Theater im Pfalzbau(LU): Die Dreigroschenoper

SA, 09.11.19, 19:30 UHR und MO. 11.11.19, 19:00 UHR

Theater im Pfalzbau(LU):

je 5 Karten stehen insgesamt jeweils für eine Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

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(info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550)

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Schauspiel

Die Dreigroschenoper

“Es ist nicht die Aufgabe des Künstlers, Antworten zu geben.
Er soll Fragen stellen.“
  Robert Wilson

Theatergenie und -erneuerer Robert Wilson, einer der bedeutendsten Repräsentanten des internationalen Gegenwartstheaters, kehrt mit einer Aufsehen erregenden Dreigroschenoper zurück nach Ludwigshafen. Der vielseitige Regisseur, Bühnenbildner, Architekt und Designer schuf in seinen Bühnenwerken eine ganz eigene, stark stilisierte Theatersprache, in der Musik, Bühnenbild und sehr eigenwillige Kostüme eine schillernde Einheit bilden. Gesamtkunstwerke mit surrealem Einschlag, die auch in Deutschland Furore machten. Mancher Zuschauer erinnert sich vielleicht noch an das spektakuläre Gastspiel der Aufführung von The Black Rider vom Thalia Theater in Hamburg, einer Musicalversion von Carl Maria von Webers Freischütz, oder an die bilderstarken folgenden Aufführungen Poe  ‒  inspiriert vom Leben und Wirken Edgar Allen Poes ‒ und Alice nach dem Kinderbuchklassiker Alice im Wunderland.

Nun also zeigt Wilson in Ludwigshafen seine am Berliner Ensemble gefeierte Dreigroschenoper, eine elegante, perfekt choreographierte und opulente Version des Brechtklassikers. Raffinierte Ton- und Lichteffekte, kunstvolle Animation, herausragende Darsteller und die herrlich schräge Musik Kurt Weills lassen die Aufführung zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Jonathan Peachum betreibt einen äußerst lukrativen Handel mit der Ausstattung von Bettlern, das Geschäft mit den „Ärmsten der Armen“ floriert. Doch als er erfährt, dass seine Tochter Polly heimlich Mackie Messer geheiratet hat, tobt er. Die einzige Lösung: Mackie muss an den Galgen. Brechts Parabel erzählt handfest und mit Sinn für die Groteske von den Mechanismen des Marktes, korrupten Verhältnissen, der Verlogenheit der bürgerlichen Moral und von den Gesetzeslücken, die von dem gewieften Geschäftsmann Peachum und dem ausgemachten Kriminellen Mackie erkannt und schamlos ausgenutzt werden. Mit böser Komik und frecher Leichtigkeit wirft Brecht hier einen schonungslosen Blick auf die Realitäten in der Entstehungszeit bis heute.

Und wir dürfen erregt rufen: Wilsons frappierend zarte, vornehmlich im Piano-Ton kammermusikalisch fein witzig ziselierte sowie elegant expressionistisch und überraschend minimalistisch zelebrierte Dreigroschenoper dürfte zum Schönsten, Trefflichsten, Entstaubtesten gehören, das wir je sahen an Produktionen dieses allerorts gegebenen Klassikers.
Welt am Sonntag

Von Bertolt Brecht / Kurt Weill

Berliner Ensemble

SA, 09.11.19, 19:30 UHR, S 2, TG 2, WA

MO, 11.11.19, 19:00 UHR, COM 1

Regie, Bühne, Lichtkonzept Robert Wilson
Kostüme Jacques Reynaud
Dramaturgie Jutta Ferbers, Anika Bàrdos
Mit Traute Hoess, Jürgen Holtz, Ingo Hülsmann, Peter Moltzen, Angela Winkler u. a.

GROSSE BÜHNE
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