Musikalische Akademie des Nationaltheater Orchesters Mannheim – 6. Konzert

MO, 20. April 2020, 20:00 Uhr und DI, 21. April 2020, 20 :00 Uhr

Wo: Mozartsaal, Rosengarten Mannheim, Rosengartenpl. 2, 68161 Mannheim

Wie viele: Montagskonzerte 30 Karten, Dienstagskonzerte 30 Karten. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Sie bestellen Ihre telefonisch beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie unter 0621 / 26044 ( (Unsere Öffnungszeiten sind Mo, Di, Do, Fr: 10–14 Uhr und Mi 14–18 Uhr) Bitte geben Sie bei der Reservierung an, dass Sie Kulturpass-Inhaber sind.

Abholen müssen Sie Ihre Eintrittskarte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu großen Wartezeiten kommen. Das Veranstalter behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

Die Reservierung ist für Sie verbindlich.

Wenn Ihnen etwas dazwischen kommt (Krankheit o.ä.), sagen Sie bitte unbedingt rechtzeitig beim Kartenbüro der Musikalischen Akademie ab.

Einführungsgespräch 19:15 Uhr, Mozartsaal

 

Musikalische Akademie des Nationaltheater Orchesters Mannheim – 6. Konzert

  • 20. Apr 2020, 20 Uhr
  • 21. Apr 2020, 20 Uhr
  • Rosengarten, Mozartsaal
  • Roberto Rizzi Brignoli
  • Dirigent
  • Herbert Schuch
  • Klavier
  • Franz Schubert (1797–1828)
  • Ouvertüre zu Die Zauberharfe D 644
  • Franz Schubert (1797–1828)
  • Zwischenaktmusiken aus Rosamunde D 797
  • Franz Schubert (1797–1828)
  • Symphonie Nr. 4 c-Moll D 417
  • Franz Liszt (1811–1886) / Franz Schubert (1797–1828)
  • Fantasie C-Dur op. 15 D 760 Wandererfantasie

 

Schubert hatte zeitlebens Schwierigkeiten, sich als Komponist von Opernmusik zu etablieren, und auch die Auftragsmusik zu Helmina von Chézys romantischem Schauspiel Rosamunde, Fürstin von Zypern fiel bei ihrer Wiener Premiere durch. Dabei wurde nicht nur das Libretto verlacht, es hakte auch an der dramaturgischen Umsetzung, und Schubert selbst hatte seine Kompositionsarbeit so kurzfristig begonnen, dass vor der Uraufführung Zeit für nur noch einen Probendurchlauf blieb! Trotz allem wollte Rosamunde ihm noch nicht ganz aus dem Kopf gehen: Einer neuen, überarbeiteten Version stellte er später die Zauberharfen-Ouvertüre voran, die seitdem als Rosamunde-Ouvertüre bekannt ist.

Bereits in jungen Jahren plagte Schubert der Innovationsdruck: „Zuweilen glaube ich wohl selbst im Stillen, es könne etwas aus mir werden, aber wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“ Die Tragische, die Schubert im zarten Alter von gerade mal 19 Jahren aufs Papier brachte, scheint ganz unter diesem Eindruck zu stehen. Zum ersten Mal komponierte er eine Symphonie in Moll, genau genommen dem schicksalsträchtigen c-Moll, um sich dem beethovenschen Paradigma in einer musikalischen Auseinandersetzung zu stellen.

„Der Teufel soll dieses Zeug spielen!“ Mit diesen Worten soll Schubert, der selbst kein begnadeter Pianist war, bei der Aufführung seiner Wandererfantasie kapituliert haben. Kein Wunder: In den wirbelnden Arpeggien und der anspruchsvollen Oktavarbeit sah Robert Schumann „ein ganzes Orchester in zwei Händen“. Auch der junge Franz Liszt war hingerissen von den Möglichkeiten des wenig beachteten Originals und schrieb knapp dreißig Jahre nach dessen Entstehung eine Fassung für Klavier und Orchester, in der Schuberts ambitionierte musikalische Ideen nicht nur liebevoll resümiert, sondern mit einem Ausrufezeichen versehen werden.