Musikalische Akademie des NTO – Weltpremiere


12. Mai 2015 · 20:00 Uhr

Wann: Dienstag, 12.05.2015 – 20:00 Uhr
Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim
Wie viele: 10 Karten
Sie bestellen Ihre Karte bis 05. Mai 2015 telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Lammer) unter 0621 / 26044. Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

7. Akademiekonzert: Weltpremiere

Pietari Inkinen, Dirigent
Yulianna Avdeeva, Klavier

Programm:

Tomi Räisänen – Uraufführung eines neuen Orchesterwerks
Er ist eine der aufregendsten Figuren der jungen finnischen Komponistengeneration: Tomi Räisänens mal geheimnisvoll-atmosphärische, mal archaisch-wilde Musik in unterschiedlichsten Besetzungen hat sich in den vergangenen Jahren auf Festivals und Konzertbühnen in Europa und der Welt so erfolgreich durchgesetzt, dass die Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim Räisänen nun Carte blanche für ein neues Orchesterwerk erteilt hat, das an diesem Abend in Mannheim uraufgeführt wird.

E. Grieg – Klavierkonzert a-Moll op. 16
Wer einmal alten Aufnahmen norwegischer Tänze und Fiedelstücke lauscht, der stellt erstaunt fest: Edvard Griegs berühmtes Klavierkonzert ist, vor allem im letzten Satz, die reinste Folklore.Die wilden Rhythmen, das synkopische Aufstampfen, die Molltonarten, die so typisch sind für Norwegens Volksmusik – all das erscheint wie eine kunstvolle Choreographie für Trolle, die Griegs Werk ja sowieso an allen Ecken und Enden bevölkern. Und hätte Grieg, wie sein guter Bekannter Franz Liszt oder später Strauss, Tondichtungen komponiert, dann könnte dieses Klavierkonzert leicht als eine Abfolge von mythischen Szenen aus “Peer Gynt” durchgehen …

Jean Sibelius – 5. Symphonie Es-Dur op.82
Die Komposition seiner von Anfang an so beliebten Symphonie Nr. 5 hat Jean Sibelius als fast mystische Offenbarung erlebt: “Als ob unser Herrgott Mosaikstücke aus dem Boden des Himmels heruntergeworfen und dann mich gebeten hätte, herauszufinden, was für ein Muster dort gewesen ist.” Immer wieder beeinträchtigt von dunklen Vorahnungen angesichts des eben ausgebrochenen Ersten Weltkriegs, hat sich Sibelius mit dieser Musik die Hoffnung herbeikomponiert, so schreibt er 1914: “Wieder weit unten. Aber ich kann schon den Berg sehen, den ich mit Sicherheit besteigen werde … Gott wird die Tür für einen Augenblick öffnen, und sein Orchester wird die Symphonie Nr. 5 spielen.”