NTM – jenseits von fukuyama


09. Februar 2016 · 20:00 Uhr

Wo: Nationaltheater Mannheim, Studio
Wie viele: 8 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis 01. Februar und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

Jenseits von Fukuyama
1992 proklamierte der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das »Ende der Geschichte«. Offensichtlich trat es so doch nicht ganz ein. Aber was verheißt uns Heutigen die Zukunft? Ist sie eine strahlende Utopie oder doch eher ein gefesseltes Monstrum? Im Institut für Glücks- und Zukunftsforschung kämpfen alle um ihre ganz persönliche Zukunft und das Team um Dr. Phekta ist, so scheint es, auf der Suche nach dem Sinn menschlicher Existenz. Dabei wird jedoch die Summe der Gewohnheiten und Onlineprofile der Menschen gesammelt, gespeichert, analysiert, organisiert und an Entscheidungsträger weiterverkauft. Natürlich dürfen die Daten nicht an die Öffentlichkeit gelangen – wo sie selbstverständlich landen. Während im »Draußen« der »Chor der enttäuschten Erwartungen« schon den Widerstand probt und gegen die Ausmessungen und Auswertungen seiner Biografien protestiert, tobt drinnen im Institut ein tödlicher Konkurrenzkampf.

Thomas Köck wurde 1986 in Steyr / Oberösterreich geboren. Sozialisiert durch Musik, studierte er zunächst in Wien und Berlin Philosophie und Literaturwissenschaften, dann, seit 2012, Szenisches Schreibens an der Universität der Künste in Berlin mit Aufenthalt am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mit jenseits von fukuyama gewann Köck den Osnabrücker Dramatikerpreis.