Musikalische Akademie des NTO Mannheim – Alexander Soddy, Dirigent – Christian Tetzlaff, Violine, u.a.


Di, 05. Juni 2018, 20:00 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Einführungsgespräch jeweils um 19:15 Uhr, Mozartsaal

Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 26 Es-Dur KV 184
Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56
Anton Webern: Fünf Stücke für Orchester op. 10
Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 h-Moll Unvollendete

Alexander Soddy, Dirigent
Christian Tetzlaff, Violine
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Gunilla Süssmann, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart ist siebzehn und eben von seinen Italienreisen nach Salzburg zurückgekehrt, als die Symphonie Es-Dur KV 184 entsteht – und inspiriert von seinen beseelenden Erlebnissen im Land der Oper, hat er ihr die Form einer Opernouvertüre gegeben!

Das Klaviertrio war Beethovens heimlicher Liebling unter den musikalischen Formen – also hat er es im Jahr 1804 mal eben zum Konzert mit Orchester erweitert, in dem aber das Solistentrio weiterhin eindeutig die Hauptrolle spielt: Das Tripelkonzert C-Dur op.56 mit seinem spritzigen Finale „alla Polacca“ ist die schönste Kammermusik, die sich ein Orchesterkonzert nur wünschen kann.

„…einen Roman durch eine einzige Geste, ein Glück durch ein einziges Aufatmen ausdrücken“, das könne Anton Webern, schreibt Weberns Lehrer Arnold Schönberg. Lauter kostbare kleine Musikmomente hat Webern hinterlassen, „Musiken der Schrecksekunde“, wie ein Kritiker das nannte. Eine wahre Preziosensammlung sind seine Fünf Orchesterstücke op. 10: Hier zirpt kurz eine Mandoline, dort winkt eine Celesta einen kleinen Gruß – und dann ist alles wieder still …

Franz Schuberts Symphonie in h-Moll wird die Unvollendete genannt, obwohl bis heute nicht erwiesen ist, ob Schubert sie nicht vielleicht doch nach zwei Sätzen als vollendet betrachtete. Die h-Moll-Symphonie könnte sein bewusster Gegenentwurf zu Beethovens Formvollendetheit gewesen sein, ganz sicher ist sie die Klangwerdung der nagenden Zweifel, die Schubert und seine Zeitgenossen umtrieben. Noch nie, seit es die Form gibt, hat ein symphonisches Werk so bedrohlich begonnen wie dieses…