Shared Reading: Sondertermin speziell für Gäste des Kulturparketts


Sonntag, 10. Februar 2019, 16 bis 17.30 Uhr

Wo: Tankturm Heidelberg

Wie viele: Exklusive Veranstaltung für bis zu 12 Kulturpassinhaber*innen! Dieses „Shared Reading“-Treffen wurde speziell für Gäste des Kulturparketts anberaumt. Wenn Sie das Shared Reading-Konzept ausprobieren und andere Kulturparkett-NutzerInnen treffen möchten, ist dies der richtige Termin für Sie.

Für diesen Termin reservieren Sie über das Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) bis zum 6. Februar und werden dann auf die Gästeliste gesetzt.

Über die Veranstaltung: Dr. Jane Davis entwickelte Shared Reading in Liverpool vor circa 20 Jahren ursprünglich mit dem Ziel den Zugang zu Literatur zu erleichtern. Die Idee, die hinter allem steht: Jeder Mensch trägt Geschichten in sich, die mitzuteilen sich lohnt. Über alle Alters- und Bildungsgrenzen hinweg. Niemand muss sich vorbereiten, ein Facilitator bringt zwei Texte mit, eine Kurzgeschichte und ein Gedicht, und beginnt, langsam und laut vorzulesen. Das anschließende Gespräch aller Teilnehmer unmittelbar am Text entlang ermöglicht einen intensiven Austausch über den Text und dadurch auch den Dialog über tiefgreifende gesellschaftliche und emotionale Themen.
In England wird Shared Reading seit vielen Jahren u.a. sehr erfolgreich in Kooperation mit dem Gesundheitssystem in den unterschiedlichsten Bereichen von Schmerztherapie bis Altenpflege eingesetzt. Sehr erfolgreich laufen auch Projekte zur Wiedereingliederung von Straftätern. Die von Davis gegründete Organisation The Reader beschäftigt inzwischen mehr als 50 Mitarbeiter, darüber hinaus mehr als 300 ehrenamtliche Mitarbeiter. Mehr als 15000 Menschen erleben dort Shared Reading jede Woche.

Wie funktioniert’s? Bis zu 12 Personen bilden eine Gruppe. Jede Gruppe wird von einem ausgebildeten Facilitator geleitet, der/die auch die Texte auswählt. Die Teilnehmer müssen sich in keiner Weise auf die Treffen vorbereiten. Gelesen werden pro Session immer jeweils ein Prosatext (z.B. eine Kurzgeschichte) und ein Gedicht. Einige Gruppen, die sich schon länger treffen, lesen auch ganze Novellen oder Romane in wöchentlichen Abschnitten. Der Text wird in der Gruppe vom Facilitator und/oder wechselnden Gruppenmitgliedern laut vorgelesen. Das Vorlesen wird regelmäßig unterbrochen um einzelne Passagen zu besprechen. Dabei geht es um die spontane Reaktion auf den Text. Jeder ist eingeladen seinen persönlichen Eindruck mit den anderen zu teilen oder auch einfach nur zuzuhören.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde das Shared Reading Projekt in Kooperation mit der Stabsstelle Kultur und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg an der „Ideentanke“ am Baden-Württemberg-Stand vorgestellt.