Theater im Pfalzbau (LU) – Beethoven zum Geburtstag – Chorkonzert

SO, 21. Juni 2020, 17.00 UHR

Wo: Theater im Pfalzbau(LU), Berliner Straße 30, 67059 Ludwigshafen

Wie viele: 5 Karten stehen für die Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

Bei Interesse können Kulturpassinhaber ab 6. – 17. Juni Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon (info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550) anmelden.

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. behält sich vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Die Tickets gibt es an der Abendkasse. Bitte holen Sie Ihre Eintrittskarte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung ab. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu sehr langen Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

Beethoven ließ sich zur Zeit der Komposition seiner ersten Messvertonung vom Vorbild der von seinem Lehrer Joseph Haydn komponierten Messen leiten, die er als „unnachahmliche Meisterstücke“ ansah. So enthalten Beethovens Skizzen zum Gloria seiner C-Dur-Messe auch zwei Stellen aus Haydns Schöpfungsmesse. Die am 13. September 1807 in Eisenstadt uraufgeführte Messe sagte dem Auftraggeber Fürst Nikolaus II v. Esterhazy allerdings nicht zu, sodass Beethoven sie kurzerhand bei der Drucklegung dem Fürsten Kinsky umwidmete. Beethoven distanzierte sich mit diesem Werk von traditionellen Messvertonungen und behandelte den Text nach eigener Angabe so, „wie er noch wenig behandelt worden“.

Ludwig van Beethovens Chorfantasie stellt in ihrer Kombination aus menschlicher Stimme, Klavier und Orchester ein Unikat dar. Die weit gespannte Klaviereinleitung ermöglicht einen Eindruck von Beethovens eigener Improvisationskunst, mit der er in jungen Jahren die Wiener High Society bezauberte. Erst ganz am Schluss treten die Sänger dazu. Das Chorfinale erinnert an Beethovens Neunte Symphonie, ohne allerdings deren Entschiedenheit zu erreichen oder auch nur anzustreben. Nicht um die Utopie einer besseren Welt geht es hier, sondern um ein Lob der Musik und des Gesangs.

Bei der Uraufführung der Chorfantasie, die als Schluss-Stück von Beethovens großer Akademie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien gespielt wurde, kam es zu einem veritablen Skandal. Vermutlich wegen der erdrückenden Länge des Programms, aber auch wegen geringer Probenzeit und fehlerhafter Noten gerieten einige Instrumente durcheinander,  der Komponist ließ das Stück unterbrechen und neu beginnen. Beethoven selbst berichtet dem Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig am 7. Januar 1809: „Hauptsächlich waren die Musiker aufgebracht, dass indem aus Achtlosigkeit bey der einfachsten plansten Sache von der Welt gefehlt worden war, ich plötzlich stille ließ halten, und laut schrie[:] noch einmal“.

Konzert Beethovenchor Ludwigshafen

 

Ludwig van Beethoven C-Dur Messe op. 86
Ludwig van Beethoven Chorfantasie op. 80
Jan Wilke Uraufführung (mit einem Bezug zu Beethoven)

Musikalische Leitung Tristan Meister
Beethovenchor Ludwigshafen
Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule Ludwigshafen