Theater im Pfalzbau(LU) – L’Hôte(Nach der Novelle von Albert Camus)

MI, 4. März 2020, 19:00 Uhr

Theater im Pfalzbau(LU):

5 Karten stehen für die Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

Reservieren Sie bitte bis zum 27.02.2020, 19 Uhr

Bei Interesse können Kulturpassinhaber Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon anmelden:

info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. behält sich vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Die Tickets gibt es an der Abendkasse. Abholen müssen Sie Ihre Eintrittskarte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu langen Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

L’Hôte

Nach der Novelle von Albert Camus

In französischer Sprache
Ab  12 Jahren

Xenia-Theater

MI, 04.03.20, 10:00 UHR und 19:00 UHR

Inszenierung Peter Steiner
Schauspiel, Textbearbeitung, Ausstattung Nathalie Cellier

STUDIOBÜHNE

Plötzlicher Schneefall hat den ausgedörrten Boden am Rande der Wüste Algeriens bedeckt. Die wenigen Schüler von Daru, dem in Algerien geborenen französischen Lehrer, kommen seit drei Tagen nicht mehr. Die Zeit scheint stehen geblieben – bis Balducci, ein mit Daru bekannter älterer Polizist, einen Araber zu ihm bringt.

Der Araber – Camus nennt ihn so – hat sich des Mordes an seinem Cousin schuldig gemacht. Im Dorf des Arabers hat seine Festnahme für Unruhe gesorgt, es droht dort ein Aufruhr, eingebettet in die drohende Revolte gegen die französische Kolonialmacht. Um eine Eskalation zu vermeiden, soll der Araber in eine andere Stadt überführt und den Behörden übergeben werden. Diese Aufgabe soll Daru am nächsten Morgen übernehmen. So lauten die Befehle, wie Balducci sie entgegen genommen hat. Daru jedoch will nicht einsehen, dass diese Befehle auch für ihn gelten: er ist trotz seines Solidaritätsgefühls mit der armen algerischen Bevölkerung bereit, sich gegen die Rebellion zu wehren, auch mit der Waffe in der Hand. Es wäre mit seinem Begriff von Ehre nicht zu vereinbaren, den Mann auszuliefern, wie es von ihm verlangt wird.

Für eine Nacht sind Daru und der Araber „Gast“ und „Gastgeber“ füreinander. Zwischen den beiden Männern entsteht eine stille Verbindung. Hin- und hergerissen zwischen seinem Abscheu vor Bluttaten und seiner moralischen Verantwortung angesichts eines Mordes einerseits, seinem Anspruch, ehrenhaft zu bleiben und seiner Auffassung der Selbstbestimmung des Menschen andererseits, findet Daru schließlich einen Weg, sich nichts und niemandem gegenüber schuldig zu machen – so glaubt er.

Bilder © Xenia-Theater