Community Art Center Mannheim – Was machen wir mit unserem TraumA?


30. und 31.10 sowie am 1.11. jeweils um 19:00 Uhr

Wo: Hochbunker Helmholtzstraße 1, 68169 Mannheim
Wie wieviel: 4 Karten

Sie reservieren per E-Mail an info@communityartcenter-mannheim.de und erhalten Ihre Karte unter Vorlage Ihres Kulturpasses an der Abendkasse.

Was machen wir mit unserem TraumA?

Ein Theater-Installations-Projekt nach einem Fluchttagebuch von Ena Adamaralovic

20 jahre ist es her, dass im auseinanderfallenden jugoslawien ein brutaler krieg endete, der menschen getötet, missbraucht oder heimatlos gemacht hat.

mehr als 20 jahre ist es her, dass ein kleines mädchen, behütet und beschützt von ihren eltern, in einer stadt, prijedor, im nordwesten des heutigen bosnien und herzegowina aufwächst. sie lebten mit hunden und katzen, schauten star wars im fernsehen an. ihr vater traf sich gerne mit freunden, manchmal war ena ganz stolz, denn sie durfte mitkommen. es war eine schöne kindheit, die mit neun jahren plötzlich endete, mit einem krieg, den ena nicht verstand – bis der vater verschleppt wurde. den großvater erschlugen männer im angesicht der großmutter. sie selbst landete mit ihrer großmutter, mutter und dem kleinen bruder im kz. gerüchte gingen um – man baue gaskammern, wie damals die deutschen ….

70 Jahre Weltkriegsende – 20 Jahre ist der Bosnien-Krieg zu Ende. Bosnien Herzegowina gilt nun als sicheres Herkunftsland. Viele Menschen die damals nach Deutschland geflohen sind leben noch heute hier, oftmals hoch traumatisiert, davon träumend irgendwann wieder zurück gehen zu können. Sie bauen neue Häuser, aber sie können nichtmehr zurück.

Eine Regisseurin, eine Schauspielerin, zwei Bildende Künstler, eine Filmemacherin und ein Musiker gehen der wirklich erlebten Geschichte der angehenden Journalistin Ena Adamaralovic nach, bereiten ihr Fluchttagebuch zu einer Collage und einem Erlebnis- und Atmosphärenraum für die Öffentlichkeit auf. Damit möchte die geplante Produktion zu einer Überwindung der Fremdheit und dem Erkennen von Verbindungen beitragen, durch das Hinein- und durch-sich-durch-Lassen fremder Geschichten und Traumata mitten in Europa.