Archiv der Kategorie: Schauspiel

Offener Kulturtreff im Kulturparkett

Feitag, 8. Feburar 2019, 16-19 Uhr

Jeden Freitag findet im Kulturparkett der Offene Kulturtreff statt.

Sie sind herzlich willkommen, Fragen rund um den Kulturpass zu stellen, sich zum aktuellen Kulturprogramm zu informieren, über Ihre Erlebnisse zu berichten und in Kontakt zu anderen Gästen zu kommen.

Besuchen Sie uns in S3,12 !

Nationaltheater (MA) – Der Steppenwolf (nach Hermann Hesse)

Do, 31. Oktober 2019, 19:30 Uhr (Kurzeinführung 19 Uhr)

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Schauspielhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Die Tickets des NTM haben nun den VRN-Button(VRN Kombi Ticket). Dies ermöglicht die kostenfreie Hin- und Rückfahrt zur NTM-Veranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmittel.

Reservierungsanfragen richten Sie bitte spätestens bis zum 14.10. ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621 44599550

Abholung der Karten:
Ihre Karte bekommen Sie direkt an der Abendkasse im Nationaltheater. Bitte kommen Sie frühzeitig.

Falls Sie in Heidelberg, Schwetzingen und Speyer wohnen können Tickets zugesendet werden, damit die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem VRN-Button möglich ist. Das funktioniert wenn Sie bei der Reservierung Ihre Adresse angeben!

Bei einigen Veranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Es freut uns Ihnen ein so umfangreiches Veranstaltungsprogramm bieten zu können.

Wir wollen die Tickets gleichmäßiger und gerechter verteilen. Die Reservierungen sind für Sie, als Gast, verbindlich. Alle Reservierungen des Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. haben aber einen Verlosungsvorbehalt.

Das heißt: Wir behalten uns vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Nur wenn Sie kein(e) Ticket/Reservierung bekommen werden Sie benachrichtigt!

Es gelten unsere Spielregeln / Wichtige Hinweise zur Verbindlichkeit von Reservierungen.

Der Steppenwolf

nach dem Roman von Hermann Hesse

Premiere: Mi, 23. Januar 2019
Für die Bühne eingerichtet von Joachim Lux

Mit 47 Jahren plant Harry Haller, sich an seinem 50. Geburtstag das Leben zu nehmen. Er sehnt sich nach einem bürgerlichen Leben, das er gleichzeitig verachtet. Trotz seiner hohen Bildung hat er sich in die soziale Isolation begeben und dem Glauben, der Moral und den Sitten den Rücken gekehrt. In der Isolation findet er sein eigenes »Ich« und merkt, dass in ihm zwei Wesen wohnen: Harry, der angesehene Mensch, der Autor, Denker und Kritiker und: der »Steppenwolf«, der seine nicht ausgelebten Leidenschaften und aufgestauten Instinkte verkörpert. Harry versinkt zusehends im Sumpf seiner Einsamkeit, da er sich seiner Umgebung nicht mitteilen und nicht mehr anpassen kann. Bis er Hermine begegnet und das Magische Theater entdeckt. Zwischen Traum und Realität lernt er dort nicht nur eine neue Sinnlichkeit, sondern auch ihm bisher verborgen gebliebene Facetten seiner Persönlichkeit kennen.

Hesses bereits 1927 entstandener Roman avancierte zum Kultbuch der Studentenbewegung der 68er-Jahre und ist bis heute einzigartig in seiner Verbindung von Gesellschaftskritik und der Erforschung der zerrissenen menschlichen Seele.

Regisseur Dominik Günther arbeitete u. a. am Thalia Theater Hamburg, Theater Erlangen, Landestheater Tübingen und am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildnerin Sandra Fox übersetzt er den Roman als eine große Selbstsuche auf die Bühne des Studio Werkhaus – und als Kampf der verschiedenen Gehirnareale um die Vorherrschaft in Harry Haller. Der Sternenhimmel seiner »tausend Seelen« sind die verschiedenen Teile seines Gehirns, die mit ihm Zwiesprache halten, ihn beeinflussen, vor sich hertreiben oder auffangen.

Dauer: 1 Stunde und 40 Minuten; keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Theater im Pfalzbau(LU): König Lear

Sonntag 27.10.2019 18:00 Uhr

Theater im Pfalzbau(LU):

5 Karten stehen für die Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

Reservieren Sie bis zum 20. Oktober 2019 19 Uhr

Bei Interesse können Kulturpassinhaber Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon anmelden:

(info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. behält sich vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Die Tickets erhalten Sie an der Abendkasse.

Falls Sie kein(e) Ticket/Reservierung bekommen werden Sie benachrichtigt.

Schauspiel

König Lear

von William Shakespeare

Dass alternde Menschen die Gegenwart mit Verwunderung, sogar mit Verstörung wahrnehmen, ist kein neues Phänomen. Zeiten ändern sich, und nicht alle möchten bis zum letzten Moment Schritt halten. Momentan aber dreht sich die Welt so schnell, ist der Fortschritt so rasant, dass man kein Greis sein muss, um sich alt zu fühlen. Es ist dieser Moment von Überforderung in einer hochkomplexen, unübersichtlichen Welt, den Karin Beier ausgerechnet in einem über 400 Jahre alten Stück aufspürt.

König Lear erzählt von einem missglückten Generationenwechsel. Der alte Herrscher versteht nicht mehr, was um ihn herum vorgeht und versucht in einem verzweifelten, irrationalen Akt einen Rest von Stabilität wiederzugewinnen. Er will sein Reich zu gleichen Teilen seinen drei Töchtern vermachen, dafür sollen sie ihm glaubhaft versichern, wie sehr sie ihn lieben. Zweien gelingt das, aber ausgerechnet die Lieblingstochter verweigert das taktische Kalkül. Dafür wird sie bitter bestraft, und eine irrwitzige Tragödie nimmt ihren Lauf.

Edgar Selges König Lear denkt und handelt aus einer heutigen Perspektive. Selge spielt einen modernen Mann, der nicht begreifen will, dass seine Parameter nicht mehr funktionieren. Seinen Bedeutungsverlust verkraftet er nicht und flüchtet in eine Scheinwelt, aus der es kein Entrinnen gibt. Karin Beiers hochaktuelle Inszenierung wirft viele Fragen an unsere unerbittliche Zeit auf, deren Entwicklungen für Viele nicht mehr fassbar sind.

Der feingliedrige, feinnervige Edgar Selge, schon phänotypisch kein gravitätischer Wucht- und Machtmensch – und beileibe kein Bilderbuch-Lear – spielt ihn so federnd und schlenkernd agil, wie er selber mit seinen 70 Jahren noch ist.
Süddeutsche Zeitung

Karin Beier ist seit 2013 Intendantin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Ihre beachtliche Karriere als Regisseurin begann sie mit innovativen Shakespeare-Aufführungen, und dass sie noch immer einen besonderes Zugang zum Werk des englischen Dramatikers hat, zeigte sie bei den Festspielen 2018 mit Der Kaufmann von Venedig. Als feste Regisseurin arbeitete sie u.a. am Burgtheater Wien, 2007 übernahm sie die Intendanz des Schauspiels Köln. Unter ihrer Leitung erhielt das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg zahlreiche Preise und Ehrungen, mit Schiff der Träume nach Federico Fellini eröffnete Karin Beier 2016 das Berliner Theatertreffen.
Für die Rolle des Lear konnte sie in dieser Inszenierung den Ausnahmeschauspieler Edgar Selge gewinnen und damit eine fruchtbare Zusammenarbeit fortsetzen, die 2016 mit Michel Houellebecqs Unterwerfung begann. Neben ihm brillieren u.a. Lisa Beckmann, Ernst Stötzner und Carlo Ljubek.