Theater Pfalzbau (LU) – Schauspiel: Clean City


Sa, 20. Oktober 2018, 19:30 Uhr

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Clean City

Schauspiel
von Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris
In griechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Koproduktion mit Onassis Cultural Centre/Stegi und Goethe-Institut, im Rahmen des EUROPOLY-Projekts
(EUROPOLY ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Europa in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen, mit Onassis Cultural Centre/Stegi, mit dem Sirenos-Vilnius Internationalen Theater Festival, dem Teatro Maria Matos Lisbon und Tiger Dublin Fringe)
Recherche, Text und Inszenierung Anestis Azas and Prodromos Tsinikoris
Mit Lauretta Macauley, Rositsa Pandalieva, Fredalyn Resurreccion, Drita Shehi, Valentina Ursache
Dramaturgie Margarita Tsomou
Regieassistent Ioanna Valsamidou, Liana Taousiani
Bühnenbild und Kostüme Eleni Stroulia
Assistent Zaira Falirea
Licht Eliza Alexandropoulou
Musik Panagiotis Manouilidis
Video Nikos Pastras
Produktionsmanagement Vasilis Chrysanthopoulos
Puppenkonstruktion Yiannis Katranitsas
Videogestaltung Nelly Kambouri
Touring Support Onassis Cultural Centre/Stegi

Clean City ist ein faszinierendes und kluges Stück Dokumentartheater, das europaweit gefeiert wird und jetzt endlich auch in Ludwigshafen zu sehen ist. Anlass dafür war eine Kampagne der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte mit ihrem Aufruf: „Athen ausmisten!“ Was bedeutete: Athen gewaltsam von den migrantischen Einwohnern zu säubern. Das Regieduo Azas und Tsinikoris, künstlerische Leiter der Experimentierbühne des Athener Nationaltheaters, nahm diesen Slogan wörtlich und stellte die Gegenfragen: „Wer macht eigentlich die Stadt Athen Tag für Tag sauber? Wer befreit sie vom Dreck? Sind es nicht die Putzfrauen aus aller Herren Länder?“ Und so wurden eben jene Putzfrauen, eine ‚stille‘ Minderheit, zum Subjekt der Geschichte und zu den Protagonistinnen von Clean City. Fünf von ihnen – aus Moldawien, Südafrika, Bulgarien, den Philippinen und Albanien – erzählen ihre Geschichten, wie sie für 3 Euro pro Stunde die Straßen und Gebäude der Akropolis-Metropole sauber halten – und das mit viel Witz und Humor.

Tsinikoris und Azas sammelten wochenlang die Lebensgeschichten der fünf Frauen und komprimierten das Ganze zu einem großartigen Stück Gegenwart, einem Text über Globalisierung und Heimat, Sehnsucht und Familie, das Verschwinden der Mittelklasse und die Träume, die Europa noch immer für viele birgt. Süddeutsche Zeitung