Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz – MODERN TIMES 3


Sa, 23.September 2017, 19:30 Uhr

Wo: Capitol, Mannheim
Wie viele: 10 Karten

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch (0621 44 59 95 50) und können Ihre Karte dann an der Abendkasse im Theater abholen.

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

MODERN TIMES 3 – „Hot“

Mitwirkende

  • Karl-Heinz Steffens Dirigent
  • Daniel Gauthier Saxophon
  • Cornelia Froboess Erzähler/in

Programm

  • Igor Strawinsky Pulcinella-Suite (rev. 1949) revidiert von Giambattista Pergolesi
  • Erwin Schulhoff Jazz Concerto für Alt-Saxophon und Kammerensemble orch. von Richard Rodney Bennett (2002/04) orig.: Hot Sonate für Alt-Saxophon und Klavier
  • Igor Strawinsky Die Geschichte vom Soldaten (Histoire du soldat)

Beschreibung

Cornelia Froboess, die Schauspielerin, der die Worte wundersam gehorchen, gibt dem Publikum der MODERN TIMES 3 die Ehre: mit Igor Strawinskys 1917 vollendeter Geschichte vom Soldaten. Was wie ein – gelegentlich gar komisches – Märchen wirkt, muss uns eigentlich ins Mark treffen. Denn es geht in dem epochalen Werk nicht um weniger als die Frage, wie wir unser Dasein sinnvoll gestalten wollen. Sind wir bereit, wegen einiger Euros, das uns Liebste, unsern Kern, aufzugeben? Wie der Soldat seine Geige? Strawinskys nüchterne Musik entlastet uns nicht, im Gegenteil, sie verschärft die Frage. Eine gewisse Tristesse durchwirkt auch die 1930 komponierte Hot-Sonate für Altsaxofon und Klavier von Erwin Schulhoff. Ja, ihr dritter Satz, lamentoso untertitelt, ist eine Art Klagegesang, bei dem sich das Saxofon der menschlichen Stimme annähern muss – für einen Musiker vom Rang eines Daniel Gauthier ein leichtes Unterfangen. Tanzrhythmen am Schluss der Sonate, Märsche und Tänze in der Geschichte vom Soldaten – von körperhaften Bewegungsmustern lebt auch das dritte Werk des Konzerts: Strawinskys Pulcinella Suite, die zu Beginn der 1920er Jahre aus der Taufe gehoben wurde. Seinerzeit empfand man diese Adaption barocker Tänze als Sensation, wegen der Kürze der einzelnen Nummern, aber auch wegen des antiromantischen Klangbildes.