ist für die Astronomen von großer Bedeutung, denn mit ihrer Hilfe lässt sich viel über das Leben der Sterne lernen. Der Vortrag stellt einige besonders interessante Objekte vor.

NTM – Wie werde ich reich und glücklich?


Fr, 06.10.2017, 19.30 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Wie werde ich reich und glücklich?
Mischa Spoliansky

Eine dünne Broschüre flattert beim arbeitslosen Kibis in die Mansarde: Wie werde ich reich und glücklich? Mit nur drei Anweisungen verwandelt sie sein gescheitertes Leben von Grund auf.

Es ist ein utopisches Gedankenspiel, das Felix Joachimson 1930 als Kursus in zehn Abteilungenverfasste – und der Chanson-Komponist Mischa Spoliansky vertonte die schönsten Momente daraus. Die Kabarettrevue über den Aufstieg des Hochstaplers Kibis im Berlin der Weltwirtschaftskrise war ein Riesenerfolg und wurde nach kurzer Zeit verfilmt. Doch weder bei Youtube noch im Bundesfilmarchiv lässt sich der Revuefilm heutzutage auftreiben.

Die multimedial arbeitende Hamburger Musiktheatergruppe KOMMANDO HIMMELFAHRT (Jan Dvořák/Thomas Fiedler/Julia Warnemünde) nimmt sich dieser Lücke in der deutschen Filmografie an und rekonstruiert vor den Augen des Publikums eine Komödie, die in ihrer Respektlosigkeit von heute sein könnte und zugleich den Charme der Zwanziger atmet. Was wird das Ergebnis sein? Ein Massenexperiment? Rasante Dreharbeiten? Musikalische Lebensberatung? – Bestenfalls all das gleichzeitig. Ansonsten zumindest sehr, sehr lustig.

Dauer: ca. 2 Stunden
Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.