Angebote aus Oper



Nationaltheater (MA) – Vespertine | Björks Popalbum als Oper


Do, 5. Juli 2018, 19:30 Uhr (19 Uhr Kurzeinführung)

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Vespertine

Björk/Hotel Pro Forma

Björk – die isländische Gesamtkünstlerin gehört zu den experimentierfreudigsten Popmusikern unserer Zeit. Inspiriert von der Clubmusik der 90er, erforscht sie elektronische Klangwelten, die sie mit klassischen Instrumenten, Chören oder sogar isländischer Volksmusik kombiniert. Eine ihrer schönsten Platten haben wir für die Opernbühne entdeckt: Vespertine aus dem Jahr 2001. Mit zarten Glockenklängen, Harfen und den Sounds von Alltagsgegenständen entspinnt sie eine intime Welt, die sich immer wieder zu den epischen Klängen eines großen Orchesters öffnet. Björks unverwechselbare Stimme verwandelt sich am Nationaltheater in ein brillantes Ensemble von Opernsängerinnen und -sängern sowie Kinder- und Frauenchor.

Vespertine handelt von den Freuden und Ängsten einer neuen, heftigen Liebe – von rauschhaften, erotischen Zuständen, in denen man sich zugleich vor Enge und Abhängigkeit fürchtet. Aus einer bewusst weiblichen Sicht werden Fragen an Körper, Gefühl und Natur gestellt. Regisseurin Kirsten Dehlholm und ihre Künstlergruppe Hotel Pro Forma stehen für wirkungsstarkes Bildertheater. Charakteristisch für die Gruppe ist ihr konzeptueller und ästhetischer Zugriff, der weniger in Theatertraditionen als in Bildender Kunst und Musik verankert ist. Damit hat Hotel Pro Forma international Theatergeschichte geschrieben, und Dehlholm wird als eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen Dänemarks verehrt.

Hotel Pro Forma findet für Björks außergewöhnliche Verschränkung von erotischer Beichte, mystischer Naturverbundenheit und dem Interesse für Wissenschaft beeindruckende, surreale Bildwelten. So wird Vespertine zugleich psychologische Studie und Weltschöpfungsmythos.

Nationaltheater (MA) – My Fair Lady


Do, 21. Juni und Fr, 6. Juli 2018, 19 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Oper
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

My Fair Lady

Frederick Loewe

Eigentlich will Eliza Doolittle durch den Sprachunterricht bei Professor Higgins nur ihren lästigen Akzent loswerden, um den Sprung von der Straßenverkäuferin zur ehrenwerten Angestellten eines Blumenladens zu schaffen. Doch der ganz von sich und seinen Fähigkeiten überzeugte Higgins nutzt die Chance zum Experiment am lebenden Objekt: in seiner Hybris will er aus Eliza eine Lady nach seinem Bilde formen und die mit Oberst Pickering abgeschlossene Wette ist nur der geeignete Vorwand für seine berserkerhaften Methoden. Doch Higgins hat die Rechnung ohne Eliza gemacht, die ihn mit seinen eigenen Waffen schlägt – der guten Erziehung …

Mit My Fair Lady gelang Frederick Loewe und seinem Librettisten Alan Jay Lerner 1956 ein Glanzsstück, der das Werk bis heute zum wohl erfolgreichsten Musical aller Zeiten macht. Das Geheimnis dieses Erfolges liegt neben einer Fülle musikalischer Ideen – kaum einem anderen Musical entstammen so viele Songs, die bis heute als Klassiker gelten – im behutsamen Umgang mit der literarischen Vorlage: dem Autorenduo gelang eine musicalgerechte Adaption von George Bernard Shaws Pygmalion ohne auf die für das Musical so ungewohnte ironische Schärfe Shaws zu verzichten oder die Brisanz des Themas zu vernachlässigen. Elizas Geschichte ist die ihrer Auflehnung und ihres Ringens um Selbstbehauptung. Fast beiläufig erzählt sie von einer unmöglichen Liebe, die so alt ist wie das abendländische Bewusstsein: der zwischen Pygmalion und der von ihm erschaffenen Statue Galatea.