Angebote aus Theater



Theater Heidelberg – Justizmord des Jakob Mohr


Sa, 22. September 2o18, 2o:oo Uhr

Wo: Haus der Johannesgemeinde, Lutherstr. 67, 69120 Heidelberg

Wie viele: Solange der Vorrat reicht!

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann in den Kulturparkettsprechstunden abholen.

Justizmord des Johannes Mohr

Der Hilfsgärtner Jakob Mohr, geboren in Mannheim 1884 und verstorben 1941 in Paris, saß nach mehreren Gefängnis- und Zuchthausstrafen 1912 bis 1917 in der Heidelberger Universitätsklinik und in der Anstalt Wiesloch ein, weil er sich von übelwollenden Kräften mit Wellen beeinflusst glaubte.

Auf seiner Zeichnung stellt er sich als Angeklagten vor einem Gericht dar, bestehend aus einer Reihe von Richtern, Geschworenen und Zeugen der früheren Prozesse, in die er verwickelt war. Sich selbst zeigt er Rede und Antwort stehend, dabei aber beeinflusst von einem »Fernhypnotiseur«, der mit einem Apparat in seinen Händen Mohrs Gedanken kontrolliert.

Die tschechische Künstlerin Eva Kot’átková über ihr Projekt: »Mit seinen Zeichnungen versucht Jakob Mohr, die Existenz einer Maschine zu beweisen, die jede seiner Handlungen, Worte und Gesten beeinflusst und Mohrs Körper unfrei macht. Er zeigt uns dabei nicht nur die Maschinerie in seinem Kopf, sondern auch die oppressive Macht der Psychiatrischen Anstalt. Ziel meines Projekts ist es deshalb nicht, Jakob Mohr als Patienten und Opfer wahnhafter Vorstellungen darzustellen, sondern als Menschen, der die Machtmechanismen, die ihn bestimmen, scharf und kritisch reflektiert. Das Theaterstück ›Justizmord des Jakob Mohr‹ ist eine lebendige Abbildung im realen Raum. Die Schauspieler beugen sich der Logik der Zeichnung, dem Bühnenbild und den Kostümen aus Papier, der seltsam verkrümmten Perspektive. Die Zuschauer schlüpfen in die Rolle von Zeugen und Geschworenen – durch ihre Anwesenheit wird das Bild vollkommen.«

Theater trifft auf Bildende Kunst. Schauspieler*innen des Theaters Heidelberg treffen auf Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung. Ein außergewöhnliches Theatererlebnis im historischen Gemeindesaal der Johanneskirche.

Empfohlen ab 16 Jahren.

Theater Heidelberg – Justizmord des Jakob Mohr


Sonntag, 23. September 2o18, 2o:oo Uhr

Wo: Haus der Johannesgemeinde, Lutherstr. 67, 69120 Heidelberg

Wie viele: Solange der Vorrat reicht!

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann in den Kulturparkettsprechstunden abholen.

Justizmord des Johannes Mohr

Der Hilfsgärtner Jakob Mohr, geboren in Mannheim 1884 und verstorben 1941 in Paris, saß nach mehreren Gefängnis- und Zuchthausstrafen 1912 bis 1917 in der Heidelberger Universitätsklinik und in der Anstalt Wiesloch ein, weil er sich von übelwollenden Kräften mit Wellen beeinflusst glaubte.

Auf seiner Zeichnung stellt er sich als Angeklagten vor einem Gericht dar, bestehend aus einer Reihe von Richtern, Geschworenen und Zeugen der früheren Prozesse, in die er verwickelt war. Sich selbst zeigt er Rede und Antwort stehend, dabei aber beeinflusst von einem »Fernhypnotiseur«, der mit einem Apparat in seinen Händen Mohrs Gedanken kontrolliert.

Die tschechische Künstlerin Eva Kot’átková über ihr Projekt: »Mit seinen Zeichnungen versucht Jakob Mohr, die Existenz einer Maschine zu beweisen, die jede seiner Handlungen, Worte und Gesten beeinflusst und Mohrs Körper unfrei macht. Er zeigt uns dabei nicht nur die Maschinerie in seinem Kopf, sondern auch die oppressive Macht der Psychiatrischen Anstalt. Ziel meines Projekts ist es deshalb nicht, Jakob Mohr als Patienten und Opfer wahnhafter Vorstellungen darzustellen, sondern als Menschen, der die Machtmechanismen, die ihn bestimmen, scharf und kritisch reflektiert. Das Theaterstück ›Justizmord des Jakob Mohr‹ ist eine lebendige Abbildung im realen Raum. Die Schauspieler beugen sich der Logik der Zeichnung, dem Bühnenbild und den Kostümen aus Papier, der seltsam verkrümmten Perspektive. Die Zuschauer schlüpfen in die Rolle von Zeugen und Geschworenen – durch ihre Anwesenheit wird das Bild vollkommen.«

Theater trifft auf Bildende Kunst. Schauspieler*innen des Theaters Heidelberg treffen auf Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung. Ein außergewöhnliches Theatererlebnis im historischen Gemeindesaal der Johanneskirche.

Empfohlen ab 16 Jahren.

Capitol (MA) – Oropax


Freitag 28.09.2018 20.00 Uhr

Wo: Capitol Mannheim, Waldhofstr. 2, 68169 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen telefonisch beim Capitol unter 0621/33 67 333 von Montag bis Freitag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr und können Ihre Karte dann dort abholen.

Oropax
„Faden & Beigeschmack“

Das Chaos-Theater zweier Woll-Profis

2 Wollprofis

In der Show „FADEN & BEIGESCHMACK“ zieht sich der rote Faden durch und durcher. Der Faden wird zur Masche und diese zum Lockstoff.

Wollblutkomik umgarnt dunkle Maschenschaften.

Die Oropax-Show ist im ausgeplauderten Nähkästchen.

Selbstgestrickt häkeln die brüderlichen Wollpfosten in Wollby-Sorround.

Stepp by Steppdecke entstehen auf der Bühne Stickleitern, Wortspielkaskaden, einstürzende Maschenbauten und ein Wollmops.

Freu dich auf die größte ungesättigte Unterhose, echte Kau-Boys, ökologische Fußabdrücke, das Robert-Koch-Studio, den Fried-doof der Hecken und neueste Altölflecken.

Ein stummer Freudenschrei ertönt im Saal … Kommt jetzt der Mönch oder war es sein natürlicher Feind?

Ein Volker spinnt, Thomas ist häkelhaft.

Schlau stickt schlecht. Dumm strickt gut!

Brachial-filigrane Körper-Comedy und skurril-absurde Spontaneinlagen, dies ist das gute Gütesiegel des Chaos-Theaters.

Alles ist grotesk, geistreich und sinnfrei zugleich und vor allem eines: sehr humorwoll. Dart Vader, Oli Garch, die Hormonfee und der Herz-Kasper können dies bezeugen.

Was aber ist mit dem Hirsch, der für sein Reh Wolle wollte? Bekam dieser eine RehWollte? Oder nur eine Rewoll-Lotion?