NTM (MA) – La Traviata


So, 27.05.2018, 19.30 Uhr

Wo: Nationaltheater MannheimOpernhaus
Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren bis drei Tage vorher beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Nationaltheater abholen.

La Traviata

von Giuseppe Verdi

Marie Duplessis war in ihrem ersten Beruf Modistin, größere Einnahmen bezog sie freilich aus ihrer Nebenbeschäftigung als eine der begehrtesten Kurtisanen im Paris ihrer Zeit. Als Zwanzigjähriger begegnete ihr der junge Dumas, und als sie, kaum älter als er, wenig später an der Schwindsucht starb, fasste er ihre Geschichte in einen Zeitroman. Bald darauf wurde aus diesem ein Bühnenstück. Mehrfach musste die Premiere verschoben werden, die Hüter der öffentlichen Doppelmoral brandmarkten den Stoff als anstößig. 1852, nur wenige Wochen nach der Uraufführung, sah Verdi eine der Pariser Aufführungen. Er erkannte das Potential von Dumas’ Vorlage für seine eigenen musikdramatischen Ziele.

Wie schon Rigoletto und Il trovatore legte auch La traviata den Fokus auf die Person eines gesellschaftlichen Außenseiters. Verdi ging damit ein neues Risiko ein – das Risiko des Zeitstücks: La traviata spielte in der Gegenwart und nahm dem Publikum so jegliche Möglichkeit zu innerer Distanzierung von der enthaltenen Gesellschaftskritik. Was im Schauspiel gerade noch angegangen wäre, entpuppte sich als zu viel für die Oper. Eine Hure als Opernheldin? Noch dazu eine, für die man Mitleid empfinden soll? Die Premiere 1853 endete in einem Fiasko.

Freyer interessiert an La traviata weniger die romantische Sozialkritik. Vielmehr sieht er in Verdis Oper die wesentlichen archetypischen Menschheitskonflikte angelegt, die er ins Zentrum seiner Inszenierung stellen wird.

– In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln –