NTM: Theaterführung und Besuch der Bürgerbühne – AUSGEBUCHT


30. Dezember 2014 · 18:00 Uhr

7193_sth6_hoffnung_8Die nächste Theaterführung von Dr. Angela Wendt mit anschließendem Besuch der Bürgerbühne findet am Dienstag, den 30. Dezember 2014 statt. Die Führung beginnt um 18:00 Uhr, das Stück „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“ der Bürgerbühne um 20:00 Uhr (bis 21:30 Uhr) im Studio Werkhaus. Vor dem Werkhaus wird auch das Treffen zur Theaterführung sein. Es stehen 20 Karten zur Verfügung. Diese werden Ihnen direkt nach der Theaterführung durch Dr. Angela Wendt ausgehändigt. Interessentinnen und Interessenten mit Kulturpass melden sich bitte per E-Mail: info@kulturparkett-rhein-neckar.de. Wir bitten die reservierten Plätze dann auch zu nutzen oder rechtzeitig Bescheid zu geben, denn die Nachfrage ist groß und es wäre schade, wenn die Plätze leer blieben.

Die Kurpfalz ist traditionell von Migration geprägt – war Mannheim z. B. im 16. und 17. Jahrhundert Zufluchtsort vieler Glaubensflüchtlinge, so verließen auch mehrere hunderttausend Pfälzer und Odenwälder vom 17. bis 19. Jahrhundert ihre Heimat: »Die Hoffnung auf größeres Wohlbehagen treibt diese Leute in einen fernen Welttheil. Sie lassen durch keine Gefahr sich schrecken. Alle schlimmen Nachrichten aus jenem Lande sind für sie gleich Lügen und nur der Brief enthält Wahrheit, welcher erzählt, ein armer Europäer sei ein reicher Amerikaner geworden«, so ein pfälzischer Pfarrer zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte ganz Deutschland seine große Welle der Arbeitsimmigration: Millionen »Gastarbeiter«, hauptsächlich aus Süd- und Südosteuropa, kamen, um in Deutschland ihr Glück zu machen.

Im 21. Jahrhundert migriert die globalisierte Weltgemeinschaft mehr denn je und in alle Richtungen. Religiöse, soziale, ökonomische, politische und persönliche Gründe veranlassen Menschen nach wie vor, ihre Heimat zu verlassen, um anderswo die Hoffnung auf ein besseres Leben zu verwirklichen.

Hausregisseur Dominic Friedel untersucht in dieser Produktion, was dabei über die Jahrhunderte gleich geblieben ist und was sich verändert hat. Als Grundlage dienen ihm dabei historische Auswandererbriefe und -lieder sowie die Geschichten der Mannheimer Migrationserfahrenen.