NTM – Gesicht der Nacht


Sa, 22. Juli 2017, 19.30 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Opernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Kurzeinführung um 19.00 Uhr im Oberen Foyer

Gesicht der Nacht
Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss

Für den neuen Tanzabend Gesicht der Nacht hat Stephan Thoss seine 2010 in Wiesbaden uraufgeführte Choreografie Nightbook neu bearbeitet und um einige Szenen erweitert. Inspiriert von den rätselhaften Bildern des belgischen Malers René Magritte lässt Thoss in Nightbook Bild, Tanz und Film ineinander übergehen. Das Stück kreist um künstlerische Inspiration und Kreativität und handelt von einer Schriftstellerin, die unzählige Figuren und Geschichten erfunden hat. In der Nacht erwacht dieses Archiv der fragmentarischen Kurzgeschichten zum Leben, erst in Form filmischer Bilder auf einer Leinwand und dann getanzt im dreidimensionalen Raum. In surrealen Situationen spielt die Choreografie mit der Grenze zwischen Fantasie und Wirklichkeit und lässt das Kino der Träume lebendig werden.

Daneben hat der isländische Tänzer und Choreograf Frank Fannar Pedersen, von der Zeitschrift tanz als »Hoffnungsträger des Tanzes 2015« ausgezeichnet, eine Uraufführung für die Mannheimer Compagnie kreiert. Var kommt aus dem Isländischen und bedeutet „war“, gewesen sein. Pedersen sieht die menschliche Existenz als eine andauernde Reise. Jeder hat eine individuelle Vergangenheit, die einen immer wieder einholt, seine Träume bestimmt und die Zukunft prägt. Aber woher wir auch kommen und wohin es den Einzelnen treiben wird, egal wie verschieden wir sind, etwas teilen wir doch, nämlich das Hier und Jetzt, den gerade währenden Moment. Wir teilen die Gegenwart. Zur Musik seiner beiden Landsmänner Jóhann Jóhannsson und Sigur Rós verleiht Pedersen dieser Thematik in stimmungsvollen und gleichzeitig nachdenklichen Bildern körperlichen Ausdruck.