Unterwegstheater(HD) – „small pieces – big visions“ – choreographic works

22.11.2019 und 23.11.2019 jeweils 20:00 - 21:30 Uhr

Wo:  Heidelberg, HebelHalle  UnterwegsTheater Hebelstr. 9, 69115 Heidelberg

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e. V. hat jeweils 5 Tickets.

Bei Interesse können Sie beim Kulturparkett Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550)  bis zum

Donnerstag, den  21.11.2019 15 Uhr

Die Karten erhalten Sie dann an der Abendkasse.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturparkett Rhein-Neckar 

22.11.2019 – 23.11.2019 / 20:00 – 21:30 Uhr / Choreographisches Centrum Heidelberg


small pieces – big visions

Amancio Gonzalez „Sterbender Schwan“

Jacqueline Trapp „Café Tripping and the Dinosaur Bird“

Lucyna Zwolinska/Robert Przybyl „reflexio“

„small pieces – big visions“ ist eine neue Veranstaltungsreihe des UnterwegsTheaters, die die Präsentation kleiner Formate mit großer Qualität zum Ziel hat.

Amancio González, langjähriger Tänzer in William Forsythes Frankfurt Ballett und in The Forsythe Company, eröffnet den Abend mit seiner ebenso neuartigen wie werktreuen Version des Solos „Der Sterbende Schwan“. 1907 schrieb der Choreograph Mikhail Fokin Tanzgeschichte, als er dieses kurze Solo für die legendäre Ballerina der Ballets Russes Anna Pawlowa schuf, denn er verband darin Schritte und Haltung des klassischen Spitzentanzes mit einem modernen, fließenden und expressiven Bewegungsduktus. Wenn nun Amancio González dieses Solo in der Original-Choreographie auf die Bühne bringt, wird sein Auftritt zu einer vielschichtigen, ebenso klugen wie sensiblen Auseinandersetzung mit Fragen nach Geschlechterrollen und Alter, nach Präsentation und Repräsentation, nach Realität und Phantasie, geprägt von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Tänzer und Tanzpartner, Choreograph und Lehrer.

Die australische Tänzerin Jacqueline Trapp gehört seit der vergangenen Spielzeit als festes Ensemblemitglied des Dance Theatre Heidelberg zur hiesigen Tanzszene. Im Rahmen des Tanzabends »Freiraum« am Theater Heidelberg schuf sie „Café Tripping and the Dinosaur Bird“ für zwei Tänzer (Arno Brys und Axier Iriarte) und eine Pflanze. Das Stück entstand in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Autorin Miriam Tag. In einem gemeinsam gestalteten Raum erkundeten die Schriftstellerin und die Choreographin Verbindungen zwischen der Entstehung von Texten und der Entwicklung von Tanz und gingen der Frage nach Nähe und Abwesenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen nach.

Lucyna Zwolinska Stück reflexio ist ein Trio für zwei Tänzer (Lucyna Zwolinska, Robert Przybyl) und einen Musiker (Gabriele Basilico). Reflexion bezeichnet das Zurückbeugen und Widerspiegeln, aber auch das Neu-Betrachten einer Situation, das mit einem Wechsel des Standpunkts einhergeht. In der westlichen Philosophie ist es die Grundlage einer Selbstbegründung. Reflexion schärft das Bewusstsein für die eigene Position und kann uns an verschiedene Standorte bringen wie Sicherheit, Angst, Überzeugung, Hoffnung, Einsamkeit, Ungeduld oder Freude. Diese Standpunkte werden zum Ausgangspunkt für das Stück, das ebenso von der rohen Energie der Künstler wie auch ihrer erhöhten Sensibilität geprägt wird.

 

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