Musikalische Akademie des NTO – Die Schottische


10. März 2015 · 20:00 Uhr

Wann: Dienstag, 10.03.2015 – 20:00 Uhr
Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim
Wieviel: 10 Karten
Sie bestellen Ihre Karte bis 03. März 2015 telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Lammer) unter 0621 / 26044. Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Musikalische Akademie des NTO – Die Schottische
6. Akademiekonzert

Christoph Altstaedt, Dirigent
Ilya Gringolts, Violine

Programm:
Aribert Reimann – Sieben Fragmente für Orchester in memoriam Robert Schumann
Immer wieder kreist Aribert Reimanns Denken und Komponieren um Robert Schumann und seine Musik.In den Klangfarben zaubernden “Sieben Fragmenten für Orchester” (ein fast schon wagnerianisch besetztes Orchester) scheinen immer wieder Schumann-Splitter auf, Anklänge an eine der letzten Kompositionen Schumanns, die sogenannten “Geistervariationen” von 1854, die manche als schon vom Wahn gezeichnete Musik hören. Reimann befreit Schumann aus allen Schubladen: Wie bei Schumanns Krankheitsverlauf erfolgt in diesen Fragmenten eine schrittweise Auflösung und Zerfaserung, die aber eine neue, assoziativere Art von Schönheit schaffen.

Robert Schumann – Violinkonzert d-Moll
Der große Geiger Joseph Joachim ist der gute und der böse Geist von Robert Schumanns Violinkonzert: Joachim gab den Anstoß zur Komposition, aber er war es auch, der nach Schumanns Tod gemeinsam mit Clara Schumann entschied, das Stück nicht zu veröffentlichen – weil sie diese Musik, komponiert im Jahr vor Schumanns geistigem Zusammenbruch, als Beweis für seine nachlassende oder in seltsame Regionen abdriftende schöpferische Kraft sahen. Darüber wird seither gestritten, aber inzwischen haben viele wichtige Geiger – von Yehudi Menuhin über Gidon Kremer bis Patricia Kopatchinskaja – die Bedeutung und Schönheit dieses schumannschen “Sorgenkinds” mit ihren Aufnahmen belegt.

Felix Mendelssohn Bartholdy – Symphonie Nr.3 a-Moll op. 56
“Gestern”, schreibt Felix Mendelssohn Bartholdy nach Hause, “war ein guter Tag, ich wurde nur dreimal nass.” Aber nachdem er sich daran – und irgendwann sogar an das Essen – gewöhnt hatte, fand er Schottland doch ziemlich beeindruckend: Berge in blauem Dunst, sattgrüne Wiesen, verfallene Burgen und Kapellen, der Geist der Maria Stuart – mit Walter Scotts Erzählungen im Rucksack ist der 20-jährige Mendelssohn durch Schottland gewandert, und alles, was ihm begegnete, findet sich tatsächlich in seiner Symphonie Nr. 3 wieder: Regen und Wind und das bewegte Meer, Ossian und der Duft von Rauch und Nebel …