Theater Felina-Areal – Projekt Glühwürmchen (UA)


21. Oktober, 20:00 Uhr

Wo: Theater Felina Areal
Wie viele: 2 Karten

Sie reservieren direkt beim Theater Felina Areal – telefonisch unter der 0621 3364886 oder per Mail an karten@theater-felina-areal.de – und können Ihre Karte dann an der Abendkasse abholen.

Projekt Glühwürmchen (UA)
von Nicolas Truong
Eine Produktion der Gruppe Neues EnsemblE
im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg-Mannheim
Konzept und Inszenierung: Rainer Escher
Bühne: Holger Endres und Rainer Escher
Kostüme: Bea Albl
Produktion und Öffentlichkeitsarbeit: Holger Endresmit Elisabeth Auer, Rainer Escher & Mathias Wendel
Nicolas Truong:
„Einen schönen guten Tag allen miteinander. Schön, dass Sie zu uns gekommen sind, um an einem Gespräch teilzunehmen, das es uns ermöglicht, Zugang zum philosophischen Arbeiten zu erhalten, insbesondere dem des kritischen Denkens; eine Denk- Bewegung, die einer radikalen Kritik der modernen bzw. der gegenwärtigen Welt verpflichtet ist. Worte, Fragmente, Auszüge, sonderbare Dialoge, die sich darum bemühen, dass der kritische Geist lebendig bleibt, sei dies nun ernst oder ironisch, heftig oder gemäßigt.“Ausgehend von dem berühmten Text Pasolinis „Das Überleben der Glühwürmchen“ hat der französische Autor Nicolas Truong einige moderne Denker und Philosophen in einen Dialog und in ein Streitgespräch eintreten lassen, unter anderem Walter Benjamin, Giorgio Agamben, Gilles Deleuze, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Jaime Semprun, Jean Baudrillard, Annie Le Brun, George Orwell, Guy Debord, Pier Paolo Pasolini…Auf der Theaterbühne übernimmt ein Paar den daraus entstandenen Ideenstreit.
Mit großer Lust und Engagement buchstabiert es seine Beziehung mit diesen philosophischen Textfragmenten und Wörten. Mann und Frau demonstrieren, dass das Denken auch eine Geschichte des Lebens und Begehrens sein kann; dass es keine Ideen ohne den Körper gibt, aber auch keinen Körper ohne Ideen, wie eine der Philosophinnen im Text formuliert.Das Projekt Glühwürmchen ist ein bisschen so wie Nietzsches Geschichte von den Metamorphosen des Geistes: „Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes: wie der Geist zum Kameele wird, und zum Löwen das Kameel, und zum Kinde zuletzt der Löwe.“

Dazu schreibt Nicolas Truong:
„Der mutige Geist, der zu Beginn ein Kamel ist, akzeptiert die schwere Last der Tradition und der Moral, die er durch die Wüste trägt. Zum Löwen geworden zerbricht er die Idole, kritisiert die überkommenen Werte dank der Willenskraft. Zum Kind transformiert wird er Freude, Spiel und Unschuld des Werdens.“

Pressestimmen»Den Mut muss man erst einmal haben, Hochtrabendes von Giorgio Agamben, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Guy Debord, Jacques Rancière, Georges Didi-Hubermann, Alain Badiou . . . auf die Bühne zu bringen. Kennen Sie nicht? Macht nix, Spaß kann auch haben, wer schlicht Freude am Denken hat und sich ohnehin täglich wundert, wie das Ding namens Leben – und womöglich auch noch Zusammenleben – funktioniert. Haben die großen Geister doch nur hochkonzentriert zum Ausdruck gebracht, was uns alltäglich am Alltäglichen verwundert. (…) Verdient herzlicher Applaus für exzellente Text- und Gedankenaufarbeitung aller Beteiligter ist im Felina Areal die Folge.«
Mannheimer Morgen

»Die Sprache ist literarisch geschliffen; die Gedanken sind treffsicher formuliert und oft genussvoll brillant. (…) Die sprachliche Leistung, all diese Geistesblitze nicht nur unbeschadet, sondern auch eindrücklich an den Zuschauer zu bringen, ist bewundernswert.«
Die Rheinpfalz

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.