NTM – An und Aus (DSE)


26.10.2016, 20.00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Schauspiel
Wie viele: 8 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis 19. Oktober und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

An und Aus (DSE)

Roland Schimmelpfennig

Ein kleines Hotel am Hafen. Jeden Montag treffen sich hier Frau Z. und Herr A., Frau A. und Herr Y., Frau Y. und Herr Z. Drei Paare, die sich untereinander betrügen, ohne zu wissen, dass im Zimmer nebenan der eigene Mann, die eigene Frau mit einer anderen, einem anderen im Bett liegt. Denn das Hotel betreten sie immer nacheinander. Vielleicht passen sie so aber auch besser zueinander? Der junge Mann mit der Brille, der im Hotel arbeitet, kennt alle Gäste und ihre heimlichen Treffen. Auch er ist verliebt. Aber das Mädchen, das er liebt, arbeitet oben auf dem Berg und kann dort nicht weg. Plötzlich ein kurzes Flackern − Licht aus, Licht an. Ein Moment der Irritation, irgendetwas stimmt nicht. Auf einmal hat Frau Z. zwei Köpfe und Herrn A. fehlt der Mund. Das Herz von Herrn Y. brennt, während Frau A. versteinert. Das Mädchen fährt mit dem Fahrrad durch die Nacht und sucht nach dem Jungen. Was sich im Hotel und draußen abspielt, wird zu einer surrealen Bilderwelt vergrößert. Nichts bleibt, wie es ist.

An und Aus entstand 2012 / 2013 als Auftragsarbeit für das New National Theatre in Tokyo und verarbeitet die Eindrücke der ersten Japanreise des Autors, aber auch seine Empfindungen zur Nuklearkatastrophe von Fukushima. Es ist das erste Stück von Roland Schimmelpfennig, dessen Uraufführung außerhalb Deutschlands stattfand.

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, ist einer der renommiertesten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Für seine Stücke wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. 2010 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis für sein Stück Der goldene Drache. Für das Nationaltheater Mannheim schrieb er Das schwarze Wasser, das in der vergangenen Spielzeit von Burkhard C. Kosminski uraufgeführt wurde.

Dauer: ca. 1 Stunde und 25 Minuten, keine Pause
Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.