Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz – MODERN TIMES 2 (DIE SCHÖNHEIT DER ZAHLEN 1)


18. September 2014 · 19:30 Uhr

visual-2014-01Donnerstag, 18.09.2014 | 19.30 Uhr
Ludwigshafen, Friedenskirche
Wieviel: 30 Karten
Kartenbestellung bitte direkt bei der Staatsphilharmonie unter 0621-599090

DIE SCHÖNHEIT DER ZAHLEN 1

Für den einen oder anderen Musikfreund mag es seltsam klingen, dass die Zeitreise von MODERN TIMES 2014 zurückführt bis ins Jahr 1721, als Johann Sebastian Bach seine sechs Brandenburgischen Konzerte an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt sandte. Doch für Karl-Heinz Steffens liegt es auf der Hand, dass eine allzu enge Definition des Begriffs der Moderne ein Irrtum wäre. „Johann Sebastian Bach komponierte die Brandenburgischen Konzerte für die „Jungen Wilden“ der Musik – das waren die Rolling Stones der damaligen Zeit, und es ist doch faszinierend zu sehen, wie diese Musik den Jazz im 20. Jahrhundert beeinflusst hat.“

Auf das Eröffnungskonzert von MODERN TIMES am 10. September folgen die beiden Konzerte „Die Schönheit der Zahlen“, die auch unter dem Motto „Zurück zu Bach“ stehen könnten. Diese Parole hatte Igor Strawinsky einst ausgegeben, als er ab den 1920er Jahren an seinem neuen neo-klassizistischen Profil feilen sollte. „Zurück zu Bach“ – das war aber nicht als reine Imitation des Barockzeitalters gemeint. Für Strawinsky stand der Name ‘Bach’ für inspirierendes Traditionsbewusstsein. Und diese Haltung verband ihn mit Paul Hindemith, der sich auch wortgewaltig zum großen Vorbild bekannte. So hielt er 1950 in Hamburg anlässlich des 200. Todestages des Thomaskantors eine Gedenkrede mit dem Titel „Johann Sebastian Bach: Ein verpflichtendes Erbe“. An dieses Erbe knüpften Strawinsky und Hindemith auch mit Werken an, die sich auf Bachs „Brandenburgische Konzerte“ beziehen. Dazu gehören Hindemiths „Kammermusiken“ für solistisch besetztes Ensemble sowie das „Dumbarton Oaks“-Concerto, das Strawinsky 1938 „im Stile der Brandenburgischen Konzerte“ komponiert hatte.

Beim Konzert „Die Schönheit der Zahlen 1“ in der Ludwigshafener Friedenskirche ist mit Nils Mönkemeyer ein äußerst interessanter Shootingstar an der Viola zu erleben. Hansgünther Heyme, Intendant des Theaters im Pfalzbau, wird im Einklang mit dem Programmtitel (zahlen-)philosophische Texte rezitieren.

Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Nils Mönkemeyer, Viola
Hansgünther Heyme, Sprecher