Angebote aus Theater



Karlstorbahnhof TiKK (HD) – Aus dem Nichts entsteht am Ende immer Etwas


Donnerstag, 19. Juli 2o18, 2o:oo Uhr

Wo: Karlstorbahnhof (TiKK), Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 16. Juli und werden dann auf die Gästeliste gesetzt (Kulturpass bitte trotzdem mitbringen).

Präsentiert vom Ensemble CL-20

Wir schreiben den 19. Juli 2018, es ist Tag Eins.

Menschheitsgeschichte, zweiter Versuch. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Apokalypse hat den Planeten leergeräumt, und einzig drei Menschen haben überlebt: Eva, Andi und Oskar.

Oskar, der fest davon überzeugt ist, für diesen Neuanfang verantwortlich zu sein, will nun damit beginnen, die Menschheit wieder aufzubauen. Er plant nicht weniger als ein neues unschuldiges Menschengeschlecht zu begründen.

Einziges Problem: Eva, die letzte Frau, zeigt nur wenig Begeisterung gegenüber des Plans und ihrer damit verbundenen Aufgabe. Auch Andi, im früheren Leben mit Eva liiert, und damit schon hinreichend beschäftigt, kann und will Oskars Vision nicht so recht folgen. Die Aufbruchsbewegung gerät ins Wanken. Im Wechselspiel zwischen Witz, Ernst und Absurdität müssen Köpfe rollen.

Und wie steht Gott eigentlich zur Schöpfung 2.0?

Und was weiß Lisa, die sich ständig einmischt und irgendwie alles schon mal gesehen hat?

„Aus dem Nichts entsteht am Ende immer Etwas“ lässt keinen Stein auf dem anderen und baut daraus eine Welt, die uns dennoch beunruhigend bekannt erscheint – eine blutige, bitterböse, aberwitzige Farce über das Ende der Geschichte und das, was danach kommt…

von Julian van Daal

Nationaltheater (Mannheim) – Und jetzt: Die Welt


Do, 19.07.2018, 20.00

Wo: Nationaltheater Mannheim, Studio Werkhaus

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis vier Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

UND JETZT: DIE WELT! Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen
Sibylle Berg

Schon als Kind hatte sie ein paar Kilos zu viel und nie die richtigen Markenklamotten. In ihrer Jugend zog sie mit einer Mädchengang durch die Nachbarschaft und ließ ihre Frustration an den Männern aus. Jetzt, mit Mitte 20, suchen ihre Freundinnen im Mainstream nach Anerkennung und einem Platz in der Gesellschaft. Doch zwischen Urban Knitting, Mode-Blogs, Zumba-Kursen und politisch korrektem Bio-Müsli findet sich für die Protagonistin kein Lebensplan. Schließlich stellt die Welt da draußen Forderungen, denen man unmöglich genügen kann. Unverstanden von ihren Mitbewohnerinnen sehnt sie sich nach der wahren Liebe, kommuniziert aber nur noch per SMS, Skype und Chat. Zum Glück sichert wenigstens der Internethandel mit selbst hergestelltem Viagra ihren Lebensunterhalt …

Sibylle Berg zeichnet mit UND JETZT: DIE WELT! (»Stück des Jahres 2014« Theater Heute) ein unterhaltsam-komisches und zugleich gnadenlos illusionsloses Porträt der Generation Y.
Nach verschiedenen Tonstudio-Projekten gibt Jennifer Regnet ihr Regiedebüt am Nationaltheater.

Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

Nationaltheater (Mannheim) – X (DSE)


Fr, 20.07.2018, 20.00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Studio Werkhaus

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis vier Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

X (DSE)
Alistair McDowall

Irgendwann in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Besatzung einer Raumstation befindet sich für eine Forschungsmission auf Pluto, am äußersten Rand unseres Sonnensystems, als plötzlich der Kontakt zur Erde abbricht. Da die Lebenserhaltungssysteme an Bord auf Jahrzehnte angelegt sind, bleibt der Crew nur eines: Warten. Dann spielt auf einmal die Uhr verrückt, und keiner weiß mehr, wie lange sie eigentlich schon warten: Wochen, Monate oder gar Jahre? Konfrontiert mit der Ewigkeit, beginnen sich Erinnerungen zu relativieren, geraten Identitäten ins Wanken, lösen sich Realität und Rationalität immer weiter auf. Woher kommt die Kinderstimme? Wer hat das blutrote X an die Wand gemalt? Wer bin ich angesichts des großen Nichts? Das existentielle Vakuum an Bord entwickelt sich zu einem kafkaesken Paralleluniversum.

Über die Uraufführung 2016 in London schrieb die britische Financial Times: »Gewohnte Bezugspunkte werden außer Kraft gesetzt. Der Verlust des Zeitgefühls führt zum Kollaps kohärenter Erzählmuster, der Persönlichkeit und schließlich sogar der Sprache. Lässt man sich darauf ein, kann man sich der beklemmenden Wirkung von X kaum entziehen«. Und die New York Times urteilte begeistert: «Die Handlung von X schreibt sich im Moment ihrer Verfertigung, sodass man im zweiten Akt fast jedes Detail aus dem ersten überdenken muss … Am Schluss stellt man sich elektrisiert die Frage, wovon man da gerade Zeuge war.»

Alistair McDowall, 1987 in Nordengland geboren, gilt als eine der bedeutendsten und spannendsten britischen Stimmen seiner Generation. Am Nationaltheater waren bereits die deutschsprachigen Erstaufführungen seiner Stücke Brilliant Adventures und Pomona zu sehen.

Zino Wey, geboren 1988 in Basel, inszeniert u.a. am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen, dem Residenztheater München, dem Schauspielhaus Wien sowie am Ballhaus Ost in Berlin. In der Spielzeit 2014/2015 brachte er am Nationaltheater Mannheim Noah Haidles Götterspeise zur Uraufführung.

Dauer: ca. 1 Stunde, 40 Minuten, keine Pause. Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.