Theater Pfalzbau (LU) – Tanz: Danca Simfonica / Gira

So, 17. März 2019, 18:00 Uhr

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Danca Simfonica / Gira

THEATERFRÜHLING 2019
GRUPO CORPO, BRASILIEN

In der Millionenstadt Belo Horizonte fanden sich 1975 sechs Geschwister mit ein paar Freunden zusammen und gründeten die Grupo Corpo, deren Name bis heute Anspruch und Programm der Compagnie ist: mit Gleichgesinnten einen „Gesamtkörper“ zu formen, dessen Markenzeichen die „runde Bewegung“, das Fließen einer sich in Bewegung befindlichen Gruppe wurde. Der unverwechselbare Stil der Compagnie ist vor allem der engen Zusammenarbeit der Brüder Paulo und Rodrigo Pederneiras zu verdanken. Bereits ihre ersten Choreographien erregten Aufsehen und wurden in Paris als Sensation gefeiert. Gleichsam über Nacht hatte sich Grupo Corpo als erste brasilianische Compagnie an die Weltspitze getanzt, wo sie bis heute einen festen Platz innehat.

Das Stück Dança Sinfônica, entstanden 2015 zur Feier des 40. Jubiläums der Grupo Corpo, basiert auf dem Thema der Erinnerung. Die erste Sinfonie, komponiert von Marco Antônio Guimarães, kombiniert eine anspruchsvolle Handlung mit Originalfiguren und musikalischen Passagen aus jüngst produzierten Balletten der Grupo Corpo. Das Werk wurde meisterhaft komponiert für das neunzigköpfige Philharmonische Orchester von Minas Gerais und verbindet die einzelnen Teile durch raffinierte Intermezzi der Musikgruppe Ukati. So kann Choreograph Rodrigo Pederneiras die besten Stücke aus dem gesamten Repertoire der Gruppe neu entdecken und eine Art Synthese seiner 34 Jahre dauernden choreographischen Arbeit mit dem Ensemble entwickeln. Die 8 mal 16 Meter große Kulisse, die die Stimmung des Stücks vorgibt, besteht aus über tausend Fotografien aus der Geschichte der Gruppe.

Gira ist inspiriert von den Ritualen von Umbanda – der meistverbreiteten Religionsform Brasiliens und das Ergebnis der Verschmelzung von Candomblé mit dem Katholizismus und dem Kardezismus. Metá Metá, eine Band aus São Paulo, schrieb den Original-Soundtrack für die Aufführung. Aber es ist Eshu, der die Aufführung leitet und als treibende Kraft formt. In der afrikanischen Kosmologie repräsentiert Eshu das dynamische Prinzip, ohne das es keine Bewegung gäbe. Er ist das Bindeglied zwischen der geistigen und der materiellen Welt; ein Gott der unbegrenzten Ausdehnung und Vervielfältigung, Gebieter über alle Wege und Straßenkreuzungen, Meister jeglicher Ordnung und Konfusion.

Dauer ca. 2 Stunden, eine Pause