Theater im Pfalzbau(LU) – Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

SA, 14.12.19, 19:30 UHR

Theater im Pfalzbau(LU):

5 Karten stehen für die Vorstellung im Theater im Pfalzbau zur Verfügung.

Reservieren Sie bis zum 27. November 2019 15 Uhr

Bei Interesse können Kulturpassinhaber Ihren Reservierungswunsch per Mail oder Telefon anmelden:

info@kulturparkett-rhein-neckar.de oder 0621-44599550

Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. behält sich vor die Tickets/Reservierungen zu verlosen wenn sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind.

Die Tickets gibt es an der Abendkasse. Abholen müssen Sie Ihre Eintrittskarte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Es kann zu langen Wartezeiten kommen. Das Theater behält sich vor bei verspäteter Abholung die Tickets anderweitig zu vergeben.

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SA, 14.12.19, 19:30 UHR

Schauspiel

Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

„Effi Briest schaukelt mit Elektra, Medea, Penthesilea und deren drei Schwestern Nora, Lulu und Franziska im Kirschgarten und spielt Verstecken. Ihre couragierte Mutter, Lady Macbeth, kündigt Geert von Innstetten an, der im Biberpelz und seidenen Schuhen erscheint und um Effis schmutzige Hände anhält. Geert, der unlängst eine Liebelei mit Sara Sampson hatte, zieht nach der Hochzeit mit Effi in Bernarda Albas Haus nach Damaskus oder Andorra. Effi wird schwanger, die heilige Johanna wird geboren und Fräulein Julie und Hedda Gabler werden die Zofen. Die schöne Aussicht, die Hoffnung auf Glaube und Liebe, auf glückliche Tage, endet mit zerbrochenen Krügen: Effi beginnt mit dem Revisor Crampas eine Affaire Rue de Lourcine. Was folgt, ist ein Totentanz, ein böses Frühlings Erwachen aus dem Sommernachtstraum.“
Clemens Sienknecht

Mit Effi Briest hat Theodor Fontane zweifelsohne einen Kultroman verfasst. Das Schicksal der 17jährigen Effi, die mit ihrem viel älteren Ehemann nicht recht glücklich wird, in eine belanglose Affäre stolpert und dafür teuer bezahlen muss, wurde schon viele Male verfilmt und für die Bühne adaptiert. Im Grunde war also alles gesagt. Die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker und Schauspieler Clemens Sienknecht wollten es sich dennoch nicht nehmen lassen, die Geschichte noch einmal zu erzählen – auf ihre eigene, sehr unkonventionelle Weise. Im Format einer Radioshow wird der Fall Effi rekonstruiert,  bei „Radio Briest“ sitzt man entspannt in Samtsesseln, singt und blödelt und kommt dann doch ganz unvermittelt ins Nachdenken; über die komplizierte Beziehung von Mann und Frau, über misslungene Befreiungsakte und die Traurigkeit der Liebe im Allgemeinen. Und so rückt, eben mit anderem Text und herrlich schräger Musik, die alte Story aus wilhelminischer Zeit wieder ganz nah an uns heran.

Alle Register von Running Gags zu Sarkasmus, Slapstick und Parodie, Kalauern, absichtlichen Versprechern und Tierlauten werden in perfektem Timing gezogen, um aus Effis Geschichte eine geniale Unterhaltungsshow zu machen. Doch das wirklich Erstaunliche an der scheinbaren Verhohnepipelung ist, dass Geschichte, Konflikte und Stimmungen dieses protestantischen Unliebesromans vollkommen sicher getroffen werden.
Süddeutsche Zeitung

Von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk

nach Theodor Fontane

Textfassung Clemens Sienknecht, Barbara Bürk und Sybille Meier

Werkschau Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

SA, 14.12.19, 19:30 UHR, S 1, TG 4

Inszenierung Barbara Bürk, Clemens Sienknecht
Ausstattung Anke Grot
Dramaturgie Sybille Meier
Mit Yorck Dippe, Ute Hannig, Markus John, Friedrich Paravicini, Clemens Sienknecht, Michael Wittenborn

Dauer ca. 2 Stunden, keine Pause

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016

Ausgezeichnet mit dem Theaterpreis Hamburg 2016 in der Kategorie „Herausragende Inszenierung/Dramaturgie“

Trailer

Im Anschluss an die Vorstellung Feuerwerk zum Abschluss der Festspiele Ludwigshafen