Capitol – Filmabend – Die Arier

Mi, 20. Februar 2019, 20:00 Uhr

Wo: Capitol Mannheim
Filmabend – Kein Platz für Rassismus – Film „Die Arier“ mit anschließender Diskussion
Freier Eintritt ohne Voranmeldung!

Filmvorführung und Diskussion
„Die Arier“ –  Ein Dokumentarfilm von Mo Asumang
Der Dokumentarfilm „Die ARIER“ ist ein tour de force in die Abgründe des Rassismus.

Noch nie hat sich jemand filmisch konkret an das Thema ARIER gewagt. Und das obwohl unter der vermeintlichen Marke ARIER in Deutschland gegen Menschen anderer Religion, Hautfarbe oder Geschlechtsorientierung gehetzt und gemordet wurde und wird. Auf einer persönlichen Reise versucht die Afrodeutsche Mo Asumang herauszufinden, was hinter der Idee vom „Herrenmenschen“ steckt. Sie begibt sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran, trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan.

Mo Asumang wurde 1996 Deutschlands erste Afrodeutsche TV Moderatorin. Sie moderierte die Sendung „Liebe Sünde“ mit einer wöchentlichen Quote von 2,0 bis 3,0 Millionen Zuschauer. Seit dem arbeitet sie als Moderatorin, Produzentin, Regisseurin, Schauspielerin und Dozentin. Als Schauspielerin ist Mo Asumang u.a. in Roman Polanskis Film „The Ghostwriter“ in der Rolle der US Außenministerin Condoleezza Rice zu sehen.
Das Multitalent verbrachte aber in den letzten Jahren einen Grossteil ihrer Zeit damit, sich dem Thema Rassismus und Integration zu widmen. Auslöser dafür war eine Morddrohung der Neo-Naziband „White Aryan Rebels“, die in einem Lied sangen „Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang“. Dieser Schock inspirierte Mo zu einer filmischen Spurensuche nach Ihrer Identität als schwarze Deutsche. “ROOT GERMANIA” wurde 2008 für den „Adolf Grimme Preis“ nominiert.
In ihrem Dokumentarfilm „Road to Rainbow“ – Willkommen in Südafrika(2010) hinterfragt Mo Asumang, wo nach Ende der Apartheid in Südafrika der Traum von Gleichberechtigung geblieben ist. Ihre Suche nach sozialer Gerechtigkeit kommt nicht von ungefähr. Mo kam mit nur fünf Wochen ins Kinderheim, wurde von Pflegeeltern und ihrer Oma aufgezogen. Themen wie Courage, Gerechtigkeit oder soziales Engagement sind bei Mo tief verwurzelt.
Und auch in Ihrem neuesten Dokumentarfilm „DIE ARIER“, in dem Mo internationale Rassisten, den Ku Klux Klan und die wahren Arier trifft, spürt man neben der Aktivistin und Filmemacherin immer auch den empfindsamen Menschen.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, besucht Mo weltweit Schulen und Universitäten, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen. Mo ist Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Regiepreise für Mo Asumang und Deutscher Regiepreis „Metropolis“ 2015
„Magnolia Award“ (for Best Director) at Shanghai TVFilm Fest