Theater & Orchester Heidelberg – Peer Gynt ist ein Anderer

Mittwoch, 26. Dezember 2o18, 19:oo Uhr

Wo: Zwinger 1, Zwingerstr. 3-5, 69117 Heidelberg

Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) und können Ihre Karte dann in der Sprechstunde des Kulturparketts in Mannheim und Heidelberg abholen.

Peer Gynt ist ein Anderer – nach ‚Peer Gynt‘ von Henrik Ibsen
Wie erzählt man ein ganzes Leben auf der Bühne? Was macht einen Menschen aus und wie wird er sich dem eigenen Tod stellen? Henrik Ibsens dramatisches Gedicht »Peer Gynt« aus dem Jahr 1867 stellt nicht nur die großen Fragen an eine einzelne Biografie, sondern erzählt als gewaltiger Bilderbogen zudem eine Geschichte des 19. Jahrhunderts: Diese Welt dreht sich schneller. Die Auswirkungen des kühnen, brutalen Abenteuers Fortschritt spiegeln sich im Selbstverständnis des Einzelnen, der zwischen den Zwängen und Exzessen seiner Zeit in die Schatten stürzt, die die Psychoanalyse bereits vorauswirft.

»Peer Gynt ist ein Anderer« folgt dem gealterten Peer Gynt, den die Schlaglichter aus seiner Vergangenheit heimsuchen. Während er am Strand von Marokko noch versucht, das gelungene Leben des erfolgreichen Geschäftsmannes zu beschwören, schieben sich die Geister seiner Jugend immer wieder in sein Bewusstsein: Seine Mutter Aase, seine Geliebte Solveig und seine Begegnung mit den Trollen, die ihm einst das Lebensmotto »Troll, sei dir selbst genug!« einprägten. Als alter Mann kehrt Peer Gynt zurück in eine verkümmerte Heimat, getrieben von teuflischen Seelenfängern. Sein Wille jedoch, wahrhaft frei zu leben, bricht sich noch immer bedingungslos Bahn. Nur wie kann selbst die Fantasie, in ihrer lebendigsten, ihrer freiesten Form, sich diese Freiheit bewahren, ohne lediglich zu einem Ausweichen und zu Maßlosigkeit zu werden?

Alexander Charim inszeniert zum ersten Mal am Theater Heidelberg. 2016 wurde er mit dem Dr.-Otto-Kasten-Preis sowie dem Nestroy-Bundesländerpreis ausgezeichnet.

Deutsche Fassung von Peter Stein und Botho Strauß unter Verwendung der Übersetzungen von Christian Morgenstern und Georg Schulte-Frohlinde

Empfohlen ab 15 Jahren