Theater Pfalzbau (LU) – Tanz: Grand Finale


Mi, 21. / Do, 22. November 2018, 19:30 Uhr

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

Grand Finale

Tanzstück von Hofesh Shechter
HOFESH SHECHTER COMPANY, GROSSBRITANNIEN

Ein episches Fresco von Körper und Emotion… Hofesh Shechter ist der König des dramatischen
Kontrasts. La Croix

Ein reifes und grandioses Werk … giftig, emotional und überraschend zärtlich. The Stage

Grand Finale, das jüngste, international bejubelte Werk Hofesh Shechters, ist ein verwegenes und anspruchsvolles Stück für zehn Tänzer und sechs Musiker. Komisch, rau und wunderschön zugleich, führt es eine Welt vor Augen, die im Widerspruch mit sich selbst steht, die voller anarchischer Energie und ungestümer Komik ist. Indem er diesen unbezähmbaren Charakter herausfiltert, zeigt Shechter die Vision einer Welt auf, die sich im freien Fall befindet.

Werke wie Cult, das berauschende Political Mother oder barbarians machen deutlich, dass es diesem Choreographen auf der Seele brennt, dass es ihn drängt, in seinen Kreationen Stellung zu beziehen, dass er das Bedürfnis hat, verstanden zu werden. Trotzdem legt Hofesh Shechter Wert darauf zu betonen, dass es letztlich weniger darauf ankommt, was er sich selbst bei einer Choreographie gedacht hat, sondern vielmehr darauf, dass mit den Zuschauern etwas passiert, wenn sie in der Aufführung sitzen. Ob bei ihnen dabei alles genauso ankommt, wie er es im Sinn hatte, ist für ihn eher zweitrangig. Die Zuschauer sollen sich nicht fühlen, als müssten sie eine Prüfung bestehen.

Was sich sicherlich sinnlich und intuitiv erfassen lässt, wenn man Grand Finale sieht, konkretisiert sich, wenn man die Vorüberlegungen Hofesh Shechters kennt. Es ist dieses Gefühl, das sich einstellt, wenn man die Nachrichten sieht: Dinge entgleiten der Kontrolle, Menschen geraten aus der Fassung und werden von Panik erfasst. Dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Kollaps fast zelebriert wird. Inmitten dieses chaotischen Zustands, der apokalyptische Züge trägt, lässt sich trotzdem ein amüsanter Kern finden. Optimistisch betrachtet besteht der Zyklus des Lebens darin, dass Dinge kollabieren und man sie schließlich wieder aufbaut.