Theaterhaus G7 – SCHIEFER GEHEN (UA)


So., 30.September, 16 Uhr | Fr., 05.Oktober 2018, 20 Uhr

Wotheater/haus G7, G7 4b, 68159 Mannheim
Wie viele: 4 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie reservieren beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44 599 550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse abholen.

BESSER SCHEITERN – SCHIEFER GEHEN (UA)

Schauspiel
Theater von Carsten Brandau

Müsste Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht SELBST schief gehen? Ja! Denn was könnte  Theater, das gerade geht, seinem Publikum über das Schiefgehen erzählen? Nichts, was dem Publikum nicht aus eigener Erfahrung bereits bekannt wäre. Geht das Publikum doch
schließlich SELBST schief! Und deshalb reicht es auch keineswegs aus, wenn Theater, das vom Schiefgehen handelt, selbst AUCH NUR schief geht. Nein. Das schief gehende Publikum würde das Schiefgehen des Theaters ja gar nicht erst bemerken! Vielmehr würde es das eigene
Schiefgehen im Angesicht des ebenfalls schief gehenden Theaters zwangsläufig nur relativieren, würde es lediglich GRADE rücken und sich infolgedessen gelangweilt von diesem Theater abwenden, das ihm ja sowieso nur den vermeintlich graden Gang der Welt vorgaukelt. Wer will
denn so etwas sehen? Niemand! Denn diese Welt geht nicht grade. Und deshalb darf Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht nur selbst SCHIEF gehen – es muss vielmehr SCHIEFER als schief gehen!
(Carsten Brandau, SCHIEFER GEHEN)

Carsten Brandau hat für das Theaterhaus G7 ein Stück vom Scheitern geschrieben. Von Erfolg und Misserfolg, von der Angst vorm Versagen und dem Druck, immer wieder gewinnen zu müssen, erzählt diese tragikomische Uraufführung. Und stellt dabei die wichtige Frage, ob es nicht gerade das lustvolle Scheitern, das „Schiefgehen“, ist, das unser Leben – vielleicht auch und gerade in einer Leistungsgesellschaft – erst lebenswert macht.
SCHIEFER GEHEN, das im Rahmen des „Nah dran!“-Stipendiums unterstützt wird vom Deutschen Literaturfonds und dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland, untersucht das Thema des Scheiterns für alle Menschen ab 8 Jahren.

Regie: Inka Neubert
Ausstattung: Linda Johnke
Musik: Johannes Frisch
Schauspiel: Fiona Metscher, Jo Schmitt

Theaterhaus G7