SWR Schwetzinger Festspiele – Hölderlin-Gesänge II: Liederabend

MI, 06. Mai 2020, 19:30 Uhr

Wo: Schloss Schwetzingen / Rokokotheater/ Rechter Zirkel

Wie viele: 4 Karten stehen dem Kulturparkett zur Verfügung.

Für alle Veranstaltungen der SWR Schwetzinger Festspiele 2020 gibt es pro Kulturpassinhaber zusammen nur 1 Ticket. Zusätzliche Eintrittskarten kann man über die Nachrückerliste, wenn noch Plätze frei sind, bekommen.

Sie reservieren ab 2 Wochen vor dem jeweiligen Konzert beim Kulturparkett (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621 44599550) oder in den Sprechstunden in Mannheim oder in der Sprechstunde in Schwetzingen am dienstags von 17-19 Uhr in den Räumen des Schwetzinger Büros in der Hebelstraße 6 (AWO) und können Ihre Eintrittskarte  dann in den Sprechstunden in Mannheim abholen.

Gäste aus Heidelberg, Schwetzingen, Oftersheim, Speyer und Ludwigshafen können, die Tickets per Post bekommen. Bitte geben Sie bei der Reservierung Ihre Adresse und Telefonnummer an.

Verlosungsvorbehalt

Hölderlin-Gesänge II – Liederabend Holger Falk

Für ein Gedicht blieb Justinus Kerner berühmt, weil es als Volkslied gesungen und in Robert Schumanns Komposition zu einem Symbol des Freisinns wurde: „Wohlauf, noch getrunken den funkelnden Wein!“ Über dem forschen Marsch- und Wanderton vergaß man leicht, worauf er zielte: „Es treibt in die Ferne mich mächtig hinaus!“ So klingt die manische Version des Lebensgefühls, dessen Schattenseite Friedrich Hölderlin als „fremd im eigenen Land“ beschrieb. Kerner kannte Hölderlin. Er betreute ihn als Medizinstudent, als jener »nervenkrank« in die Authenriethsche Anstalt in Tübingen eingewiesen wurde. Kerner gab dem Älteren die Medikamente und beobachtete ihn, bis jener beim Schreiner Zimmer die Turmstube mit Neckarblick bezog. Hölderlin wurde posthum zum Dichter der Komponisten, die neuen Ausdruck suchten – oder suchen mussten, weil sie »in dieFerne mächtig hinaus« getrieben wurden. Eine treffende Auswahl aus dem Fundus der Verfolgten und Verbannten rahmen Holger Falk und Hilko Dumno mit Schumanns Opus 35, in dem sich an Position drei das Wanderweinlied findet.