Musikalische Akademie des NTO – Camille & Anton


19. Januar 2015 · 20:00 Uhr

Wann: Montag, 19.01.2015 – 20:00 Uhr
Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim
Wieviel: 30 Karten
Sie bestellen Ihre Karte bis 13. Januar 2015 telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Lammer) unter 0621 / 26044. Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Musikalische Akademie des NTO: Camille & Anton
4. Akademiekonzert

Programm:

C. Saint-Saëns – Klavierkonzert Nr.2 g-Moll op. 22
Camille Saint-Saëns war ein geradezu unheimlicher Tausendsassa, schon Kollege Berlioz seufzte über ihn: „Saint-Saëns weiß alles, aber es mangelt ihm an Unerfahrenheit.“ Ein aalglatter Langweiler? Von wegen! Saint-Saëns hat nicht nur als Erster Mozarts sämtliche Klavierkonzerte in Frankreich gespielt, er lieferte auch gleich selbst die ersten bedeutenden französischen Klavierkonzerte ab. Franz Liszt hat es vorausgesehen: Das Konzert Nr. 2 in g-Moll, bei der Uraufführung ein Reinfall, ist heute das bekannteste unter den Saint-Saëns-Konzerten, hinreißend virtuose Musik, die sich – vielleicht ist es das, was man ihr heimlich vorwirft – hemmungslos genießen lässt.

A. Bruckner – Symphonie Nr.6 A-Dur
„Im Ganzen hat der wilde Komponist etwas an Zucht gewonnen“ – mehr Zugeständnisse wollte Großkritiker und Bruckner-Feind Eduard Hanslick in seinem Verriss von Bruckners 6. Symphonie nicht machen, die mit den „klassischen“ Symphonien à la Schumann und Brahms wie immer bei Bruckner nicht viel gemeinsam hatte. Und doch hat der gottesfürchtige Spätzünder Bruckner Anfang der 1880er-Jahre Rückenwind verspürt und in seiner Sechsten mit mehr Selbstbewusstsein komponiert als bei den vorangegangenen Werken. Er hat sich ein paar harmonische und thematische Experimente geleistet und das Werk selbst zärtlich seine „keckste“ Symphonie genannt – der feierlich-heitere Ton jedenfalls hat ihr den Spitznamen „Bruckners Pastorale“ eingetragen.

Dirigent: Bertrand de Billy
Klavier: Pascal Rogé