Nationaltheater (MA) – R. Strauss: Salome (Oper)

Fr, 6. Dezember 2019, 20 Uhr (Kurzeinführung 19:15 Uhr)

Wo: Nationaltheater am Goetheplatz – Schauspielhaus -> Spielstätten und Anfahrt

Wie viele: 10 Karten insgesamt über das Kulturparkett verfügbar. Die noch verfügbare Kartenanzahl kann von der hier angegebenen abweichen.

Die Tickets des NTM haben nun den VRN-Button(VRN Kombi Ticket). Dies ermöglicht die kostenfreie Hin- und Rückfahrt zur NTM-Veranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmittel.

Reservierungsschluss: Dienstag, 26.11.2019

Kartenwünsche bitte ans Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621 44599550 oder besuchen Sie uns in den Sprechstunden)

Abholung der Karten:
Ihre Karte bekommen Sie direkt an der Abendkasse im Nationaltheater. Bitte kommen Sie frühzeitig.

Falls Sie in Heidelberg, Schwetzingen und Speyer wohnen können Tickets zugesendet werden, damit die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem VRN-Button möglich ist. Das funktioniert wenn Sie bei der Reservierung Ihre Adresse angeben!

Bei einigen Veranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Es freut uns Ihnen ein so umfangreiches Veranstaltungsprogramm bieten zu können.

Wir wollen die Tickets gleichmäßiger und gerechter verteilen. Die Reservierungen sind für Sie, als Gast, verbindlich. Alle Reservierungen des Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. haben aber einen Verlosungsvorbehalt.

Das heißt: Wir behalten uns vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Nur wenn Sie kein(e) Ticket/Reservierung bekommen werden Sie benachrichtigt!

Es gelten unsere Spielregeln / Wichtige Hinweise zur Verbindlichkeit von Reservierungen.

Richard Strauss:

Salome

mit deutschen Übertiteln

Dieses Stück »schreie nach Musik«, schrieb Richard Strauss über Oscar Wildes 1891 entstandenes Drama Salome, welches den Schwerpunkt vom biblischen Mythos in Richtung einer psychologisch akzentuierten Charakterstudie verschiebt.

Eine dekadente Gesellschaft feiert den Geburtstag des Tetrarchen Herodes. Die Gäste stürzen sich in eine rauschhafte Orgie; Konversation findet nicht statt, denn man hört einander nicht zu, interessiert sich nicht für das Gesagte. Die Mächtigen des Hofes, Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen, sind zerstritten; man ist sich in der politischen Beurteilung des amtierenden Herrscher uneins und misstraut ihm. Der Einzelne bleibt innerhalb der Gesellschaft mit seinen Ängsten allein und isoliert. Jemand bringt sich um, doch niemand bemerkt den Selbstmord.

Die von allen sinnlich begehrte Prinzessin Salome sucht einen Moment der Ruhe innerhalb des rauschhaften Festes. Sie verabscheut ihre Umgebung. Die Verwerflichkeit ihrer Eltern Herodes und Herodias stößt sie ab. Aus dieser trotzigen Ablehnung heraus erklärt sich Salomes unbedingte Suche nach einem Halt im Leben.

Der Prophet Jochanaan, von ihrem Vater aus Angst vor seiner politischen Breitenwirkung eingekerkert, fasziniert die Prinzessin. Sie sucht seine Begegnung. Jochanaans Unbedingtheit fasziniert sie. Dieser Mann, der heftigste Kritiker am Sitten- und Werteverfall des gesamten Hofstaates, stellt eine Gegenposition dar, denn er vertritt eine konsequente Haltung, die sie selbst in ihrer Umgebung nie erfahren hat. Das unnahbare Wesen des Propheten reizt Salomes Sinnlichkeit und erweckt in ihr die Sehnsucht nach einem Leben jenseits dekadenter Oberflächlichkeit. Das Verlangen ihn zu berühren wird zu Salomes Obsession: ein Kuss und sei es von einem Toten…

Die übersteigerte Atmosphäre und raffinierte Musiksprache rief 1905 bei der Uraufführung der Salome an der Dresdner Hofoper eine Schockwirkung hervor. Die Meisterschaft der Vorlage, ihre nervöse Zerfaserung und atemlos wirkende Kürze der Sprache, inspirierten den Komponisten zu einem spannungsvollen Einakter, dessen Partitur voll Klangfarbenreizen und expressiver Harmonik die rauschhaft-exzentrischen Hingabe der Prinzessin Salome an den Propheten Jochanaan musikalisch zum Ausdruck bringt.

Packendes Musiktheater von knisternd schwüler Dramatik in einer Inszenierung von Gabriele Rech.

Dauer: 1 Stunden und 40 Minuten

Premiere: Sa, 14. Januar 2006