Theater Heidelberg – Wir gratulieren (Mazl tov) / Der Ring des Polykrates


Mi, 07.06.2017, 19.30 Uhr

Wo: Theater Heidelberg, Marguerre-Saal, Theaterstraße 10, 69117 Heidelberg
Wie viele: 6 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte direkt im Kulturparkett Laden in Mannheim (S3, 12) oder in Heidelberg (mittwochs zwischen 17:00 und 18:30 Uhr in den Räumen Alte Eppelheimer Str. 40, 69115 Heidelberg, Hinterhof li., 1. OG, Raum 1.10) abholen.

Wir gratulieren (Mazl tov) / Der Ring des Polykrates
Opern von Mieczysław Weinberg und Erich Wolfgang Korngold

Einführung 18.45 Uhr

Wir gratulieren (Mazl tov)
Deutsche Erstaufführung der Originalfassung
Oper in zwei Akten von Mieczysław Weinberg
Libretto von Mieczysław Weinberg nach dem Schauspiel Mazl tov von Scholem Alejchem
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Der Ring des Polykrates
Heitere Oper in einem Akt von Erich Wolfgang Korngold
Freie Adaption der gleichnamigen Komödie von Heinrich Teweles
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Zwei (tragi-)komische Opern verbünden sich zu einem bezaubernd bizarren Opernabend; zwei exilierte Komponisten begegnen einander musikalisch. Unter dem übermächtigen Schatten seines bewunderten Freundes Schostakowitsch verschwand der Name Mieczysław Weinberg, polnischer Jude im russischen Exil, als bloßer »Epigone«. Seine Wiederentdeckung erregt nun allseits große Begeisterung. Der 1897 geborene Erich Wolfgang Korngold hingegen galt als Wunderkind und war einer der bekanntesten österreichischen Komponisten der 1920er-Jahre. Später teilte er jedoch das Schicksal fast aller jüdischen Komponisten seiner Generation: Seine Musik wurde von den Nazis verboten und nach 1945 konnte er nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen.

Wir gratulieren (Mazl tov) ist geprägt vom Humor des ostjüdischen Autors Scholem Alejchem: Vier Dienstboten kommen einander in der Küche über geteilten Frust und viel Klatsch und Tratsch paarweise nahe, wobei »denen da oben« nicht immer zum Lachen zumute sein dürfte. In Korngolds Opernerstling Der Ring des Polykrates hingegen befinden sich Hausherren und Dienerschaft in schönster Einträchtigkeit. Erst ein Gast bringt Unruhe in die Liebeskonstellationen, die aus diesen Prüfungen allerdings gestärkt hervorgehen.