Orchester des Nationaltheaters Mannheim – 3. Akademiekonzert


Montag, 17. Dezember und Dienstag, 18. Dezember 2018 - 20.00 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim
Wie viele: Montagskonzerte 30 Karten, Dienstagskonzerte 10 Karten. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre Karte bis eine Woche vorher telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie (Frau Raphaela Epstein) unter 0621 / 26044 (Montag – Freitag 10-14 Uhr, Mittwoch 10-18 Uhr.) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind. Ihre Karte können Sie dann vor Konzertbeginn an der Abendkasse abholen.

Kurzeinführung um 19.15 Uhr im Mozartsaal

3. Akademiekonzert 17.12. & 18.12.2018

Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu Das Märchen von der schönen Melusine op. 32

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54

Piotr Iljitsch Tschaikowski: Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Antonello Manacorda, Dirigent

Shai Wosner, Klavier

Ein Programm für Vollzeitromantiker – in den genau richtigen Händen: Unter Antonello Manacorda erklingen Werke von Mendelssohn Bartholdy, Schumann und Tschaikowski; an seiner Seite der amerikanische Pianist Shai Wosner.

Robert Schumann schrieb sein einziges Klavierkonzert für seine Frau Clara. Im Gegensatz zu den zahlreichen Klavierkonzerten der Zeit, in denen der Solist mit pianistischer Virtuosität im Vordergrund steht, wurde der Solopart in Schumanns Klavierkonzert eher sinfonisch behandelt und in den Orchesterklang integriert. Die expressiven Klarinettenphrasen, die kraftvolle und poetische Klavierkadenz, die rasante, spukhafte Stretta gemeinsam mit dem Orchester als Schluß des ersten Satzes, das sehnsuchtsvolle Cellothema im zart instrumentierten zweiten Satz, die geheimnisvolle Überleitung zum schwungvollen Finale, der perlende Klaviersatz, die herrliche Schlußsteigerung – das Schwärmen findet kein Ende: dies ist reinste Romantik in klassischer Vollendung!

Äußerlich ist die Fünfte – wie ihre Vorgängerin – klassisch gebaut: vier Sätze, die lebhaften Ecksätze mit langsamen Einleitungen. Gleich zu Beginn der Symphonie stellt Tschaikowski das Schicksalsthema vor, intoniert von den Klarinetten, zum Klang der tiefen Streicher. Die düstere e-Moll Stimmung, gleicht dem Schatten der Vorsehung. Obwohl dieses Motiv die gesamte Symphonie dominiert und in allen Sätzen präsent ist, ist es weder ein Erinnerungsmotiv noch eine Ideé fixe. Tschaikowsky gibt vielmehr schon mit den Anfangstakten die ausweglose Grundstimmung vor, die unausweichlich in der Erfüllung des Schicksals im letzten Satz gipfelt. Oder anders: Von vornherein gibt es kein Entrinnen. Beschwingte oder aufbrausende Abschnitte sind lediglich retardierende Momente.

Das Wasser, das in Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“ um die schöne Nixe rauscht und schwillt, ist in der romantischen Musik kaum je so bildhaft wogend und fließend komponiert worden.