Theater Pfalzbau (LU) – Tanz: La Fresque

Mo, 07. / Di, 08. Januar 2019, 19:30 Uhr

Wo: Theater Pfalzbau, Ludwigshafen
Wie viele: 5 Karten

Sie reservieren bis 3 Tage vor der Vorstellung beim Kulturparkett (info@kuturparkett-rhein-neckar.de oder telefonisch 0621-44599550) und können Ihre Karte dann direkt an der Abendkasse im Theater Pfalzbau abholen.

La Fresque

BALLET PRELJOCAJ, FRANKREICH

GROSSE BÜHNE
Choreographie Angelin Preljocaj
Musik Nicolas Godin
Kostüme Azzedine Alaïa

La Fresque zeigt eine Gruppe wunderschöner junger Frauen, die ihre Haare offen tragen und deren geheimnisvolle Melancholie einen ungeheuren Sog ausübt. Unmerklich scheinen sie sich einem Tanz hinzugeben, der in eine faszinierende Traumwelt führt. Die beiden erschöpften Reisenden, die in einem Tempel Unterschlupf gefunden haben, stehen gebannt vor diesem Schauspiel träumerischer Poesie, und ehe er sich‘s versieht, ist einer der jungen Männer in diesen Kosmos der Schönheit übergetreten und taucht in eine andere Dimension ein, in der ganz eigene Gesetze gelten. Zeit und Raum fließen hier ineinander, die Realität verlangsamt sich eigentümlich, verborgene Begierden drängen an die Oberfläche, mysteriöse Geschichten aus der Welt des Traumes scheinen plötzlich real. Sehnsucht und Hingabe nehmen den Besucher gefangen, und in den rhythmischen Klängen, die ihn unerbittlich in seinen Bann schlagen, nimmt er erst allmählich die tiefen Stimmen war, die ihn sachte zur Ordnung und in die Realität zurückrufen.

Angelin Preljocajs neue Choreographie widmet sich einem alten Menschheitstraum: der Durchdringung der getrennten Sphären von Kunst und Realität. Inspirieren ließ sich der Choreograph, der sich in seinen Werken gerne märchenhaften Erzählungen widmet – unvergesslich z.B. seine Schneewittcheninterpretation Blanche Neige – von einer bekannten chinesischen Sage. Sie erzählt von einer Reise in jene Dimension, in der ein Bild den Zugang zur Transzendenz eröffnet und das reale menschliche Wesen in Einklang mit dem Gemälde tritt. Im Tanz schafft Preljocaj eine sinnliche Verbindung zwischen statischer Abbildung und Bewegtheit, zwischen Leben und Leblosigkeit. Metaphorisch dafür stehen die Haare der Frauen, seit jeher Sinnbild für Lebenskraft und Erotik, die als riesige poetische Projektionen die Szenerie beherrschen und den traumhaften Charakter des Stückes malerisch unterstreichen. Auch wir, die Zuschauer, können uns dem Zauber dieses Tanzmärchens kaum entziehen.