Theater im Pfalzbau(LU) – Der Schimmelreiter -ausverkauft-

DO, 09.01.20, 19:30 UHR, FR, 10.01.20, 19:30 UHR,

Theater im Pfalzbau(LU):

5 Karten stehen für die Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

Reservieren Sie bis zum 10. Dezember 2019 15 Uhr

Bei Interesse können Kulturpassinhaber Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon anmelden:

info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. behält sich vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Die Tickets gibt es an der Abendkasse. Abholen müssen Sie Ihre Eintrittskarte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu langen Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

 

Schauspiel

Der Schimmelreiter

Vom Bauernjungen zum Kleinknecht bis hin zum Deichgraf hat er es geschafft, der Außenseiter Hauke Haien, der sich schon als kleiner Junge für Dynamik und Physik interessierte und das Spiel der Wellen erforschte. In der jungen Elke, der Tochter seines Amtsvorgängers, findet er zum Ärger seines Rivalen Ole Peters eine kongeniale Partnerin, die sich immer hinter ihn und seine neuen Ideen stellt. Gemeinsam realisieren sie ihre innovativen Vorstellungen zu Landgewinnung und Küstenschutz. Gegen die konservativen Kräfte setzen sie den Bau eines neuen Deiches durch, ohne den alten einzureißen. Entgegen den Wünschen der abergläubischen Landbevölkerung wird in den neuen Damm kein lebender Hund eingebaut, was den Leuten als unheilvolles Vorzeichen erscheint. Hauke reitet bei Wind und Wetter auf seinem Schimmel, um den sich ebenfalls schaurige Gerüchte ranken, zur Überwachung auf seinem Deich entlang, und dabei entgeht ihm nicht, dass der alte Deich immer maroder wird. Auf Rat von Ole Peters und um nicht weiteren Unmut in der Bevölkerung zu erzeugen,  verzichtet er jedoch auf umfassende Baumaßnahmen. Das Schicksal holt ihn schließlich ein, als eine Flut ungekannten Ausmaßes die Küste heimsucht und an der Nahtstelle zwischen neu und alt ein Riss klafft, durch den sich die gewaltigen Wassermassen Bahn brechen und alles mit sich nehmen: das Leben, das Glück und die Utopie der harmonischen Koexistenz von Mensch und Natur.

Die wohl bekannteste Erzählung Theodor Storms wirkt mit ihrem Aufeinandertreffen von fortschrittlichen physikalischen Überlegungen und teuflischen, unheilbringenden Vorzeichen ebenso mystisch aufgeladen wie modern in der Zeichnung der Figuren und Beziehungen und in der dringlichen Frage nach Konzepten des Lebens mit der Natur in Zeiten von Klimawandel und Naturkatastrophen.

Es versetzt uns Zuschauer in genau die mystische, rückständige, unterschwellig konflikthafte Atmosphäre, die Storms Novelle so berühmt gemacht hat. Die Inszenierung findet starke Bilder: Eine schattenspielartige Hochzeits-Prozession etwa oder charaktervolle Masken, die die Akteure manchmal tragen. (…) Überhaupt eine große Ensemble-Leistung mit einem glänzenden Alexander Swoboda in der Hauptrolle. (…) Insgesamt auf alle Fälle ein großer Theaterabend, den man nicht verpassen sollte.
Christine Gorny, Bremen Zwei

Von Theodor Storm

Bearbeitung von John von Düffel

Theater Bremen

DO, 09.01.20, 19:30 UHR,
FR, 10.01.20, 19:30 UHR,

Inszenierung Alize Zandwijk
Bühne Thomas Rupert
Kostüme Sophie Klenk-Wulff
Maskenbau Nadine Geyersbach
Licht Mark Van Denesse
Musik Maartje Teussink

GROSSE BÜHNE