Alte Feuerwache (MA) – lesen.hören 14: Um was es geht. Bov Bjerg liest aus seinem Roman „Serpentinen“ – Reservierungen nur über das Kulturparkett

MO, 24. Februar 2020, 20:00 Uhr

Wo: Alte Feuerwache, Brückenstraße 2, 68167 Mannheim
Wie viele: 2 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Reservierungsschluss: Mittwoch 12. Februar 2020  19 Uhr

Die Verlosung ist am 13.2.20

Kartenwünsche bitte ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621 44599550 oder besuchen Sie uns in den Sprechstunden)

Abholung der Karten:
Ihre Karte bekommen Sie direkt an der Abendkasse.

Ihre Eintrittskarte holen Sie bitte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

Bei einigen Veranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Es freut uns Ihnen ein so umfangreiches Veranstaltungsprogramm bieten zu können.

Wir wollen die Tickets gleichmäßiger und gerechter verteilen. Die Reservierungen sind für Sie, als Gast, verbindlich. Alle Reservierungen des Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. haben aber einen Verlosungsvorbehalt.

Das heißt: Wir behalten uns vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Nur wenn Sie kein(e) Ticket/Reservierung bekommen werden Sie benachrichtigt!

Es gelten unsere Spielregeln / Wichtige Hinweise zur Verbindlichkeit von Reservierungen.

 

Einlass 19:00
Beginn 20:00

lesen.hören 14

Ist es eine Road-Novel? Ist es eine Vater-Sohn-Tragödie oder doch ein typischer Bov Bjerg, wie man ihn nach dem Bestseller „Auerhaus“ erwartet? – Vater und Sohn folgen im Auto den Serpentinen in die Vergangenheit. Immer wieder fragt der Sohn: „Um was geht es?“ – Und der Vater antwortet nicht, wissend, was er dem Kind aufbürden würde. Beklemmend war diese Szene, die Bov Bjerg 2017 beim Bachmann-Preis in Klagenfurt gelesen hat. Fast explodierend vor verzweifelter Liebe, düster dräuend die Schwere, die über den beiden zu schweben scheint, während sie in Gasthäuser einkehren, wieder ins Auto steigen und die nächste Kurve nehmen. Es ist die männliche Linie, der Bov Bjerg in seinem neuen Roman folgt: „Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt.“ – Wie diese Tradition unterbrechen, das Kind bewahren und schützen? Meisterhaft erzählt Bov Bjerg diese Geschichte ganz von innen heraus, ohne jede Besserwisserei, ohne überhaupt eine Lösung zu kennen und ohne je aufdringlich zu werden.

Die männliche Linie: Wer von Feminismus redet, darf nicht davon schweigen, was in diesem Land in den Seelen von Jungen angerichtet wurde und wird. Wie verbogen die Väter der heutigen Eltern aus der Nachkriegszeit kamen, was sie an Hilflosigkeit ihren Söhnen mitgaben. Wie abwesend diese Väter waren, in sich selbst verborgen. Es sind Geschichten, in denen es nicht um Schuld geht, sondern um Überleben. Bov Bjergs Roman „Serpentinen“ verdichtet diese Themen zu einem spektakulären Text, der keinen ungerührt lassen wird. Denn was ihn trägt, den Text, den Vater und den Sohn und am Ende auch uns, ist die Liebe. Es moderiert der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel, der für seine klugen Gesprächsführungen bekannt ist.