Archiv der Kategorie: Schauspiel

Offener Kulturtreff im Kulturparkett

Feitag, 8. Feburar 2019, 16-19 Uhr

Jeden Freitag findet im Kulturparkett der Offene Kulturtreff statt.

Sie sind herzlich willkommen, Fragen rund um den Kulturpass zu stellen, sich zum aktuellen Kulturprogramm zu informieren, über Ihre Erlebnisse zu berichten und in Kontakt zu anderen Gästen zu kommen.

Besuchen Sie uns in S3,12 !

Theater Felina-Areal (MA) – Wilhelm Reichs Rede an den Kleinen Mann

Mi, 6. und Sa, 9. Februar 2019, 20 Uhr | Do, 21. März 2019, 19:30 Uhr

Wo: Theater Felina Areal, Holzbauerstr. 6-8, Mannheim / Neckarstadt-Ost
Wie viele: 4 Karten pro Vorstellung über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren direkt beim Theater Felina Areal – telefonisch unter der 0621 3364886 oder per Mail an karten@theater-felina-areal.de – und können Ihre Karte dann an der Abendkasse abholen. Wenn Sie auf den Anrufbeantworter sprechen,  geben Sie Ihren Vor- und Zunamen an und hinterlassen Sie uns eine Telefonnummer, damit das Theater Sie gegebenenfalls zurückrufen kann.

Wilhelm Reichs Rede an den Kleinen Mann

Regie: Rainer Escher
mit Christian Birko-Flemming

Bühne: Holger Endres
Dramaturgie: Angela Wendt

Wilhelm Reich gilt neben Freud und Jung als einer der großen Männer der Psychoanalyse.
Aber er ist ein widerspruchsvoller Charakter mit einem ebenso widersprüchlichen Leben. Er gilt als Befreier der Sexualität, als Entdecker der Charakteranalyse und des Krebses; nicht zuletzt sein politisches Engagement machte ihn fur eine ganze Generation interessant.

Wilhelm Reichs Adressat in seiner REDE AN DEN KLEINEN MANN ist nicht, wie der Titel vermuten lässt, der Kleine Mann, wie man ihn versteht; er hat primär nichts mit dem White Trash der Amerikaner zu tun und auch nicht mit dem Lumpenproletariat; er ist auch nicht der Proletarier oder der Kleinburger.
Wilhelm Reichs Kleiner Mann ist keine soziologische Bezeichnung, er ist eine psychologische Dimension, eine Haltung. Es ist der Typus, der immer nach oben schaut, der immer noch hinaus will. Doch immer sind ANDERE Schuld, dass er nicht dort hingelangt. Der Kleine Mann fühlt sich unterdrückt, beleidigt, ungerecht behandelt. Deshalb sucht er immer nach einem Großen Mann, der es für ihn richten, der für ihn die „Drecksarbeit“ machen soll.

Diesen Kleinen Mann will Reich befreien. Er will ihn von seinen schlechten Eigenschaften befreien. Er will, dass er selbst denkt und handelt. Dass er für seine Rechte einsteht und sich nicht von Führern, Vorsitzenden, Diktatoren und Lehrern bevormunden lässt.
In seiner fulminanten Abrechnung mit allen existierenden Systemen, die auf autoritären Maximen beruhen, und darunter zählen für ihn durchaus auch die Demokratien, die durch ihre Apparate korrumpiert werden, gibt es für Reich nur eine Lösung: der Kleine Mann muss zu sich selbst kommen, er muss Großer Mann werden und seine Emanzipation in die Gesellschaft tragen.

Reich war Teil der Emanzipationsbewegung der 68er-Bewegung. Anders als Freud war Reichs Psychologie im Körper zentriert. Psychische Störungen sind am Körperausdruck zu sehen und dort auch zu heilen.
Freie Sexualität und freie Menschen bedingen einander.
Reichs Emanzipation zielt immer auf das einzelne Subjekt ab.
Wer frei ist, kann sich auch wehren.
Freie Individuen schaffen eine freie Gesellschaft.

Nationaltheater (MA) – Lukas Bärfuss: Der Elefantengeist (Theaterstück über Helmut Kohl)

Di, 26. Februar 2019, 19:30 Uhr (19 Uhr Einführung, danach Nachgespräch)

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Schauspielhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis vier Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Der Elefantengeist

Lukas Bärfuss

Uraufführung | Auftragswerk

Er war der »schwarze Riese« der alten BRD: Helmut Kohl (1930 – 2017). Als Bundeskanzler prägte Kohl 16 lange Jahre die Politik der Bundesrepublik. Der Wegbereiter der Europäischen Union und »Kanzler der Einheit« war auch verstrickt in Spendenaffären und gab mehr als nur ein umstrittenes Ehrenwort. Als Inbegriff deutscher Biederkeit und Weltpolitiker in einem zog Kohl Spott auf sich und beeindruckte zugleich durch seinen Machtinstinkt und sein vermeintliches Elefantengedächtnis. In ihrer ersten gemeinsamen Theaterarbeit gehen der Autor Lukas Bärfuss und die Regisseurin Sandra Strunz der Frage nach, wie Kohl uns in Erinnerung bleiben und welche Bedeutung sein Name für künftige Generationen haben wird. Der Pfälzer wird zum Ausgangspunkt einer Expedition in eine versunken anmutende Zeit. Für seine Theaterstücke und Romane wurde Lukas Bärfuss vielfach ausgezeichnet. Er gilt als eine der wichtigsten Stimmen der europäischen Gegenwartsliteratur. Mit »Der Elefantengeist« schreibt Bärfuss erstmals ein neues Stück für das Nationaltheater Mannheim. Sandra Strunz inszenierte u. a. am Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Nationaltheater Mannheim