Musikalische Akademie des Nationaltheater Orchesters Mannheim – 8. Konzert

MO, 29. Juni 2020, 20:00 Uhr und DI, 30. Juni 2020, 20:00 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim

Wie viele: Montagskonzerte 30 Karten, Dienstagskonzerte 30 Karten. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Bitte reservieren Sie frühestens 4 Wochen und spätestens 1 Woche vor dem Konzert.

Sie bestellen Ihre telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie unter 0621 / 26044 ( (Unsere Öffnungszeiten sind Mo, Di, Do, Fr: 10–14 Uhr und Mi 14–18 Uhr). Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Die Karten können Sie bis 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung abholen.

Musikalische Akademie des Nationaltheater Orchesters Mannheim – 8. Konzert

Chopins erstem Klavierkonzert war Blechacz schon als Kind verbunden: ein wahres Virtousenwerk, das von wirbelnden Oktavläufen, kraftvollen Akkordpassagen und einer sich schier endlos fortspinnenden Melodie charakterisiert ist. Der dritte Satz schlägt mit dem tänzerischen Krakowiak nationalstolze Töne an – 1830, so kurz vor dem Novemberaufstand, dessen Scheitern Chopin schweren Herzens dazu veranlassen wird, der belagerten Heimat den Rücken zu kehren. Doch all das kommt später: Auf eine Reise durch das leidenschaftliche und stellenweise etwas düstere Gemüt seines polnischen Landsmanns will Blechacz mit diesem Klavierkonzert entführen.

Sidney Corbett wollte schon lange ein Werk eigens für die Musikalische Akademie komponieren: In dieser Spielzeit ist es nun endlich so weit! Gebürtig aus Chicago, promovierte Corbett in Musik und Philosophie an der Yale University, bevor es für sein Kompositionsstudium weiter nach Hamburg ging. Wer ihn dort unterrichtete? Kein Geringerer als György Ligeti. Seit 2006 ist Corbett in Mannheim verwurzelt, wo er als Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Komponisten der jungen Generation fördert. Seine Musik kombiniert „konstruktive Logik mit einer atmosphärischen Magie“ und gilt als „asketisch und sinnlich zugleich“; Texte von Fernando Pessoa, Roland Barthes und Paul Klee dienten ihm in der Vergangenheit als Inspiration. Welcher Idée fixe sich der begnadete Atmosphäriker in seiner neuen Komposition wohl annehmen wird? Man darf gespannt sein!