Final Cut (Deutschesprachige Erstaufführung)

Wann: 10. Mai 2024 | 20:00 Uhr

Theaterhaus G7


Ein Stück von Myriam Saduis
Aus dem Französischen von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand

Beginn: 20 Uhr im Saal
Im Anschluss findet ein Hausgespräch statt.

Alles beginnt im Tunesien der 50er Jahre, in einer Zeit, als es noch französisches Protektorat ist. Die Tochter von dort lebenden Italienern verliebt sich in einen tunesischen Unternehmer. Ihre Eltern sind damit gar nicht einverstanden. Mehr braucht es nicht für einen handfesten Konflikt und das Scheitern einer Liebesgeschichte.

„Mein Vater blieb im Hintergrund, verschwommen, wie die Negative der Fotos, die meine Mutter nicht über sich brachte, wegzuwerfen. Er wurde zu einem Gespenst, das sie zum Verschwinden bringen wollte.“ (Myriam Saduis)

Am Beispiel der eigenen Biografie zeigt Myriam Saduis, wie eine Generation, die zwischen den Folgeschäden des Kolonialismus aufwächst, buchstäblich von der Geschichte erdrückt wird. Gleichzeitig wird diese Biografie zur Matrix für eine vielschichtige Erzählung. Es ist die Geschichte einer Migration. Und die Geschichte eines alltäglichen Rassismus, der interkulturelle Verbindungen erschwert oder unmöglich macht. Es ist eine Thematik, der wir seit der Kolonialzeit bis heute in millionenfacher Ausprägung begegnen.

Mit: Fiona Metscher, Aurélie Youlia, Fadhel Boubaker
Inszenierung: Inka Neubert
Bühne und Kostüm: Isabell Wibbeke
Video: Miriam Stanke
Musik: Fadhel Boubaker

TERMINE 10., 11. & 31. Mai, 1. Juni, 20 Uhr

Nach der Vorstellung am 10. Mai findet ein Hausgespräch statt.

Eine Produktion von Theaterhaus G7